Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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“Lebenshaus Schwäbische Alb” lädt zur Tagung “We shall overcome! Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht” ein

Gammertingen: Der Verein "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie" bereitet im Jahr seines 25-jährigen Jubiläums für den 13./14. Oktober 2018 die 6. Tagung mit dem Titel "’We shall overcome!’ Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht" in Gammertingen vor. Bei dieser Veranstaltung werden erneut Menschen ausführlich zu Wort kommen, die sich seit langer Zeit für Frieden und Gerechtigkeit engagieren. Abends wird ein amüsantes jüdisches Programm mit Revital Herzog angeboten und am 14. Oktober eine Führung "Auf den Spuren jüdischen Lebens in Buttenhausen".

Bereits in den vergangenen fünf Jahren haben ähnliche Tagungen mit guter Beteiligung und sehr positiver Resonanz im evangelischen Gemeindehaus in Gammertingen stattgefunden. Die Hauptreferate werden dieses Jahr Katja Tempel, Peter Bürger und Andreas Zumach halten. Sie werden autobiografisch auf Fragen zu ihrem eigenen Engagement, zu ihrer Motivation und ihren Perspektiven für eine andere Welt eingehen.

Katja Tempel, Sozialpädagogin und Hebamme aus dem Wendland, hat seit den 70er-Jahren an zahlreichen gewaltfreien Aktionen teilgenommen, u.a. an gewaltfreien Blockadeaktionen verschiedener Atomwaffenstandorte, von Bombenzügen und an Go-Ins ins atomare Zwischenlager Gorleben. Als Familienhebamme ist sie in benachteiligten Familien tätig. Peter Bürger aus Düsseldorf ist katholischer Theologe, examinierter Krankenpfleger und freier Publizist. Er ist u.a. in der pax christi-Bewegung aktiv, hat ein Bündnis für die Rechte von Menschen auf der Straße initiiert und engagiert sich schreibend "wider die Kriegsreligion". Der renommierte Journalist Andreas Zumach aus Genf, der 1981 verantwortlich für die Organisation der Bonner Friedensdemonstrationen mit 300.000 Teilnehmern war, ist seit 1988 UNO-Korrespondent taz und freier Korrespondent für andere Printmedien. Zudem ist er als Vortragsreferent, Diskutant und Moderator zu zahlreichen Themen der internationalen Politik tätig.

Wie in den vergangenen Jahren, werden Gabriele Lang und Bernd Geisler aus Riedlingen wieder das Tagesprogramm musikalisch bereichern.

Ebenfalls interessant wird der Samstagabend, wenn die gebürtige Israelin Revital Herzog ein amüsantes jüdisches Programm darbieten wird. Mit Klezmermelodien und Balkantänzen wird sie heitere Erzählungen und Witze umrahmen.

In Buttenhausen bei Münsingen überstieg im 19. Jahrhundert der jüdische Bevölkerungsanteil den christlichen. Antisemitismus und Rassenhass bewirkten nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland auch in diesem Ort das Ende des christlich-jüdischen Zusammenlebens. Mit mehreren Deportationen ortsansässiger Juden wurde die jüdische Gemeinde ausgelöscht. Im 80. Jahr nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 will das Lebenshaus an das jüdische Kapitel örtlicher Geschichte in Buttenhausen erinnern. Dafür wird am Sonntag, 14.10.2018, ein geführter Rundgang mit Günter Randecker und Thomas Felder in Buttenhausen angeboten.

Zur Tagung und den weiteren Veranstaltungen, die von Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. veranstaltet und von 38 Organisationen und Initiativen unterstützt werden, sind Menschen eingeladen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt.

Anmeldeschluss ist am 4. Oktober 2018.

Ausführliche Informationen:

Veröffentlicht am

24. August 2018

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