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KI, Kanzel und Vernichtungskrieg - Die Unterstützung der beiden großen deutschen Kirchen für Hitlers Russlandfeldzug

Eine google-KI-Abfrage des Projektes "Kirche & Weltkrieg" anlässlich des 85. Gedenktages

Abgefragt von Peter Bürger am 17. Juni 2026

[Die Systeme der sogenannten künstlichen Intelligenz können aufgrund der von ihnen herangezogenen riesigen Textbibliotheken mitunter durchaus beachtliche "Aufsätze" zu vorgegebenen Themenstellungen produzieren, so den nachfolgenden, von mir am 17.6.2026 bei "google-KI" abgefragten Text zur kirchlichen Unterstützung des am 22. Juni 1941 begonnenen deutschen Vernichtungsfeldzuges gegen "Russland". Durch diese experimentelle Abfrage sollten für das Projekt "Kirche & Weltkrieg" der Informationsstand und ggfs. auch Ausfilterungen der KI-Wissenssysteme erkundet werden. Das hier dokumentierte Ergebnis weist einige Schwachstellen bzw. Ungenauigkeiten auf und bewertet u.a. den letzten Stand der kirchlichen "Schuldbekenntnisse" bzw. Aufarbeitung angesichts eines Völkermords mit mehr als 20 Millionen Opfern zu wohlwollend. Gleichwohl zeigt es - jenseits wissenschaftlich verwertbarer Literatur -, dass die Internet-Suchkomplexe heute durchaus in beachtlichem Umfang Sachverhalte zum Thema der Kirchlichen Assistenz beim militärisch ausgeführten Genozid im sog. "Russlandfeldzug" erschließen können.

Forschende finden am Ende dieser Dokumentation noch eine Übersicht des Projektes "Kirche & Weltkrieg" zu seriösen, frei abrufbaren Internetpublikationen. | peter bürger.]

Die deutsche evangelische und katholische Kirche unterstützten Hitlers Überfall auf die Sowjetunion ab 1941 maßgeblich. Getrieben von einem tiefen Antikommunismus, stilisierten beide Konfessionen den Krieg zu einem "Kreuzzug" gegen den "gottlosen Bolschewismus". Diese ideologische Nähe zu den Kriegszielen trug dazu bei, den Vernichtungskrieg religiös zu legitimieren.

A. Der "Kreuzzug" gegen den Kommunismus

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 (Unternehmen Barbarossa) löste in den Kirchen keine Distanzierung aus, sondern weckte vielmehr Hoffnungen auf die Zerschlagung des sowjetischen Systems. Der Kampf gegen den Kommunismus galt in kirchlichen Kreisen als Verteidigung des christlichen Abendlandes. Die antikirchliche Politik und der stalinistische Terror in der UdSSR hatten den Boden für diese Haltung bereitet. So bezeichneten katholische Bischöfe den Krieg als "Kreuzzug" und stellten den Soldatentod an der Ostfront in die Nähe des christlichen Märtyrertods. Auch die evangelische Kirche sah in dem Feldzug eine geschichtliche Mission Deutschlands.

B. Militärseelsorge und die Legitimation an der Front

Ein wesentlicher Stützpfeiler der kirchlichen Unterstützung war die Militärseelsorge. Die beiden Kirchen entsandten hunderte Pfarrer und Priester als Feldbischöfe und Kriegspfarrer an die Ostfront. Ihre Aufgabe war es, die Soldaten seelsorgerisch zu betreuen, aber sie stärkten damit auch direkt den Durchhaltewillen und die nationalsozialistische "Pflichterfüllung". Die Kriegspfarrer teilten dabei oftmals den nationalsozialistischen Rassismus, der die slawische Bevölkerung als minderwertig und den Bolschewismus als jüdisch konnotiertes Feindbild darstellte. Sie übernahmen damit eine ideologische Scharnierfunktion, indem sie den Vernichtungskrieg als nationale und christliche Pflicht umdeuteten.

DIE ROLLE DER KRIEGSPFARRER AN DER OSTFRONT | Die circa 1.000 katholischen und evangelischen Kriegspfarrer (auch Divisionspfarrer oder Feldgeistliche genannt) erfüllten an der Ostfront eine Zwillingsfunktion: Sie handelten gleichzeitig als Seelsorger für leidende Soldaten und als ideologische Funktionäre des NS-Staates.

