Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Leben zwischen Grenzen - Eine christliche Palästinenserin berichtet vom Leben in Bethlehem und Beit Jala

Das Lebenshaus Schwäbische Alb bietet gemeinsam mit dem Versöhnungsbund ? Landesgruppe Baden-Württemberg im Spätsommer bzw. während der FriedensDekade im November zwei Veranstaltungen zu dem sehr aktuellen, hoch brisanten Konflikt zwischen Israel und Palästina an.

16. September 2004 ? 20.00 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen:

Leben zwischen Grenzen - Eine christliche Palästinenserin berichtet vom Leben in Bethlehem und Beit Jala

Faten Mukarker ist eine sehr beeindruckende Frau, die auch schon mehrfach im ARD und ZDF aufgetreten und interviewt worden ist. Sie wurde 1956 in Bethlehem geboren, kam als Kleinkind mit Eltern und Geschwistern nach Deutschland und wuchs hier auf. Mit 20 heiratete sie in Beit Jala/Bethlehem. Seit dieser Zeit lebt sie dort mit ihrer Familie.

Die Gräuelbilder aus dem heiligen Land, die tagtäglich in unseren Nachrichten zu sehen sind, die Meldungen von palästinensischen Attentaten und sogenannten israelischen Vergeltungsaktionen lassen den Betrachter im sicheren Deutschland schnell abstumpfen gegenüber der alltäglichen Gewalt und der deprimierenden Lage der dort lebenden Menschen.

Als christliche Palästinenserin schildert Faten Murkarker in ihren Vorträgen das Leben zwischen nationalen und religiösen Grenzen und erzählt in ihrer eindringlichen und einprägsamen Art von dem sehr spannungsvollen Alltag, was z. B. eine mehrwöchige Ausgangssperre, was Wasserrationierung in einem subtropischen Land bedeutet; sie berichtet von der neuen Mauer, die das Land weiter zerteilt, aber auch davon, wie die Gewalt Land und Menschen verändert.

Faten Mukarker möchte mit ihrem Lebensbericht auf das Los ihres Volkes aufmerksam machen und Verständnis wecken für die Forderung nach einem gerechten Frieden. Trotz Gewalt und Terror sieht auch sie die einzige Chance für die Zukunft der Region in Friedens- und Versöhnungsbereitschaft, die von beiden Seiten kommen muss.

Ein Muss für alle, die nicht nur aus einem Blickwinkel informiert sein wollen.

Veranstalter: Lebenshaus + Versöhnungsbund ? Landesgruppe Baden-Württemberg, Eintritt: 5 ?.

>> Mehr zu Faten Mukarker findet sich hier: Briefe und Texte von Faten Mukarker

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12. November 2004 ? 20.00 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen:

Vortragsveranstaltung: “Warum kommt das Heilige Land nicht zur Ruhe?”

Die Hintergründe des jahrzehntelangen israelisch-palästinensischen Konflikts werden Inhalt eines Vortrags sein, den Pfr. Hansmartin Volz, Vorstandsmitglied im Lebenhaus-Verein.

In seinem Kern ist der israelisch-palästinensische Konflikt ein Territorialkonflikt. Beide Völker, Juden und Palästinenser, streiten zum den Besitz desselben Gebietes. Tragisch dabei ist, dass die einen mit der Gründung des israelischen Staates das Ende einer langen Katastrophengeschichte von Vertreibung und Diasporaexistenz erreichen wollten, damit aber die Katastrophe des palästinensischen Volkes einläuteten. So setzt sich die lange Leidensgeschichte des jüdischen Volkes heute in der Leidensgeschichte des palästinensischen Volkes fort. Die Lösung, einen binationalen Staat zu schaffen, wird von beiden Seiten abgelehnt. Aber auch mit dem Mauerbau und der Bantustierung palästinensischer Gebiete wird es in Israel keinen Frieden geben. Ohne deutliche Schritte aufeinander zu, ohne die “gegenseitige Anerkennung des Rechts auf friedliche und sichere Existenz in sicheren, anerkannten Grenzen,” wie es die Genfer Initiative vom 1.12.03 fordert, wird es keinen Frieden geben. Doch bisher ist auch diese Erklärung der Friedenswilligen nur ein Stück Papier, nicht mehr. Denn der Mauerbau geht weiter und die Terrorakte hören auf beiden Seiten nicht auf.

Veranstalter: Lebenshaus + Versöhnungsbund ? Landesgruppe Baden-Württemberg

Veröffentlicht am

16. September 2004

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