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Pfingstmontag: “MenschenStrom gegen Atom”

Über 60 Organisationen aus 4 Ländern laden ein, die Atomenergie hinter uns zu lassen - Aufwind durch neue Berichte zur Urangewinnung

 

Die Stromkonzerne wollen in der Schweiz neue Atomkraftwerke bauen. Dagegen regt sich heftiger Widerstand, der nun an die frische Luft getragen wird. Atomenergie ist teuer, dreckig und gefährlich. Zur Aktion "MenschenStrom gegen Atom" sind alle Menschen eingeladen, welchen die Atomkraft ungeheuer ist. Interessierte, AKW-GegnerInnen und Neugierige jeden Alters wandern am 24. Mai gemeinsam von Aarau oder Däniken via Mülidorf beim AKW Gösgen nach Olten. Lebenshaus Schwäbische Alb unterstützt den Protest von "MenschenStrom gegen Atom".

Für die OrganisatorInnen des MenschenStroms ist die Atomkraft eine Dinosaurier-Technologie, die abgeschafft werden muss. Die neuesten Berichte zu Gefährdung, Verschmutzung und Energieaufwand bei Abbau und Anreicherung des Urans geben der Bewegung Aufwind. http://uranstory.ch .

Der MenschenStrom startet an zwei Orten: Wer gerne ein, zwei Stunden länger wandern möchte, beginnt um zehn Uhr in Aarau; wer es etwas gemächlicher nehmen möchte, um 11.12 Uhr oder 11.46 Uhr in Däniken, in Sichtweite des Atomkraftwerkes Gösgen (abgestimmt auf die Ankunft der Züge). In Mülidorf bei Gösgen/Däniken vereinigen sich die zwei MenschenStröme zu einem. Hier findet eine Startkundgebung mit Picknick statt. Unter anderem wird die Nationalrätin Brigit Wyss eine kurze Ansprache halten. Songpoet Aernschd Born und die Schweizer Rap-Beatbox Queen Steff la Cheffe sorgen für Unterhaltung.

Nach dem Picknick werden die Beteiligten die Atomkraft buchstäblich hinter sich lassen und sich zu Fuß Richtung Olten aufmachen. Das Abschlussfest des MenschenStroms steht unter dem Motto "die Zukunft ist erneuerbar". Unter anderem erwartet uns mit Nationalrat Ruedi Rechsteiner eine prominente Persönlichkeit aus der politischen Mitte.

Um einen friedlichen Verlauf der Veranstaltung sicherzustellen, gelten die von den OrganisatorInnen vorgeschlagenen Gewaltfrei-Richtlinien. Der MenschenStrom ist mit den Behörden abgesprochen und findet in einem sicheren Umfeld für jung und alt statt. Über 80 Organisationen, Gruppen und Parteien aus der Schweiz sowie aus Frankreich, Deutschland und Österreich tragen den Protestanlass mit. Lebenshaus Schwäbische Alb gehört zu diesen Organisationen, welche die Trägerschaft von "MenschenStrom gegen Atom" bilden.

Mitorganisator Michael Tanner sagt: "Die Pläne der Energiekonzerne mögen im letzten Jahrhundert noch modern getönt haben. Mittlerweile sind sie veraltet: Das atomare Dinosaurier-Zeitalter ist vorbei."

Leo Scherer, Atomspezialist, ergänzt: "Die Gefahr liegt darin, dass zurzeit viele Menschen in der Schweiz noch glauben, die Atomkraft lasse sich nicht durch bessere Technologien ersetzen. Darum sind die abwegigen Pläne der staatlichen Stromkonzerne nicht zu unterschätzen. Es ist jetzt wichtig, dass sich die viele Leute dagegen organisieren und vernetzen. Der MenschenStrom bietet die Gelegenheit dazu. Hier können sich Menschen begegnen, die nicht zulassen wollen, dass wir weiterhin von der Atom-Industrie bedroht werden."

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Fußnoten

Veröffentlicht am

24. Mai 2010

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