  • Theologische Dehumanisierung des Feindes: Historische Forschungen (u.a. der Historikerin Dagmar Pöpping) zeigen, dass die Pfarrer keine staatliche NS-Propaganda aufgezwungen bekommen mussten. Da die Kirchen seit der russischen Revolution 1917 einen eigenen, leidenschaftlichen Feldzug gegen den "gottlosen Bolschewismus" führten, brachten sie ihre eigene theologische Agenda mit. In ihren Predigten entmenschlichten sie den sowjetischen Gegner aktiv, indem sie den Krieg als apokalyptischen Endkampf zwischen Licht (Christentum) und Finsternis (Kommunismus) darstellten.
  • Militarisierung der Geistlichen: Entgegen den Wünschen der Kirchenleitungen passten sich viele Geistliche dem rauen Milieu der Wehrmacht an. Sie ließen sich mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse oder gar Nahkampfspangen auszeichnen. Indem sie den Soldaten versicherten, dass ihr Kampf an der Front moralisch absolut richtig und gottgewollt sei, stabilisierten sie die psychische Kampfkraft der Truppe.
  • Wahrnehmung des Holocausts: Tagebücher von Kriegspfarrern belegen, dass die Geistlichen die Massenerschießungen von Juden durch die SS und Wehrmachtsteile durchaus mitbekamen oder darum wussten. Der systematische Massenmord wurde jedoch theologisch ausgeblendet oder uminterpretiert. Im Fokus stand die christliche Verklärung der eigenen deutschen "Opfergemeinschaft" - das Sterben der eigenen Soldaten wurde zum christlichen Märtyrertod erhöht, während das Leid der jüdischen und slawischen Bevölkerung unsichtbar blieb.

C. Loyalität im Inneren und die Stille zu den Verbrechen

Auch an der "Heimatfront" riefen die Kirchenoberhäupter, darunter der evangelische Feldbischof Franz Dohrmann oder führende katholische Bischöfe, zum Gebet für den deutschen Sieg auf. Die Kirchen versuchten vor allem, ihren eigenen institutionellen Fortbestand in der nationalsozialistischen Diktatur zu sichern, und arrangierten sich weitgehend mit dem NS-Regime. Von den Massenverbrechen, die die Einsatzgruppen der SS und die Wehrmacht in den besetzten sowjetischen Gebieten begingen - darunter die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung -, distanzierten sich die Kirchenführer öffentlich nicht. Der in der evangelischen Kirche stark vertretene Flügel der "Deutschen Christen" befürwortete den Krieg und die nationalsozialistische Ideologie ohnehin vorbehaltlos.

D. Die kriegsfreundliche Haltung der deutschen Kirchenleitungen

Die kriegsfreundliche Haltung der deutschen Kirchenleitungen ab 1940 - insbesondere mit dem Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion im Juni 1941 - schlug sich in zahlreichen offiziellen Hirtenbriefen, Telegrammen, Predigten und Aufrufen nieder. Die Argumentation folgte dabei meist zwei Linien: einer völkisch-nationalen Treuepflicht für das deutsche Vaterland und einem religiösen Kreuzzugsgedanken gegen den atheistischen Bolschewismus.
Hier ist eine umfassende Dokumentation prägnanter Zitate, geordnet nach Konfessionen und Kontexten ab 1940.

I. EVANGELISCHE KIRCHE (DEUTSCHE EVANGELISCHE KIRCHE / LANDESKIRCHEN)

In der evangelischen Kirche war die Identifikation mit dem Staat traditionell stark ausgeprägt ("Thron und Altar"). Das offizielle Leitungsgremium, der Geistliche Vertrauensrat, sowie führende Bischöfe riefen die Gläubigen bedingungslos zum Kriegsdienst auf.

1. Zum Beginn des Westfeldzugs und den Siegen 1940 | Nach den Siegen im Westen im Sommer 1940 ordnete der Geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) am 24. Juni 1940 das reichsweite Läuten der Kirchenglocken an: "Das Unfassbare ist durch Gottes gnädige Führung Wirklichkeit geworden. […] In tiefster Ehrfurcht beugen wir uns vor Gott, der durch unseren Führer und die Tapferkeit unserer Soldaten Großes an uns getan hat."

