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Protest gegen Atompolitik der Bundesregierung formiert sich

Anti-Atom-Mahnwachen in zahlreichen Städten für Montagabend angekündigt. Organisatoren werden von Anmeldungen überrannt.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Wir wollen mit diesen Mahnwachen der Opfer in Japan gedenken und gleichzeitig deutlich machen, dass wir von der Bundesregierung eine radikale Kehrtwende in der Atompolitik verlangen. Das Gerede von der sicheren Atomkraft muss ein Ende haben. Sie ist keine Brückentechnologie. Die Brücke ist in diesen Tagen zusammengebrochen.

Wir haben am Samstagmittag den Aufruf zu den Mahnwachen gestartet und sind überwältigt von der Resonanz. Derzeit geht alle fünf Minuten eine neue Mahnwachen-Anmeldung bei uns ein. Wir kommen gar nicht mehr hinterher, alle auf unserer Webseite abzubilden. Die Zahl der Städte, die mitmachen, wird sich also bis Montagabend noch deutlich erhöhen

Die Menschen in Deutschland sind schockiert von den Ereignissen in Japan, aber sie sind nicht gelähmt. Ganz im Gegenteil. Tausende werden aktiv und verlangen von der Bundesregierung Konsequenzen. Die Zeit der falschen Sicherheitsversprechen ist vorbei. Die AKW müssen stillgelegt werden.

Zwischenstand der Mahnwachen auf der Karte auf http://www.ausgestrahlt.de Wir tragen ständig weitere Orte ein.

Mahnwache in Gammertingen: Montag, 14.03.2011, 18.00 Uhr am Stadtbrunnen in der Sigmaringer Straße. Mehr:  Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!

Bundesregierung soll nicht reden, sondern handeln"

Zu den Ankündigungen der Bundesregierung, die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke angesichts der Katastrophe im japanischen Fukushima zu überprüfen, erklärt Jochen Stay:

"Röttgen und Merkel holen die Segel ein, um dem wachsenden atomkritischen Wind aus der Gesellschaft zu entgehen. Dabei wollen sie weiter auf Atom-Kurs bleiben und die Stilllegung der AKW verhindern.

So lange mit Gerald Hennenhöfer ein Atomlobbyist Chefaufseher für die AKW ist, haben wir Null Vertrauen, dass der Regierung die Sicherheit der Bevölkerung wichtiger ist, als die Gewinninteressen der Stromkonzerne.

Wenn in einem Hochtechnologie-Land wie Japan die Sicherheit der Reaktoren nicht gewährleistet werden kann, dann gilt Gleiches für Deutschland. Das bisher schon von den AKW-Betreibern eingeräumte Restrisiko erscheint in einem völlig neuen Licht. Keines der deutschen Kraftwerke wäre heute noch genehmigungsfähig. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, die Atomkraftwerke jetzt stillzulegen.

Es reicht nicht, wenn der Bundesumweltminister in salbungsvollen Worten mitteilt, er habe gelernt, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Dann muss er auch die Konsequenzen daraus ziehen.

Tauchen bei Autos Produktionsfehler auf, machen die Hersteller eine Rückrufaktion und ziehen alle Wagen aus dem Verkehr, bis die Fehler behoben sind. Wir erwarten von der Bundeskanzlerin keine hohlen Worte, sondern Handeln: Ziehen sie die gefährlichen Meiler aus dem Verkehr!"

Quelle: . ausgestrahlt - Gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilungen vom 13.03.2011.
 

Hinweise:

Auf der Lebenshaus-Website finden sich zahlreiche Artikel zur Atomkraft, Atomausstieg, Tschernobyl (siehe hierzu z.B. Tags unten).

Der mit Abstand am häufigsten aufgerufene Artikel auf unserer Website beschreibt eindrucksvoll die Folgen des Super-Gaus von Tschernobyl:

Veröffentlicht am

13. März 2011

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