Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Religion/Glaube/Kirche

06. März 2026

"Die Mächtigen des Erdkreises sind unzurechnungsfähig und haben keine Scheu vor einem Dritten Weltkrieg"

"Die Passagen zur sogenannten regelbasierten Ordnung lesen sich so, als hätten die Autoren die letzten Jahrzehnte auf einem anderen Planeten verbracht" – das sagt der Publizist Peter Bürger zum neuen Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Krieg. Im Interview mit den NachDenkSeiten rechnet Bürger mit einer Kirche ab, die "die Gewaltlosigkeit des Evangeliums von Jesus zu einer privaten Frömmigkeitsangelegenheit verharmlost“. Der "Schutz vor Gewalt" sei in dem Positionspapier zwar ein Schlüsselwort, doch: "Palästinensischen Menschengeschwistern möchte ich die Lektüre aber nicht empfehlen, denn der militärische Massenmord an zehntausenden Menschen in Gaza erschüttert die Kirchenleitung in diesem Zusammenhang offenbar nicht." Von Marcus Klöckner. (mehr...)


26. Februar 2026

Evangelische Bekenntnisfrage: Gott oder die Bombe?

Wohl keine Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten zu so viel Widerspruch und Entsetzen geführt wie die EKD-Kundgebung "Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick" vom November 2025. Die hier von der Solidarischen Kirche im Rheinland und dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie vorgelegte "Umdenkschrift II" enthält Nachträge zu unserer im Januar 2026 erschienenen Dokumentation mit kritischen Wortmeldungen aus der aktuellen EKD-Kontroverse um Krieg und Frieden. Abzubilden ist – bezogen auf Tonart und Inhalte – ein breites Spektrum des Widerspruchs. So wird der vorliegende Band eröffnet mit zwei Texten, die sich durch eine ausgesprochen freundliche Diktion auszeichnen, während er mit einem sehr streitbaren Debattenbeitrag des Herausgebers schließt. (mehr...)


02. Februar 2026

Evangelische Kirchenleitung für "Kriegstüchtigkeit"

Die Evangelische Kirche in Deutschland präsentierte Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift "Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick" – als Positionierung "angesichts neuer Herausforderungen …" Das Denkschrift-Lob der im bürgerlichen Diskurs als maßgeblich geltenden Medien fiel ziemlich einhellig aus: "Abschied vom Pazifismus … Im Rahmen der EKD-Synode veröffentlicht die Kirche ihre Friedensdenkschrift und bricht damit mit der Tradition der Friedensbewegung" (ZDF heute, 10.11.2025). "Die Evangelische Kirche bricht mit ihrer Friedensethik. Laut einer neuen Denkschrift der EKD lässt sich der Pazifismus als generelle politische Ethik ‚ethisch nicht legitimieren‘. Das kommt einem Bruch mit bisherigen Positionen gleich" (FAZ-online, 10.11.2025). Die ‚Berliner Zeitung‘ legte am gleichen Tag aber etwas Erstaunen an den Tag: "Evangelische Kirche überrascht mit Kurswechsel. – Atomwaffen sind ‚politisch notwendig‘. Die evangelische Kirche passt ihre Friedensdenkschrift an. Atomwaffen gelten nun als unverzichtbar für Sicherheit" (BZ, 10.11.2025). Von Peter Bürger. (mehr...)


30. Januar 2026

Evangelische Kirche über Krieg und Frieden

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift über Krieg und Frieden präsentiert. Seitdem will die Kritik einfach nicht mehr verstummen. Peter Bürger hat im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie Kritische Wortmeldungen am neuen staats- und militärnahen Kurs der EKD zusammengetragen. Die Sammlung erschließt 35 Stellungnahmen und Originalbeiträge zum neuen militärnahen EKD-Kurs aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis. Eine Digitalausgabe des Bandes kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Ebenso ein ergänzender Beitrag des Herausgebers. (mehr...)