2. Zum Überfall auf die Sowjetunion (Juni 1941) | Unmittelbar nach dem Angriff auf die UdSSR sandten die Leiter der evangelischen Landeskirchen (u.a. Sachsen, Thüringen, Nassau-Hessen, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Lübeck, Pfalz) am 30. Juni 1941 ein Ergebenheitstelegramm an Adolf Hitler: "Mein Führer! Vom tiefen Mitwissen um die geschichtliche Größe der Stunde bewegt, grüßen die unterzeichneten Leiter deutsch-evangelischer Landeskirchen Sie an der Spitze des Heeres, das nunmehr die tödliche Gefahr des bolschewistischen Untermenschentums niederschlägt und damit die christliche Kultur Europas vor dem Untergang rettet. […] Wir rufen unsere Gemeinden zum treuen Gebet für Sie und unsere unvergleichlichen Soldaten auf."

3. Der evangelische Feldbischof Franz Dohrmann | Der höchste evangelische Militärseelsorger, Feldbischof Franz Dohrmann, begründete den Russlandfeldzug in seinen Verordnungen für die Kriegspfarrer rein weltanschaulich-theologisch: "Es gilt, den mörderischen, gottlosen Bolschewismus zu zerschlagen. Unsere Soldaten kämpfen an der Ostfront nicht nur für die Heimat, sondern als Werkzeuge Gottes zur Errettung des christlichen Abendlandes vor der Bestie aus dem Abgrund." (Aus einem Aufruf an die Feldgeistlichen, Sommer 1941)

4. Thüringer Evangelische Kirche (Deutsche Christen) | Der thüringische Landesbischof Hugo Rönck trieb die rassistische und antisemitische Aufladung des Krieges im August 1941 in einem Hirtenbrief auf die Spitze: "Der Kampf im Osten ist der Endkampf unseres Volkstums gegen die jüdisch-bolschewistische Weltpest. Es gibt kein Zurück mehr. Gott hat unseren Führer gerufen, diese Ausgeburt der Hölle zu vernichten. Jeder evangelische Christ steht mit seinem Blut für diesen heiligen Sieg ein."

II. KATHOLISCHE KIRCHE (DEUTSCHE BISCHOFSKONFERENZ / EPISKOPAT)

Obwohl die katholische Kirche im Landesinneren im sogenannten "Klostersturm" Schikanen durch das NS-Regime erlebte, unterstützte das Episkopat den Krieg nach außen hin loyal. Der Russlandfeldzug wurde kollektiv als Abwehrkampf gegen den Kommunismus legitimiert.

1. Der Fuldaer Hirtenbrief der deutschen Bischöfe (Juni 1941) | Wenige Tage nach dem Überfall auf die Sowjetunion versammelten sich die deutschen Bischöfe in Fulda. Im gemeinsamen Hirtenbrief vom 26. Juni 1941 erklärten sie: "In dieser ernsten Stunde des Kampfes im Osten mahnen wir unsere katholischen Soldaten, im Vertrauen auf Gott ihre Pflicht im Geist der Aufopferung zu tun. Wir rufen die Gläubigen auf, im Gebet Gottes Schutz für unsere Truppen zu erflehen, damit der mörderische Bolschewismus, der die Kirche und die menschliche Ordnung vernichten will, endgültig überwunden werde."

2. Der Hirtenbrief der Kölner und Paderborner Kirchenprovinz (Juni 1941) | Besonders deutlich formulierten es die Bischöfe im Westen Deutschlands unter Führung von [[falsch: Erzbischof Joseph Frings (Köln) und]] Lorenz Jaeger (Paderborn) im Sommer 1941: "Ein Kampf von weltgeschichtlicher Bedeutung ist entbrannt. Es geht um die Rettung der christlichen Kultur vor dem Ansturm des gottlosen Bolschewismus. Dem Führer und Volk treu zu dienen, ist für den katholischen Christen eine heilige, von Gott auferlegte Pflicht."

