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1. August: Pacemakers Rad-Sternfahrt nach Bretten statt 16. Pacemakers Marathon

"Hiroshima und Nagasaki mahnen - Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!"

Corona-bedingt sind die Pacemakers als Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen in diesem Jahr nicht mit dem traditionellen Marathon über 340 km unterwegs. Stattdessen führt am 1. August bis zu 100 Radsportler aus vielen Teilen Baden-Württembergs und Rheinland-Pfalz sowie Südhessen mit der Sternfahrt unter dem Motto "Hiroshima und Nagasaki mahnen - Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!" nach Bretten. Von 13 bis 15 Uhr findet auf dem Parkplatz des technischen Rathauses, Hermann-Beuttenmüller-Str. 6, eine Kundgebung u.a. mit Reden und Musik statt. Organisiert von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Baden-Württemberg, dem RSC Bretten in Kooperation mit der Stadt Bretten.

Am 6. August, jährt sich der Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima zum 75. Mal. Der Einsatzbefehl des US-Präsidenten wurde Ende Juli in Potsdam getroffen. Drei Tage später explodierte die zweite Atombombe über Nagasaki. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. In einem gemeinsamen Aufruf, der am selben Tag auch in Tageszeitungen veröffentlicht wird, heißt es: "Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen! Heute bedrohen uns weltweit noch immer mehr als 13.000 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren - alleine 2019 gaben sie 73 Milliarden US-Dollar für Atomwaffen aus. Auch in Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für die Atombomben in Büchel angeschafft werden. Damit würde die nukleare Teilhabe für die kommenden Jahrzehnte festgeschrieben."

Roland Blach, Koordinator der Pacemakers und Geschäftsführer der DFG-VK Baden-Württemberg: "Wir fordern mit der Sternfahrt als Teil vielfältiger Aktionen der deutschen ICAN-Partnerorganisationen von der Bundesregierung, keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen, Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und zu ratifizieren". Die internationale Kampagne ICAN (International Campaign to Abolish Nukes) war maßgeblich am Zustandekommen dieses Vertrages beteiligt. ICAN erhielt für diese Bemühungen 2017 den Friedensnobelpreis, zusammen mit ca. 500 Partnern weltweit. Zu diesen Partnern zählt auch die DFG-VK.

"Wir freuen uns sehr, dass die baden-württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras als Schirmfrau zur Verfügung steht und ein Grußwort von ihr in Bretten zu hören sein wird", zeigt sich Blach motiviert. Zudem unterstützen gemeinsam die Oberbürgermeister Wolff (Bretten), Dr. Kurz (Mannheim) und Hirsch (Landau) mit ihrer Schirmherrschaft die Anliegen der Pacemakers. Von den eigentlichen Etappenorten Neckargemünd, Mannheim, Heidelberg, Kaiserslautern und Landau werden sich Radsportler mit Grußworten der Stadt auf den Weg nach Bretten machen. Mit Mannheim hat jüngst die 98. deutsche Stadt den ICAN-Städteappell zum Verbot von Atomwaffen beschlossen.

Quelle: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Baden-Württemberg - Pressemitteilung vom 23.07.2020.

Weblinks:

Veröffentlicht am

23. Juli 2020

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