Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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70 Jahre: Theodor Ebert - Artikelsammlung in Lebenshaus-Website

70 Jahre alt geworden ist am 6. Mai 2007 Theodor Ebert, der bis 2002 Professor für Politische Wissenschaft am Otto Suhr Institut der Freien Universität Berlin war. Von 1972 bis 1984 war er zudem Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und von 1984 bis 1996 Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.

Seit einer gemeinsamen Studienreise durch die USA im Jahr 2001 ("Auf den Spuren von Martin Luther King"), an der auch mehrere unserer Mitglieder teilnahmen, besteht ein persönlicher Kontakt zum Lebenshaus. In den vergangenen Jahren ist die Lebenshaus-Website zur Veröffentlichungsplattform zahlreicher Reden und Artikel Theodor Eberts im Internet geworden.

Der in Stuttgart geborene Theodor Ebert hat sich von Mohandas K. Gandhi und Martin Luther King zu gewaltfreien, direkten Aktionen und zu Entwürfen gewaltfreier Politik anregen lassen. Historische Beispiele haben ihn in seinem Glauben bestärkt, dass der bewusste Einsatz gewaltfreier Mittel eines der zentralen Anliegen bei der Gestaltung und Verteidigung einer Gesellschaft sein müsse. Gewaltfreiheit verstand er nie als ein Zufallsprodukt, ein taktisches Instrumentarium, sondern als ein bewusst aus tiefster Überzeugung und Achtung vor menschlichem Leben eingesetztes Mittel. Deshalb war ihm der Aspekt, Gewaltfreiheit zu erlernen und einzuüben, besonders wichtig. Durch seine Arbeit hat er viele Menschen ermutigt, der Gewaltfreiheit bei der Gestaltung zukünftiger Entwicklungen eine Chance einzuräumen bzw. die Gewaltfreiheit überhaupt als einen bedeutsamen Faktor betrachten zu können.

Übrigens hatte Theodor Ebert einen sehr frühen Bezug zur Schwäbischen Alb dadurch, dass er 1942 wegen des Bombenkrieges nach Münsingen evakuiert wurde, bevor die Familie 1946 wieder nach Stuttgart zurückkehren konnte. Dieses frühe Kriegserlebnis sollte bleibende Spuren für die spätere Kriegsgegnerschaft und das Interesse am gewaltfreien Lebensengagement hinterlassen. Wir freuen uns, dass wir heute von der Schwäbischen Alb aus zur Weiterverbreitung seiner Erkenntnisse beitragen dürfen.

Wir wünschen Theodor Ebert auf seinem Weg trotz angeschlagener Gesundheit die Kraft, sich weiter für die Gewaltfreiheit einsetzen zu können. Gleichzeitig möchten wir ihm danken für sein Werk und seine Impulse, mit der er wesentlich dieses Anliegen gefördert hat.

Die Artikelsammlung von Theodor Ebert findet sich auf der Lebenshaus-Website unter dem Schwerpunkt "Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden":

Unter dem Schwerpunkt "Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden" sind auch Artikel von und über zahlreiche weitere gewaltfreie Vorbilder zu finden, etwa Mohandas K. Gandhi, Martin Luther King, Daniel und Philip Berrigan, Dorothee Sölle, Hildegard Goss-Mayr, Klaus und Hanne Vack, Andreas Buro und Wolfgang Sternstein. Mehr unter

Veröffentlicht am

07. Mai 2007

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