3. Bischof Clemens August Graf von Galen (Münster) | Bischof von Galen ist berühmt für seine mutigen Predigten gegen die NS-"Euthanasie" im Juli und August 1941. Doch exakt in derselben Phase legitimierte er den Russlandfeldzug vollkommen unkritisch. In einem Hirtenbrief vom 14. September 1941 schrieb er: "Ein Kampf gegen die Pest des Bolschewismus, die das christliche Leben in unserem Vaterland und in ganz Europa zu vernichten drohte. […] Wir sehen es als Gottes Fügung an, dass unser Heer gerufen ist, diese Gefahr niederzuwerfen. Unsere Tapferen opfern ihr Blut für Gott und Vaterland."

4. Militärbischof Franz Justus Rarkowski | Der katholische Feldbischof der Wehrmacht nutzte eine extrem kriegstreiberische und religiös verklärte Sprache. In seinem Hirtenbrief zu Weihnachten 1940 führte er aus: "Das deutsche Volk hat ein sauberes Gewissen und geht mit reinem Schild in diesen Kampf. […] Der Soldat, der an der Front steht und sein Leben für das Vaterland einsetzt, erfüllt das höchste Gebot der christlichen Nächstenliebe." - Zum Jahrestag des Kriegsbeginns am 1. September 1941 legte Rarkowski mit Blick auf den Osten nach: "Der Kampf gegen den Bolschewismus ist ein heiliger Kreuzzug für die Erhaltung des Glaubens und der Gesittung. Wer im Osten fällt, fällt als christlicher Held im Kampf gegen die Mächte der Finsternis."

5. Erzbischof Conrad Gröber (Freiburg) | Gröber, der anfangs als "brauner Bischof" galt, beschwor in einem Fastenhirtenbrief 1942 die moralische Pflicht zum totalen Durchhalten an der Front: "Wir beten für den Sieg der deutschen Waffen. Denn ein Sieg des Bolschewismus würde das Ende des Christentums auf europäischem Boden bedeuten. Daher gibt es für uns Katholiken kein Zaudern: Pflichterfüllung bis zum Letzten ist das Gebot der Stunde."

III. SYSTEMATISCHES FAZIT DER ZITATE

Die Dokumente verdeutlichen, dass beide Kirchenführungen ab 1940 eine theologische Mobilmachung betrieben. Die Zitate zeigen drei feste Argumentationsmuster:

1. Gottgewollte Obrigkeit: Der Kriegsdienst wurde über den biblischen Römerbrief 13 ("Jedermann sei untertan der Obrigkeit") zur absoluten religiösen Pflicht erhoben.

2. Das Feindbild Bolschewismus: Der Gegner wurde metaphysisch als "Ausgeburt der Hölle", "Pest" oder "Untermenschentum" entmenschlicht, was den brutalen Vernichtungskrieg psychologisch entlastete.

3. Der Opfertod als Martyrium: Das Sterben an der Ostfront wurde sakralisiert. Der Tod für das nationalsozialistische Deutschland wurde Versprechen auf das ewige Leben im christlichen Sinne umgedeutet.

E. Die Rolle der Bekennenden Kirche (BK)

Entgegen einem weit verbreiteten Gründungsmythos war die Bekennende Kirche keine politische Widerstandsorganisation gegen den Nationalsozialismus im Allgemeinen oder gegen den Krieg im Speziellen. Ihr Widerstand entzündete sich 1934 (Barmer Theologische Erklärung) primär an der Verteidigung der kirchlichen Autonomie gegen die Gleichschaltung durch die NS-treuen "Deutschen Christen".

Nationale Loyalität: Als der Russlandfeldzug 1941 begann, stand die überwältigende Mehrheit der Bekennenden Kirche - darunter prominente Figuren wie der Landesbischof Theophil Wurm - fest hinter Volk und Vaterland. Der Antikommunismus war in der BK ebenso tief verankert wie im Rest der Kirche. Man trennte strikt zwischen der Ablehnung der NS-Rassenideologie im Inland und der Pflicht, den Staat im Kampf gegen den äußeren, "gottlosen" Feind zu unterstützen.

Schweigen zu den Staatsverbrechen: Während Einzelpersonen wie Dietrich Bonhoeffer aus christlicher Überzeugung im echten, politischen Widerstand agierten, tat dies die BK als Institution nicht. Auch sie rief zu Fürbitten für den Führer und den Sieg der deutschen Truppen im Osten auf. Das Entsetzen über den stalinistischen Terror lähmte jede potenzielle Kritik an den deutschen Verbrechen in der Sowjetunion.

