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“Bundeswehrpatenschaft” vor der Auflösung

Es ist zwar nicht dem Protest von Lebenshaus Schwäbische Alb zu verdanken, dass die "Patenschaft" der Stadt Gammertingen mit einer Kompanie der Bundeswehr in Sigmaringen in näherer Zukunft wieder aufgelöst werden wird. Dennoch wird es diese Auflösung zwangsläufig geben. Denn der Bundesverteidigungsminister hat gleich die gesamte Auflösung des Bundeswehrstandorts Sigmaringen bekannt gegeben.

Die Stadt Gammertingen war im Jahr 2009 eine "Patenschaft" mit einer in Sigmaringen stationierten Bundeswehreinheit eingegangen. Im Mai 2010 wurde die gesamte Titelseite des örtlichen Amtsblatts genutzt, um Propaganda für diese "Bundeswehrpatenschaft" zu betreiben und über einen öffentlichen "Verabschiedungsappell" in der Kreisstadt Sigmaringen zu berichten, bei dem auch und Soldaten der "Patenschaftskompanie" der Stadt Gammertingen in den Kriegseinsatz nach Afghanistan geschickt wurden. Um einen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung in dieser Frage zu leisten, und um deutlich zu machen, dass die Soldaten nicht in unserem Namen in den Krieg geschickt werden, haben wir als Verein Lebenshaus Schwäbische Alb daraufhin einen "Offenen Brief wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges" an den Bürgermeister der Stadt Gammertingen verfasst und Unterschriften gesammelt. In diesem Brief wurde gegen die "Patenschaft" protestiert und gefordert, diese wieder zu beenden. Gleichzeitig wurde die Gemeinde aufgefordert, sich für zivile Alternativen im Afghanistan-Krieg einzusetzen und Kommunale Friedensarbeit zu fördern. Siehe “Offener Brief” an Bürgermeister wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges .

Bekanntlich hat das Stadtoberhaupt von Gammertingen den Dialog mit seinen Kritikern verweigert und stattdessen deren unerbittliche Bekämpfung vorgezogen - und dabei selbst vor Kriminalisierung und nachhaltigem Einsatz für eine Hausdurchsuchung im Lebenshaus nicht zurückgeschreckt. Siehe die ausführliche Übersicht über Artikel und Aktionen im Zusammenhang mit der "Bundeswehrpatenschaft" der Stadt Gammertingen sowie weiteren Infos zum Thema .

Nun hat sich der Ansatz, unter anderem mittels "Patenschaften" den Bundeswehrstandort Sigmaringen zu erhalten, als völliger Fehlschlag erwiesen. Denn das Führungsunterstützungsbataillon 291, zu dessen 4. Kompanie die Stadt Gammertingen eine "Patenschaft" einging, wird vollständig aufgelöst. Damit geht dann folgerichtig nicht nur dieses Bündnis zu Ende. Es zeigt sich vielmehr, dass es sinnvoll gewesen wäre, wenn sich unsere Lokalpolitiker frühzeitig für zivile Alternativen und Standortkonversion eingesetzt hätten, wie von uns vorgeschlagen.

Ausführlich dazu im Artikel von Michael Schmid:

Fußnoten

Veröffentlicht am

06. Dezember 2011

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