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“Iran-Konflikt: Akteure, Interessen und Wege aus der Eskalation”

Einladung zur Landestagung und öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Internationalen. Versöhnungsbundes, Landesgruppe Baden-Württemberg

Sonntag, 12. November 2006, 11.00 - 17.00 Uhr

Tagungsort: Karlsruhe

(Bonhoeffer-Haus der Evang. Studierendengemeinde, Gartenstr. 29 a)

11.00 Uhr Arbeit des baden-württembergischen Versöhnungsbundes. Mosaik der Friedensarbeit. Mitglieder berichten.

12.30 Uhr Mittagspause (Mittagessen wird über einen Pizzaservice bestellt)

13.30 Uhr “Aktuelles aus dem Iran”

Clemens Ronnefeldt berichtet über seine Reise in den Iran

Vom 2.-12. Dezember 2005 besuchte Clemens Ronnefeldt eine 16-köpfige Friedensdelegation des Internationalen Versöhnungsbundes u.a. die jüdische Gemeinde in Teheran, sprach mit dem jüdischen Vertreter im iranischen Parlament, hatte Begegnungen mit Studierenden der Hochschule für Journalistik in Teheran, traf sich mit dem Erzbischof der armenischen Kirche in Esfahan und diskutierte mit der Frauen-Gesellschaft gegen Umweltverschmutzung in Teheran. Unter den 15 US-amerikanischen Mitgliedern der Delegation waren auch zwei Vertreter jüdischen Glaubens. Als einziger Europäer nahm der Friedensreferent des deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, Clemens Ronnefeldt, an der Reise teil.

Nach seiner Reise kam Clemens Ronnefeldt zu dem Schluss: Der iranische Präsident repräsentiert nicht das iranische Volk, was die antiisraelischen Äußerungen Ahmadinedschads betrifft.

14.30 Uhr Kaffeepause (es wäre schön, wenn einige Kuchen mitgebracht würden)

15.00 Uhr “Iran-Konflikt: Akteure, Interessen und Wege aus der Eskalation”

Vortrag von Clemens Ronnefeldt

Im Streit um das iranische Atomprogramm geht es im Kern um die Frage eines regionalen Ungleichgewichtes: Während Israel, Pakistan, Indien und Russland in unmittelbarer Nachbarschaft des Iran über Atomwaffen verfügen, versuchen die USA deren Besitz der Regierung in Teheran zu

verbieten. Der Druck aus Washington und Jerusalem nimmt auch in dem Maße zu, wie die Reformer im Iran immer mehr an Boden verlieren und die Macht der Mullahs wächst.

Teilweise verfolgen die EU und die USA ähnliche Ziele, so die Eindämmung des schiitischen Einflusses in der Region Libanon, Syrien, Irak und Iran sowie die Einbettung der Region in die wirtschaftliche Globalisierung, teilweise aber auch konträre, insbesondere im iranischen Atomkonflikt.

  • Kriegskritische Stimmen innerhalb der Europäischen Union, der UN, von Russland und China,
  • Institutionen in den USA, die vor einem US-Militärschlag warnen,
  • der Druck der internationalen Friedensbewegung
  • und die Bereitschaft der iranischen Regierung zu ernsthaften Verhandlungen

können bewirken, dass trotz der weit fortgeschrittenen Eskalation ein Militärschlag oder neuer Krieg vermieden werden können, die die gesamte Region in Aufruhr setzen würden. Vieles wird davon abhängen, wie der Krieg zwischen Hisbollah und israelischer Regierung, der in gewisser Weise Stellvertreterfunktion besitzt, für die Interessen der USA auf der einen und denen von Syrien und Iran auf der anderen Seite, zu einem Ende gebracht wird.

Zu der öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung um 15 Uhr laden ein: Internationaler Versöhnungsbund Landesgruppe Baden-Württemberg, Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Evangelische Studierenden Gemeinde Karlsruhe, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Pax Christi, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion

Angaben zur Person: Clemens Ronnefeldt, Dipl.-Theol., Studium an der Johannes-Gutenberg-Universität und an der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen in Frankfurt von 1981-86. Seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


Anfahrtsbeschreibung: Das Bonhoeffer-Haus der Evang. Studentengemeinde befindet sich in der Gartenstr. 29a / Ecke Friedensstraße. Der Fußweg vom Karlsruher Hauptbahnhof = ca. 10 - 15 Minuten. Mit der Straßenbahn vom Bahnhof = nach links mit der Linie 4 oder 6 bis zur Haltestelle Karlstor (an d. Kriegsstraße). Ulli Thiel bietet freundlicherweise aber auch Abholservice an. Wer diesen nutzen will, sollte Ulli Thiel vorher Bescheid geben (Tel. 0721-552270) und dann vor dem Haupteingang des Bahnhofes nach einem gelben VW-Bus Ausschau halten, der zum Bonhoeffer-Haus fährt.

Infos u. Anmeldung: Internat. Versöhnungsbund LG Baden-Württ., c/o Michael Schmid, Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, Mail: michael.schmid@lebenshaus-alb.de .

Veröffentlicht am

12. November 2006

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