F. Die Nachwirkungen

Die theologische und ideologische Verstrickung in den Vernichtungskrieg im Osten wurde nach 1945 von beiden Kirchen nur zögerlich aufgearbeitet. Die Existenz der Militärseelsorge und die unkritische Unterstützung der Kriegspropaganda wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit oftmals verklärt oder ignoriert, da der Antikommunismus auch im geteilten Nachkriegsdeutschland fortwirkte.

VERTIEFUNG: DIE NACHKRIEGSAUFARBEITUNG | Nach 1945 war die Aufarbeitung dieses Kapitels in beiden Konfessionen über Jahrzehnte von Verdrängung, Legendenbildung und Kontinuität geprägt.

  • Das Stuttgarter Schuldbekenntnis (1945): Im Oktober 1945 formulierte die neu gegründete Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das Stuttgarter Schuldbekenntnis. Es war ein wichtiger Schritt, blieb jedoch abstrakt ("… dass wir nicht mutiger bekannt … haben"). Die konkrete Mitschuld an der moralischen Absicherung des Vernichtungskrieges und die Verstrickung der Wehrmachtsseelsorge wurden gezielt ausgespart.
  • Die "Zwei-Legenden-Strategie": (1) Die Legende von der sauberen Wehrmachtseelsorge: Ehemalige Kriegspfarrer prägten in ihren Memoiren das Bild, sie seien an der Ostfront ausschließlich als überparteiliche "Tröster, Nothelfer und Retter der Menschlichkeit" aufgetreten. Ihre aktive ideologische Funktion in der Predigtpraxis wurde verschwiegen. - (2) Die Legende der unbefleckten Kirche: Die Kirchen (insbesondere die katholische Kirche unter Verweis auf den "Kirchenkampf" und die BK auf evangelischer Seite) inszenierten sich kollektiv als Opfer oder gar als Kern des Widerstands gegen Hitler.
  • Der Kalte Krieg als Aufarbeitungsbremse: Da der Antikommunismus ab Ende der 1940er Jahre im Zuge des Kalten Krieges im Westen wieder zur staatlichen Doktrin wurde, sahen die Kirchenführer keinen Grund, ihre antibolschewistischen Predigten von 1941 kritisch zu hinterfragen. Die alten Feindbilder blieben im Kern kompatibel.

Späte Kehrtwende in der Forschung: Erst ab den 1980er und verstärkt in den 1990er/2000er Jahren öffneten die kirchlichen Archive systematisch ihre Türen für kritische Historiker. Studien wiesen detailliert nach, wie sehr die Feldpostbriefe und Predigten der Geistlichen den Vernichtungscharakter des Krieges moralisch überhaupt erst tragbar machten. Eine offizielle, rückhaltlose Anerkennung dieser Mitschuld durch die Kirchenspitzen erfolgte größtenteils erst im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert.

(KI-Text!)

Literaturhinweise des Projektes "Kirche & Weltkrieg" (Internet-Ressourcen)

Der oben dokumentierte KI-Text ist selbstredend mangels einer persönlichen Autorenschaft nicht als Beitrag zur kirchengeschichtlichen Forschung zitierbar. Zum 85. "Gedenktag" des genozidalen deutschen Vernichtungskrieges gegen "Russland" (mit weit über 20 Millionen Opfern) weist das Projekt https://kircheundweltkrieg.wordpress.com/ auf folgende Internet-Ressourcen hin (Forschenden wird empfohlen, die Digitalbücher abzuspeichern, da sich die URL-Angaben Ende 2026 verändern werden).

Q_2015 | "Es droht eine schwarze Wolke". Katholische Kirche und Zweiter Weltkrieg. Erster Band: Lesesaal - Diskussion - Impulse. Herausgegeben von Peter Bürger im Auftrag von pax christi, Bundesvorstand und Kommission Friedenspolitik. Berlin: pax christi - Deutsche Sektion e.V. 2015. Freie Digitale Erstausgabe. https://neu.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Buchtipps/pcKIRCHEuWELTKRIEG20150921.pdf

Q_2019a | Im Sold der Schlächter. Texte zur Militärseelsorge im Hitlerkrieg. Herausgegeben von R. Schmid, Th. Nauerth, M.-W. Engelke, P. Bürger. Norderstedt: BoD 2019. Freie Digitale Erstausgabe https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/edition-pace-etc/im-sold-der-schl%C3%A4chter/

