Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Stuttgart: Konferenz “Alternativen zur Gewalt - Handlungsperspektiven für eine friedliche Welt”

Das Lebenshaus Schwäbische Alb lädt gemeinsam mit anderen süddeutschen Friedens- und globalisierungskritischen Organisationen ein zu:

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Konferenz “Alternativen zur Gewalt - Handlungsperspektiven für eine friedliche Welt”

Evangelisches Mörike-Gymnasium, Stuttgart, 8. Mai 2004

59 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges steht die Weltgemeinschaft vor entscheidenden Weichenstellungen. Die Vereinten Nationen hatten 1945 erklärt, “künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.” Der Irak-Krieg hat deutlich gemacht, wie weit wir davon entfernt sind.

Die zunehmende Globalisierung verschärft nicht nur die Spannungen zwischen der westlichen und der sogenannten “Dritten Welt”. Der Kampf um (Energie-)Ressourcen und scheinbar fehlende Finanzmittel führt zur weiteren Zunahme struktureller und militärischer Gewalt. Und auch innerhalb unserer Gesellschaften verschärft sich durch den Umbau der Sozialsysteme die Kluft zwischen Arm und Reich.

Auch die UNO ist reformbedürftig. In den letzten Jahren wurde sie zunehmend zu einem Spielball der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Die Zukunftsperspektiven sind besorgniserregend. Es drohen weitere Präventivkriege, der Einsatz neuer und alter Atomwaffen sowie ein weltweiter Anstieg der Rüstungsausgaben.

Die große Protestbewegung gegen den Irak-Krieg, an der Millionen von Menschen weltweit teil hatten, und die jeweils von Hunderttausenden besuchten Sozialforen machen Hoffnung darauf, dass viele Menschen die Globalisierung nicht als Schicksal begreifen, sondern sich aktiv für eine friedliche, gerechte und ökologisch intakte Welt einsetzen wollen. Doch reicht dies aus, uns vor der “Geißel des Krieges” zukünftig zu bewahren?

Mit dieser zweiten Konferenz zum Thema “Alternativen zur Gewalt” wollen wir an den erfolgreichen Auftakt im Oktober 2002 anknüpfen, bei der die süddeutsche Friedensbewegung, Globalisierungskritiker und Teile der Ökologiebewegung zusammengeführt wurden. Wir wollen uns der Zunahme der Gewalt und dem weiteren Sozialabbau entgegen stellen, den gewaltfreien Widerstand gegen Krieg und Terror abstimmen und zugleich “Alternativen zur Gewalt” vorstellen und entwickeln.

Die Konferenz richtet sich an Friedensbewegte, GlobalisierungskritikerInnen, UmweltschützerInnen, GewerkschafterInnen, Kulturtreibende, entschlossene sowie (noch) unentschlossene BürgerInnen. Sie soll allen TeilnehmerInnen Mut machen, sich zu engagieren, Kontakte ermöglichen, Netzwerke aufbauen und vertiefen helfen sowie konkrete Aktionen und Projekte initiieren und fördern. Sie reiht sich ein in die vielen europaweiten Aktivitäten gegen die europäische Verfassung, die darin enthaltene Aufrüstungsverpflichtung und die Festschreibung einer neoliberalen Wirtschaftspolitik.

Wir streben die Ächtung des Krieges als Lösung für Konflikte an.

Eine friedliche und solidarische Welt ist möglich!

Die Veranstalter: Attac Stuttgart; Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg; Internationaler Versöhnungsbund - Landesgruppe Baden-Württemberg; Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.; Netzwerk Friedenssteuer; Ökumenisches Netz Baden-Württemberg; Ohne Rüstung Leben; Pax an - Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung e.V.; Pax Christi Rottenburg-Stuttgart

>> Homepage des Konferenzbüros: http://www.dfg-vk.de/info/8mai.php

Programm

10:00 Uhr Plenum: Auftakt/Begrüßung: Jürgen Grässlin (DFG-VK Bundessprecher)

10:10 Uhr Einführungsreferat: “59 Jahre nach Kriegsende: Von Deutschland und Europa geht nie wieder Krieg aus?! Sind wir auf dem Weg zu einem zivilen Europa?” mit Andreas Zumach (Journalist, Genf)

10:30 Uhr Foren: Analyse und Diskussion
1. Die UNO und das Völkerrecht zu Beginn des 21. Jahrhunderts (Andreas Zumach)
2. Abrüstung und Sozialabbau (Anne Rieger, Landessprecherin VVN-Bund der Antifaschisten Ba-Wü, IG Metall Waiblingen)
3. Militärmacht EU und die Militarisierung der deutschen Politik (Tobias Pflüger, IMI, Tübingen)
4. WTO-Verhandlungen: Entwicklungen, Gefahren, Chancen (Christoph Strawe, Attac Stuttgart)
5. Feindbild Islam? (Claudia Haydt, IMI, Tübingen)
6. Finanzsystem und Gewalt (Prof. Roland Geitmann, Kehl)
7. Hallo Krieg - Dokuserie zum Irakkrieg Irakische, amerikanische und deutschen Jugendliche und ihr weltweit einzigartiges Projekt, Leben und Gedanken zum Irakkkrieg mit der Videokamera festzuhalten (Andreas von Hören, Medienprojekt Wuppertal)

