Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg - Wir bleiben dabei: Frieden schaffen ohne Waffen

Mahnwache zum Antikriegstag

Am Montag, 1. September 2014, findet in Gammertingen eine Mahnwache anlässlich des 75. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs und des 100. Jahrestags des Ersten Weltkriegs statt. Die Mahnwache beginnt um 18.00 Uhr am Stadtbrunnen in der Sigmaringer Straße in Gammertingen. Ende: 18.30 Uhr.

Vor 100 Jahren, am 1. August 1914, wurde der Erste Weltkrieg begonnen, der sich zu einem industriellen Massenmord entwickelte, einem regelrechten "Menschenschlachthaus", der rund 17 Millionen Menschenleben forderte.

Vor 75 Jahren, am 1. September 1939, überfielen deutsche Truppen Polen - der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der über 55 Millionen Menschen den Tod brachte.

Nach diesen Katastrophen sind wir leider auch heute sehr weit von der Verwirklichung der Vision entfernt, nach der Kriege überwunden sind und Frieden ohne Waffen geschaffen wird.

So gab und gibt es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weit über 100 Kriege, durch die weltweit mindestens 25 Millionen Menschen gestorben sind. Und alleine in den vergangenen zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben aller Länder der Welt zusammengerechnet um über 50 Prozent auf etwa 1750 Milliarden US-Dollar (2012) gestiegen. Mit diesem Geld hätten akute Probleme wie Armut und Hunger, Ausbau der Gesundheitsfürsorge oder der Kampf gegen die Klimaerwärmung gelöst werden können.

Krieg - oft als "humanitärer Einsatz" bemäntelt - ist zu einem "normalen" Mittel der Politik geworden. Hochrangige Vertreter aus Regierung und Staat wie Bundespräsident Joachim Gauck, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklären heute, es sei an der Zeit, dass Deutschland international militärisch mehr tun müsse und von seiner angeblich bisher praktizierten zurückhaltenden Rolle Abstand nehmen müsse. Die Bundeswehr wird von einer früheren "Verteidigungsarmee" in eine weltweit einsetzbare Interventionstruppe umgestaltet.

Vor 125 Jahren hat Bertha von Suttner gefordert: "Die Waffen nieder". "Nie wieder Krieg" lautete das Motto von Antimilitaristen und Pazifisten nach dem Ersten Weltkrieg. Das Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" unseres Freundes Ulli Thiel wurde zu dem Motto der Friedensbewegung ab den späten 1970er Jahren. Alle diese Leitsprüche sind heute noch sehr aktuell.

Angesichts eines weitgehenden Rückfalls in die Kalter-Kriegs-Rhetorik und des Irrsinns von Kriegen, Aufrüstung und Rüstungsexporten muss das Engagement für weltweite Abrüstung und Überwindung von Militär und Militarismus auf der Tagesordnung bleiben. Dazu gehören auch der Einsatz für ein Verbot von Rüstungsproduktion und Rüstungsexporten, Zivile Konfliktbearbeitung.

Bei der Mahnwache am 1. September wollen wir der Opfer vergangener und gegenwärtiger Kriege gedenken und angesichts der deutschen Macht- und Militärpolitik zum Ausdruck bringen, dass wir dabei bleiben:

"Die Waffen nieder" - "Nie wieder Krieg" - "Frieden schaffen ohne Waffen"

Veranstalter: Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie


Weitere Informationen und Termine

Auf der Lebenshaus-Website gibt es eine Reihe von Artikel, Reden unter dem Schlüsselbegriff:

Beim Netzwerk Friedenskooperative findet sich eine Textsammlung zur

Am 1. September finden in ganz Deutschland Antikriegs-Veranstaltungen statt. Auf der Website des Netzwerk Friedenskooperative findet sich eine

 

Veröffentlicht am

01. September 2014

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