Q_2019b | Peter Bürger (Red.): "Erfüllt eure Pflicht gegen Führer, Volk und Vaterland!" Römisch-katholische Kriegsvoten aus den deutschen Bistümern und der Militärkirche Arbeitshilfe zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen. Düsseldorf, 28.08.2019. https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/01b-AH-Bisch%C3%B6fe-Hitlerkrieg-2019-08-28.pdf

Q_2021a | Dietrich Kuessner: Die Deutsche Evangelische Kirche und der Russlandfeldzug. (= Kirche & Weltkrieg, Band 7). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W07_digitalbibliothek.pdf

Q_2021b | Dietrich Kuessner: Der christliche Staatsmann. Ein Beitrag zum Hitlerbild in der Deutschen Evangelischen Kirche und zur Kirchlichen Mitte. (= Kirche & Weltkrieg, Band 10). Norderstedt 2021. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W09_digitalbibliothek.pdf

Q_2021c | Heinrich Missalla: Die Kirchliche Kriegshilfe im Zweiten Weltkrieg. (= Kirche & Weltkrieg, Band 8). Eine Organisation des Deutschen Caritasverbandes. Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W08_digitalbibliothek.pdf

Q_2021d | Kriegsworte von Feldbischof Franziskus Justus Rarkowski. Edition der Hirtenschreiben und anderer Schriften 1917 - 1944. (= Kirche & Weltkrieg, Band 9). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W09_digitalbibliothek.pdf

Q_2021e | Peter Bürger: "Germanen versus Slawen". Der größte Genozid der Geschichte: "Antislawismus" als Völkermord-Ideologie hinter dem deutschen Vernichtungskrieg im Osten. In: telepolis, 22.06.2021. https://www.heise.de/tp/features/Germanen-versus-Slawen-6113363.html

Q_2021f | Wolfgang Stüken: Hirten unter Hitler. Die Rolle der Paderborner Erzbischöfe Caspar Klein und Lorenz Jaeger in der NS-Zeit (Kirche & Weltkrieg, Band 12). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W12_digitalbibliothek.pdf

Q_2022a | Heinrich Missalla: Rundbriefe und Predigtskizzen für die deutsche katholische Wehrmachtseelsorge. Eine Dokumentation zu Angeboten der "Kirchlichen Kriegshilfe" 1940-1944. (Kirche & Weltkrieg, Band 14). Norderstedt: BoD 2022. Freie Digitale Erstausgabe https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&W14_digitalbibliothek.pdf

Q_2022b | Peter Bürger: "Infokrieg: Unternehmen Barbarossa". Vor 81 Jahren setzte Deutschland den Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion in Bewegung. - Politik, Militärs, Medien und Wissenschaftsbetrieb bevorzugten ideologische "Expertisen" ohne Wirklichkeitsgehalt. In: Telepolis, 22.06.2022. https://www.telepolis.de/article/Frueher-Infokrieg-Unternehmen-Barbarossa-7147746.html

Q_2022c | Peter Bürger: Die "Auserwählten" in Russland. Christliche Soldaten der Wehrmacht - eine Erinnerung zum 81. Gedenktag des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion. In: Lebenshaus Schwäbische Alb - Website, 22.06.2022. https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014313.html

Q_2025a | Die Versöhnung mit Russland als Auftrag. Eine Textdokumentation mit drei Beiträgen von Ulrich Frey, Werner Krusche und Wolfram Wette. (Reihe: edition pace 2025). Hamburg: BoD 2025. Freie Digitale Erstausgabe https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2025/09/soki-Versoehnung-Russland_2025-08-26.pdf

Q_2025b | Peter Bürger: Bischofsbeistand für Hitlers Völkermord-Feldzug gen Russland. Das Beispiel des Paderborner Kardinals Lorenz Jaeger: "Menschen, fast zu Tieren entartet". Zum Gedenktag zum Beginn des NS-Völkermordes in Russland am 22. Juni 1941. In: Overton-Magazin, 22.06.2025. https://overton-magazin.de/top-story/bischofsbeistand-fuer-hitlers-voelkermord-feldzug-gen-russland/  

Veröffentlicht am

17. Juni 2026

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