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Ostermärsche 2017 starten

Bundesweit mehr als 90 Veranstaltungen und Aktionen - Krieg in Syrien wird wichtiges Thema bei den Ostermärschen

Von Gründonnerstag bis Ostermontag melden sich an mehr als 90 Orten in der Bundesrepublik Gruppen im Rahmen der traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung zu Wort. Zu den Hauptthemen zählen der Krieg in Syrien mit seiner aktuellen Zuspitzung, Atomwaffen, Rüstungsexporte sowie die Erhöhung der Rüstungsausgaben. Traditionell finden die Ostermärsche in regionaler und lokaler Verantwortung statt mit einer starken thematischen Vielfalt. Angesichts der vielen weltweiten Krisen erwartet das Netzwerk Friedenskooperative etwas mehr TeilnehmerInnen dieses Jahr, sofern das Wetter mitspielt.

"Die Anzahl der Aktionen bewegt sich dieses Jahr leicht über dem Niveau der Vorjahre", so Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative, dass einen Umfangreichen Informationsservice zu den Ostermärschen anbietet. "Wie schon im vergangenen Jahr sind erneut einige neue Städte hinzugekommen bzw. nach längerer Pause wieder dabei. Dazu zählen Emden, Wittmund und Dülmen. Aufgrund der vielen sich weltweiten zuspitzenden Konflikten und Krisen wird Frieden für viele Menschen wieder ein wichtiges Anliegen", so Kristian Golla.

Zentrale Themen der Ostermärsche 2017

Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative sieht als zentrale Themen der diesjährigen Ostermärsche den Krieg in Syrien, die Bedrohung durch Atomwaffen, den Stoppt deutscher Rüstungsexporte sowie die zunehmende Aufrüstung in Deutschland und weltweit. Weitere wichtige Themen sind der weiterhin ungelöste Konflikt in der Ost-Ukraine, die zunehmenden Spannungen zwischen der NATO und Russland, Krieg als Fluchtursache sowie Auslandseinsätze der Bundeswehr. Auch Frieden für Afghanistan und der Schutz von Geflüchteten sind wichtige Forderungen der Friedensbewegung.

Die Ostermärsche fordern Frieden für Syrien und die gesamte Nahost-Region. "Der Einsatz von Chemiewaffen ist aufs Schärfste zu verurteilen, darf jedoch nicht als Rechtfertigung genutzt werden für neues Unrecht", betont Ingenleuf. Und weiter: "Der US-Raketenangriff auf Syrien bricht mit internationalem Recht. Statt immer wieder mit Waffengewalt zu reagieren müssen endlich zivile Lösungsansätze ausgebaut und eingesetzt werden um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen."

Das Thema Abschaffung und Verbot der Atomwaffen ist auch weiterhin eine zentrale Forderung der Ostermärsche. "Die Gefahr eines Atomkrieges ist wieder gestiegen. Weltweit rüsten alle Atomwaffenstarten ihre Nuklearwaffenarsenale auf. Ebenfalls nehmen die Spannungen zwischen den Staaten zu. Allen voran zwischen den USA und Russland, aber auch ganz aktuell mit Nordkorea, die wohl bald einen neuen Atomwaffentest durchführen werden", so Ingenleuf. Das Netzwerk Friedenskooperative fordert daher gemeinsam mit den OstermarschiererInnen, dass sich Deutschland an den Verhandlungen zu einem Atomwaffenverbot beteiligt, sowie den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel. "Dass Deutschland sich nicht an den Verhandlungen beteiligt, ist ein riesiger Skandal!", betont Ingenleuf.

Bundesweit mehr als 90 Veranstaltungen und Aktionen

Nach dem Ostermarsch am Gründonnerstag in Erfurt starten am Karfreitag die Ostermärsche u.a. in Biberach, Bruchköbel, Chemnitz, Dortmund, Gronau, Jagel und Stuttgart. In Gronau startet der Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage und steht unter dem Motto "Urananreicherung und Waffenexporte sofort stoppen! Atomausstieg jetzt - (atomare) Aufrüstung stoppen!". In Stuttgart heißt es bei der Auftaktveranstaltung zum Ostermarsch "50 Jahre sind genug: EUCOM schließen, Atomwaffen verbieten".

Am Karsamstag geht es mit dem Ostermarsch in Mainz los. In Berlin lautet das Motto "Abrüsten". Der Ostermarsch Baden-Württemberg in Stuttgart startet mit dem Motto "Verantwortung für den Frieden - nicht für den Krieg" genau um 5 vor 12 Uhr. In Leipzig heißt es "Krieg beginnt hier - stoppen wir ihn hier!" und in Gießen "Waffen sind Fluchtursachen". In Ansbach geht es an der US-Kaserne los. Weitere Ostermärsche finden statt u.a. in Augsburg, Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Ellwangen, Erbach/ Michelstadt, Erfurt, Erlangen, Flensburg, Fulda, Gießen, Hannover, Heilbronn, Karlsruhe, Kiel, Leipzig, Mainz, Mannheim, München, Münster, Ohrdruf, Oldenburg, Saarbrücken, Traunstein, Wedel, Wismar, Wolfsburg und Würzburg.

Am Ostersonntag startet der Ostermarsch Rhein Ruhr an seinem zweiten Tag mit einer Fahrradetappe von Essen nach Bochum. In Bonn findet ein Spaziergang durch die Stadt unter dem Motto "Sag NEIN zu Krieg und Gewalt! Sag Ja zur Menschlichkeit!" statt. In Frankfurt an der Oder findet der Ostermarsch an der polnischen Grenze statt.

Zum Abschluss am Ostermontag wird in Büchel für den Abzug der dort stationierten Atomwaffen demonstriert. Die letzte Etappe des Ostermarsches Ruhr führt von Bochum zur Abschlusskundgebung nach Dortmund. In Frankfurt steht der Ostermarsch unter dem Motto "Die Waffen nieder" und aus den umliegenden Städten wie Darmstadt, Gießen und Offenbach stoßen Friedensbewegte zur Kundgebung auf dem Römerberg. Beim Internationalen Bodensee-Friedensweg in Friedrichshafen heißt es: "Von der Kriegslogik zu einer Friedenskultur - unser Weg". In Müllheim findet der 20. Ostermarsch statt. In Hamburg heißt es "Den Kriegen zum Trotz: Frieden jetzt! Sofort!". Weitere Ostermärsche finden am Montag statt in Breitenbach, Fürth, Nürnberg, Gardelgen, Hagen, Kassel, Landshut, Magdeburg, Marburg, Sassnitz sowie im schweizerischen Bern.

Quelle: Netzwerk Friedenskooperative - Pressemitteilung vom 13.04.2017.

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Veröffentlicht am

13. April 2017

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