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Kundgebung am “Tag des Flüchtlings” 2020 und am “Internationalen Tag der Gewaltfreiheit”: “Menschen & Rechte sind unteilbar!” / “Keine Abschiebungen nach Afghanistan!”

"Menschen & Rechte sind unteilbar!" / "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!" 

Einladung zur Kundgebung zum "Tag des Flüchtlings" 2020 und zum "Internationalen Tag der Gewaltfreiheit":

Freitag, 2. Oktober 2020, 18.00 bis ca. 19.00 Uhr, Stadtbrunnen

Sigmaringer Straße in Gammertingen

Der "Tag des Flüchtlings" 2020 erinnert an die umfassende Gültigkeit der Menschenrechte und weist auf die massive Verletzung der Rechte geflüchteter Menschen, auf deren Ausgrenzung und Diskriminierung hin.

Krieg, Verfolgung, Existenznot sind Gründe, warum sich Menschen auf wacklige Schlauchboote begeben, um nach Europa zu kommen. Sie suchen menschenwürdige Aufnahme, aber viele von ihnen erreichen nie einen sicheren Hafen. Sie stoßen mitten im Meer auf brutale Abwehr und es gibt rechtswidrige brutale Pushbacks in der Ägäis. Oft genug sterben geflüchtete Menschen. Geflüchtete, die es an Land schaffen, werden in Haftlagern an der Grenze interniert, es wird ihnen der Zugang zu fairen Asylverfahren verweigert oder sie werden nach Verfahren an der Grenze abgeschoben. Lager wie Moria nehmen den Menschen ihre Würde und ihre Rechte. Deutschland und die Europäische Union sind für das Leid und Sterben von Flüchtlingen mitverantwortlich.

Dazu kommen Abschiebungen in Kriegsländer wie z.B. Afghanistan. Letztmals am 11. März 2020 wurde der 33. Sammelabschiebeflieger aus Deutschland nach Kabul mit 39 abgelehnten Asylbewerbern gestartet. Danach hat die Bundesregierung zwar aufgrund einer Bitte der afghanischen Regierung Abschiebungen mit Hinweis auf die schwere Coronakrise dort im Land ausgesetzt. Doch Aussetzung bedeutet eben keinen grundsätzlichen Abschiebestopp. Im August schien es aufgrund verschiedener Hinweise so, als ob die Bundesregierung tatsächlich ausgesetzten Abschiebungen wieder aufnehmen wollte. Vermutlich wurde damals ein für diesen Monat vorgesehenen Abschiebeflug nicht durchgeführt, weil die Regierung in Kabul einem solchen keine Landeerlaubnis erteilt hat. Wie auch immer: Es muss damit gerechnet werden, dass der nächste Abschiebeversuch nach Afghanistan jederzeit gestartet werden könnte.

Zur Erinnerung: Der Krieg in Afghanistan dauert seit 40 Jahren an. Das Gewaltniveau ist hoch. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen hat den Halbjahresbericht über den Schutz von Zivilist*innen im bewaffneten Konflikt veröffentlicht. Demnach ist der Konflikt in Afghanistan nach wie vor einer der tödlichsten weltweit. Knapp 3.500 zivile Opfer im 1. Halbjahr 2020 - und das sind nur die registrierten Zahlen. Dazu kommen u.a. Covid_19, Hungersnöte, Vertreibungen.

Wir laden für den "Tag des Flüchtlings" am 2. Oktober zu einer Kundgebung in Gammertingen ein. Wir möchten dabei an die Bedeutung der Menschenrechte erinnern. Menschenrechte sind die unveräußerliche Grundlage demokratischer Gesellschaften. "Menschen & Rechte sind unteilbar!" Das verbinden wir mit der Forderung nach einem endgültigen, generellen Abschiebestopp nach Afghanistan und einem Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

Weiter knüpfen wir bei unserer Protestkundgebung auch daran an, dass der 2. Oktober der Geburtstag des Revolutionärs, Widerstandskämpfers und Pioniers der Gewaltfreiheits-Strategie Mahatma Gandhi ist und dieser Tag seit 2007 als "Internationaler Tag der Gewaltfreiheit" begangen wird. Damit soll laut UN die universelle Bedeutung der Gewaltfreiheit unterstrichen und das Ziel verfolgt werden, eine "Kultur des Friedens, der Toleranz, des Verständnisses und der Gewaltlosigkeit" zu schaffen.

Bitte informiert andere Menschen, kommt selber zur Protestveranstaltung.

Teilnehmende müssen entsprechend der geltenden Coronaverordnung einen Mindestabstand von 1,5 Meter zueinander sowie zu übrigen Personen einhalten.

Veranstalter: Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Veröffentlicht am

02. Oktober 2020

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