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Friedensgala 2006 - Verleihung des Stuttgarter Friedenspreises der AnStifter an Wolfram Hülsemann

Freitag, 17.11.2006 um 19.30 Uhr im Theaterhaus in Stuttgart

Friedensgala 2006


mit

  • Sebastian Hahn, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. ‘Asanga’- Multi- Percussion.
  • Beate Klarsfeld, Paris, Fils et Filles des Deportés Juifs de France. Die couragierte Frau, die mit einem Schlag - Kurt-Georg Kiesinger! -berühmt wurde. Mit ihren Gedanken zur ‘Kultur der Erinnerung’ eröffnet Beate Klarsfeld die Friedensgala.
  • Wolfram Hülsemann, Potsdam, Friedenspreisträger 2006, ein Streiter gegen rechte Gewalt. Vorsitzender des Vereins ‘Brandenburg gegen Rechts’, der sich mit mobilen Beratungsteams für bürgerschaftliches Engagement und eine demokratische Kultur einsetzt- den Mitteln im Kampf gegen rechte Gesinnung.
  • Dr. Uwe-Carsten Heye, Laudatio, Vorsitzender von ‘Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland’. Schriftsteller und Chefredakteur des Vorwärts
  • Gee Hye Lee Trio ein buntes, vielfältiges und mitreißendes Repertoire mit einem extravaganten Hauch von Klassik. Gee Hye Lee, Seoul, am Piano: Der absolute Geheimtipp der internationalen Jazzszene
  • Axel Kühn, Kontrabass (“Kühntett”), Marcel Gustke, Schlagzeug
  • Georg Schramm, Deutschlands gemeinster Kabarettist. Mit seinen Polemiken nimmt Georg Schramm den Zeitgeist aufs Korn
  • Moderation Jale Yoldas, Deutsch-Türkisches Forum Stuttgart
  • Peter Grohmann, das letzte Wort vom Koordinator von ‘DieAnstifter InterCulturelle Initiativen e.V.’

Die AnStifter, Unruhe ist erste Bürgerpflicht! AnStifter ist ein Projekt engagierter Zeitgenossen und ermuntert zum kritischen Diskurs. Der Stuttgarter Friedenspreis wird von 100 AnStifter vergeben. Lebenshaus Schwäbische Alb ist neben vielen anderen wieder Partner des Projekts der AnStifter und der Friedensgala.

Kartenvorbestellung beim  Theaterhaus Stuttgart .

Stuttgarter Friedenspreises der AnStifter an Wolfram Hülsemann

Wolfram Hülsemann ist ein profilierter und engagierter Streiter gegen rechte Gewalt und für eine demokratische Kultur. Zu zu DDR-Zeiten war er als Stadtjugendpfarrer in Ostberlin lange Jahre in der Bürgerbewegung aktiv. Heute ist er Leiter des Brandenburgischen Institutes für Gemeinwesenberatung, Demokratie und Integration und Vorsitzender bei “Brandenburg gegen rechts e.V”. Das Institut ist eine Frucht der Arbeit Wolfram Hülsemanns als Leiter der Mobilen Beratungsteams gegen rechte Umtriebe.

Die Arbeit folgt der Erkenntnis, dass rechte Gesinnung und rechte Gewalt nicht (allein) mit der Polizei bekämpft werden können und daß der Kampf um Freiheit und Demokratie sich mit der Wiedervereinigung nicht erübrigt hat. Die Mobilen Beratungsteams bestehen aus PädogogInnen, PfarrerInnen, SoziologInnen, die gezielt in einzelnen Gemeinden eingesetzt werden, um nach der Analyse einer Region oder eines Dorfes mit den Menschen vor Ort (lokale Autoritäten, Schulen, Vereinen, Verbänden und Jugendliche außerhalb der Vereine) gemeinsam Strategien zu entwickeln, die sie dann selbst mit den dort vorhandenen Möglichkeiten umsetzen können. Ziel ist die Stärkung der demokratischen Werte einer Zivilgesellschaft und die Abwehr rechtsextremer und rassistischer Entwicklungen und Übergriffe - in diesem Sinne arbeitet auch das Bürgerprojekt der AnStifter, das Hülsemann am 17.11. im Theaterhaus den Stuttgarter Friedenspreis 2006 verleiht.

Mit dem Preis werden jedes Jahr vom Bürgerprojekt AnStifter Initiativen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich “in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität engagieren”.

An zweite Stelle wählten die Stuttgarter AnStifter Monika Hauser von der Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale, gefolgt von Bischof Alvaro Ramazzini aus Guatemala für seinen Einsatz um ein “Lebensrecht auf Wasser”. Unter den Erstplatzierten sind auch die Berliner Anwältin Seyran Ates, der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann, die Initiative Kinder aus Tschernobyl und die chinesische Cyberdissidentin Liu Di.

Das Preisgeld für Zivilcourage und Friedensarbeit kommt “aus der Mitte der Bürgerschaft”, wie Peter Grohmann, Koordinator der AnStifter, formulierte. Man hofft, dass die Auszeichnung eine offenere Auseinandersetzung mit rechter Gewalt befördert und den Blick für die “braune Dunkelziffer” schärft.

“Wir wissen, dass die meisten rechten Gewalttaten und Übergriffe in den neuen Ländern gar nicht erst angezeigt werden, weil die Betroffenen Angst vor Repressionen und kein Vertrauen zu den Behörden haben”. Ein nicht geringer Teil der ostdeutschen Bevölkerung hege zudem ein gewisses Verständnis für die Gewalttäter. Die Forderung von Innenminister Schäuble oder Ministerpräsident Platzek, es dürfe keine “No Go”-Areas geben, gehe vollkommen an der Realitaet vorbei. Die so genannten `befreiten Gebiete’ und No-Go-Areas werden immer größer. “Es gibt Gegenden, da wohnt kein einziger Ausländer mehr”, sagte Peter Grohmann vor der Presse.

Weblinks:



Hinweis auf eine weitere Veranstaltung:

Kommen die (Neo)Nazis wieder?

Nein. Sie sind längst da

Angekommen in der Mitte der guten deutschen Gesellschaft.


Vortrag und Diskussion

mit Wolfram Hülsemann, Potsdam (Friedenspreisträger der AnStifter 2006)

über Wege und Möglichkeiten, Stopp! zu sagen.


Do, 16.11. 2007, 19.30 h, Kulturzentrum Merlin
(Augustenstraße 62, Stuttgart-West)


Musikalische Eröffnung des Abends: Thomas Friz (ehedem Zupfgeigenhansel)

Diskussionsleitung: Christoph Strecker

Veröffentlicht am

17. November 2006

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