Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Ferienaktion sehr gut angekommen

Gammertingen, 3.6.2001: Auf großes Interesse ist die Ferienaktion für Einheimische und Flüchtlinge “Miteinander geht es ja!” gestossen, die das Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. gemeinsam mit dem Ökumenischen Freundeskreis Asyl Gammertingen in der vergangenen Woche veranstaltet hat. Davon zeugen über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an einem, an mehreren oder an allen fünf Nachmittagen teilgenommen haben.

Auf dem Gelände des Lebenshauses in Gammertingen gab es vielfältige Angebote. Das Anmalen von Baumwolltaschen, Glasmalerei, das Basteln von Häusern aus Karton, Geschicklichkeitsspiele und Seifenblasen machen fand bei jung und alt großen Anklang. Ebenso Tischtennis und andere Spiele. Alle genossen die bereitgestellten Getränke und das Essen im “Café International”, wofür viele Menschen Obst und Kuchen gespendet hatten.

Ein weiterer Höhepunkt war die von Hanna Vöhringer und Moritz Menzel vorbereitete Schnitzeljagd, an der rund 35 Menschen mit riesigem Spaß teilnahmen.

Auf große Begeisterung stieß ein Ausflug am Mittwoch letzter Woche mit einem extra gecharterten Bus nach Hausen ins Donautal, an dem sich bei herrlichem Wetter über 50 Menschen beteiligten. Bei Picknick, Minigolf spielen und baden vergingen die Stunden wie im Fluge.

An einem weiteren Tag hatte die katholische Pastoralassistentin Ruth Fehling Spiele mit einem Riesenfallschirm vorbereitet. Zum Ausklang am Freitag ging es dann rund um’s Lebenshaus wieder etwas ruhiger zu.

Katrin Warnatzsch vom Lebenshaus, Hauptorganisatorin der Ferienaktion, zeigte sich hoch erfreut über die insgesamt positive Reaktion. “Offensichtlich war die Ferienaktion besonders für Flüchtlinge ein attraktives Angebot und eine willkommene Abwechslung zu ihrer ansonsten sehr schwierigen Situation”, meinte sie. Diese Menschen könnten mangels finanzieller Mittel auch an keine Urlaubsreisen und andere Ferienunternehmungen denken. Aber auch Einheimischen, die teilnahmen, hätte die Sache Spaß gemacht.

“Gelungen ist die Aktion auch unter dem Gesichtspunkt internationale Begegnung”, zog der Geschäftsführer des Lebenshauses, Michael Schmid positive Bilanz. Denn aufgrund der Teilnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden aus vielen Ländern hätten einheimische Menschen die Möglichkeit gehabt, sich Menschen aus fremden Ländern anzunähern. Sie hätten etwas über über Politik, Gesellschaft, Kultur und Religion in den Herkunftsländern von Flüchtlingen lernen können. Schließlich habe es auch die Gelegenheit gegeben, etwas über das Schicksal von Flüchtlingen mitzubekommen. Flüchtlinge hätten andererseits erleben können, daß sie nicht völlig isoliert in ihrem Asylbewerberheim seien. Außerdem habe die Möglichkeit bestanden, Beziehungen zu Einheimischen zu entwickeln, die möglicherweise längerfristig tragen.

Schmid wies abschließend darauf hin, dass der Lebenshaus-Verein als spendenabhängige Non-Profit-Organisation dringend auf weitere Spenden angewiesen sei, um die entstandene größere Finanzierungslücke zu decken. Da es sich bei den Asylsuchenden um Menschen ohne Einkommen handele, die lediglich ein schmales Taschengeld erhalten würden, sei dieser Personengruppe die kostenlose Teilnahme ermöglicht worden. Das Schließen des Finanzloches sei auch notwendig, weil das Lebenshaus zusätzlich zu seinen laufenden Aktivitäten für die Sommerferien wieder eine Ferienaktion für Einheimische und Flüchtlinge plane.

Michael Schmid

Veröffentlicht am

03. Juni 2001

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