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Andreas Zumach: Was wollen wir in Afghanistan?

Vortragsveranstaltung

mit Andreas Zumach aus Genf (Journalist, Träger des Göttinger Friedenspreis 2009)

Montag, 31. August 2009

19.30 Uhr im Johannes-Zwick-Haus  in Riedlingen (Goldbronnenstr. 1): 

Was wollen wir in Afghanistan?

 

In Afghanistan findet ein Krieg mit deutscher Beteiligung statt. Dieser droht zu einer langjährigen Auseinandersetzung ohne Perspektive zu werden, mit der NATO und Deutschland als Kriegsparteien.

Dabei stößt die auf dem NATO-Gipfel Anfang April beschlossene weitere Ausweitung der Truppenstärke und der Kriegshandlungen in Afghanistan und inzwischen auch in Pakistan auf immer größere Kritik in der Öffentlichkeit.

Welche eigenen Interessen verfolgt die Bundesregierung am Hindukusch? Sind die Interessen Deutschlands und Europas im Afghanistankonflikt identisch mit jenen der USA? Was könnte und müsste Deutschland beitragen zu einer "Strategieänderung" in Afghanistan, die diesen Namen wirklich verdient? Dazu gehört vorrangig das deutliche Zurückfahren des militärischen Engagements, dessen Beendigung innerhalb weniger Monate, die Umsetzung einer Strategie der Zivilen Konfliktbearbeitung für Afghanistan und die Übernahme einer Vermittlerrolle Deutschlands sowohl zwischen den innerafghanischen Konfliktparteien als auch mit den Interventionsmächten.

Die Veranstaltung findet am Vorabend des 70. Jahrestags des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und dem damit begonnenen Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 statt. Aus Deutschlands Verbrechen gegen den Frieden ist eine Verantwortung Deutschlands für den Frieden erwachsen. Kann diese Friedensverantwortung mit der Beteiligung an neuen Kriegen wahrgenommen werden?

Der Referent Andreas Zumach arbeitet im Palais des Nations, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf als Korrespondent u.a. für die tageszeitung (taz) sowie für den Rundfunk. Am 7. März wurde ihm der Göttinger Friedenspreis 2009 verliehen. Zumach hat sich vor allem als Kritiker der sogenannten Präventivkriege in Serbien, Afghanistan und im Irak einen Namen gemacht. Er warnt nachdrücklich davor, dass zur Sicherung der Ressourcen, aus denen der Energiebedarf der Welt gedeckt wird, "Präventivkriege" in Zukunft Teil der Weltpolitik sein werden.

Veranstalter: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Kath. Kirchengemeinde Riedlingen, Evang. Kirchengemeinde Riedlingen.

Kontakt: Bernd Geisler Tel.: 07371-909220

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Veröffentlicht am

31. August 2009

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