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Russland/China: Brisant

Von Karl Grobe - Kommentar

Russland hat Erdöl und Erdgas, China braucht Energierohstoffe. Das ist das beherrschende Thema beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Moskau. Und das definiert genauer, was zwei frühere Präsidenten - Jiang Zemin und Boris Jelzin - vor gut 15 Jahren eine strategische Partnerschaft genannt haben. Russland ist darin der Rohstoff-Lieferant. Am chinesischen Außenhandel ist es mit gerade zwei Prozent nur am Rande beteiligt. Außer Rohstoffen und Waffen hat es nicht viel Attraktives auf Lager. Jedenfalls nicht für Chinas Markt.

Mit seinen Rohstoffen kann Russland taktvolles Schweigen über gewisse Trübungen seiner Demokratie erkaufen; sofern da noch Demokratie ist und nicht nur deren Anschein, der “Demokratismus” bestimmter Auswahl- und Ernennungsverfahren, deren Ergebnis vorher festliegt. Freilich reden die chinesischen Führer den russischen nicht in die Innenpolitik hinein; sie machen es ja selber nicht anders. Da gibt es keine Irritationen. Da laufen die Geschäfte unbefangen, ohne andere Skrupel als solche, die dem Kapitalismus eigen sind, auch dem staatlichen.

Außerdem geht es um schiere Außenpolitik. Nordkorea und Iran stehen ebenso auf der Tagesordnung wie die Frage, auf welche Weise man den USA entgegenwirken kann. Und wie man Zentralasien von ihnen fernhält. Die Brisanz dieser Themen sollte man nicht unterschätzen.

Quelle: Frankfurter Rundschau   vom 28.03.2007. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Karl Grobe.

Veröffentlicht am

28. März 2007

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