07. Januar 2026

Ein Lesebuch über die Friedensliebe der Rabbiner

Frühe Quellen zur Friedensliebe der Rabbiner erschließt der erste Hauptteil eines zu Jahresanfang 2026 vom Herausgeber Peter Bürger in Kooperation mit dem Lebenshaus Schwäbische Alb vorgelegten Lesebuches. Das Imperium Romanum zerstört im Jahr 70 nach Christus den Tempel zu Jerusalem. Die jüdischen Weisheitslehrer antworten auf diese Katastrophe nicht mit einer Angleichung an das aggressive Programm Roms. Sie folgen vielmehr jener Wegspur, in der die Zivilisation der Gewalt als sicherer Erweis von Gottlosigkeit gilt. Das rabbinische Judentum imponiert als eine biophile Religion des Friedens: Gehörst du zu jenen, die das Leben lieben und bessere Tage zu sehen wünschen? Achte darauf, wo die Boten der Freude wirken und leuchtende Augen anzutreffen sind. Suche den Frieden und jage ihm nach . . . (mehr...)


02. Mai 2025

Christlicher Friedensruf aus Hannover: Gottes Wort ruft uns, friedensfähig zu werden

Christinnen und Christen haben von Hannover aus einen Friedensruf an Kirche, Politik und Gesellschaft gerichtet. Unter Verweis auf das Christus-Wort "Selig sind, die Frieden stiften", in Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren und auch angesichts der aktuellen Kriege, die eine Mahnung seien, machen die Christinnen und Christen deutlich: "Gottes Wort ruft uns, friedensfähig zu werden." Verabschiedet wurde der "Christliche Friedensruf" von einer unabhängigen Friedenssynode beim Ökumenischen Friedenszentrum in Hannover. (mehr...)


23. April 2025

Ein Papst wider die Hochrüstung zur Welt-Kriegstüchtigkeit

Bischof Franziskus von Rom hat am Osterfest seinen Lebenskreis als Erdbewohner geschlossen. Er ließ die Stimme des Leute-Rabbis Jesus aus Galiläa wieder hörbar werden, doch das militäraffine Großkirchentum in Deutschland blieb taub. Von Peter Bürger. (mehr...)


26. Dezember 2024

"Der Sündenfall des Christentums"

Der Erste Weltkrieg führte den niederländischen Theologen Gerrit Jan Heering (1879-1955) zu einem radikalen Antikriegsstandpunkt. Er fasste seine Studien und Einsichten 1928 in dem Werk "Der Sündenfall des Christentums" zusammen. Dieses bahnbrechende Buch des Friedenstheologen Gerrit Jan Heering ist im Regal zum frühkirchlichen Pazifismus als Übersetzung wieder greifbar. Von Redaktion der Reihe "edition pace". (mehr...)


25. Dezember 2024

Zitat zum Weihnachtstag

Kurt Marti kritisierte die Kommerzialisierung des Weihnachtsfests. (mehr...)


19. Dezember 2024

Gewaltverzicht: Grundlagen einer biblischen Friedenstheologie

Ein neuer Band im Regal "Pazifismus der frühen Kirche" erschließt die bibeltheologische Gesamtschau zum Themenkreis "Gewalt - Gewaltverzicht - Frieden" von Egon Spiegel, ein Pionierwerk aus dem Jahr 1987. Damit wird jetzt in der neuen Reihe auch die maßgebliche Grundlage der christlichen Kriegsverweigerung in den ersten drei Jahrhunderten (vor dem ganz neuen "Kirchen-Paradigma" unter dem Soldatenkaiser Konstantin) ansichtig. Unsere Neuedition folgt ohne Änderungen der zweiten Auflage aus dem Jahr 1989. Beim Lebenshaus Schwäbische Alb, das Kooperationspartner bei der Entstehung des "Regals zum Pazifismus der frühen Kirche" ist, kann die Publikation als kostenfreie Digitalfassung abgerufen werden; sie kann ebenfalls als Buchausgabe erworben werden. (mehr...)