12:30 Uhr Mittagspause

(während der Mittagspause ist von 13.00 - 13.45 Uhr am Mahnmal am Karlsplatz Stuttgart zusätzlich eine Antikriegs-Kundgebung geplant: “Für ein solidarisches Europa, das den Krieg verweigert” - siehe unten)

14:00 Uhr Plenum

14:30 Uhr Foren, Zukunftswerkstätten: “Alternativen zur Gewalt”. Perspektiven für eine friedliche und gerechte Welt.
1. Massenvernichtungswaffen aufspüren - in New York, Stuttgart und anderswo (Wolfgang Schlupp-Hauck und Felix Dania, Pressehütte Mutlangen)
2. Versöhnung und Zivile Konfliktbearbeitung - Ein theoretisches Konzept als Praxisanleitung (Iris Simidoda, Ohne Rüstung Leben/Pax Christi)
3. Versöhnung und Widerstand in Israel/Palästina (Omry Kaplan, Gush Shalom, Israel)
4. Europäisches Sozialforum und Weltsozialforum: Erfahrungen, Chancen, Perspektiven (Attac AG Globalisierung und Krieg)
5. Entrüsten wir Daimler - Entrüsten wir die BRD: Über Kritische Aktionäre, Steuerverweigerer und entschiedenen Pazifismus (Alexander Dauensteiner, DFG-VK; Gertie Brammer, Netzwerk Friedenssteuer; Jürgen Grässlin, DFG-VK)

17:00 Uhr Plenum: Vorstellung der Projekte, gemeinsame Absprachen, Resolution/en

18:00 bis 19:00 Uhr Pause

19:30 Uhr Konzert: Grupo Sal aus Tübingen

Sechs Musiker tragen mit ihrem individuellen Stil zu einer einzigartigen Interpretation lateinamerikanischer Musik bei. Die Vertrautheit mit zeitgenössischer und klassischer Musik prägt das Arrangement traditioneller und politischer Folklore jenseits von Klischees. Eigenständige Kompositionen erweitern das Repertoire moderner lateinamerikanischer Liedermacher. Charakteristisch für Grupo Sal ist das inspirierte Zusammenspiel von Virtuosität und Leidenschaft. Die Musikprogramme “Canto del Agua” und “De Maiz y Fuego” leben vom Wechsel poetischer und kraftvoller Lieder. Hintergrund und Entstehung der Lieder werden erzählerisch eingeflochten, die Texte bei Bedarf übersetzt. In den bald zwanzig Jahren ihres Bestehens hat Grupo Sal weit über 2000 Konzerte gegeben und dabei viele Freunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefunden.

Unterstützung:
Die Konferenz kann durch Organisationen und Einzelpersonen unterstützt werden. Bundesweite und landesweite Organisationen zahlen 50 Euro Lokale Organisationen zahlen 20 Euro Einzelpersonen zahlen 10 Euro
Hinweis: Alle Unterstützer werden namentlich erwähnt, sobald der Beitrag auf dem Konto eingeht.

Spendenkonto: pax an, Konto-Nr. 361349705, BLZ 60010070, Postbank Stuttgart

Organisatorische Hinweise:
Die Konferenz lebt von Eurem Engagement und von gegenseitigem Austausch. Der Aufbau von Büchertischen ist deshalb ausdrücklich erwünscht. Um Planungssicherheit für die Veranstalter zu gewährleisten, ist eine verbindliche Anmeldung bis 1. Mai erwünscht. Die Anmeldung ist dann verbindlich, wenn der TeilnehmerInnenbeitrag bis 1. Mai auf unserem Konto eingegangen ist.

TeilnehmerInnenbeitrag und Verpflegung:
TeilnehmerInnenbeiträge mit Konzert 18/8 ?
TeilnehmerInnenbeiträge ohne Konzert 10/4 ?
Eintritt Konzert 10/6 ?

Es gibt kein zentral organisiertes Mittag/Abendessen. Die Veranstalter freuen sich über Kuchenspenden und/oder HelferInnen bei der Zubereitung von Kaffee und belegten Brötchen.

Veranstaltungsort:
Ev. Mörike-Gymnasium
Arminstr. 30
70178 Stuttgart
Telefon: (07 11) 9 60 23 - 0
Telefax: (07 11) 9 60 23 - 33

Anreisebeschreibung:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit den Stadtbahnlinien U1 und U14 bis Marienplatz. 5 Minuten Fußweg.

Mit dem Auto: www.dasoertliche.de (Mörike-Gymnasium Stuttgart eingeben)
Es sind nur wenige Parkplätze vorhanden, eine Anreise mit dem ÖPNV ist sinnvoll.

Anmeldung, und Information:
DFG-VK, Haußmmanstr. 6, 70188 Stuttgart, Tel. 0711-2155112, Fax 0711-2155214 (“für DFG-VK”), ba-wue@dfg-vk.de
Homepage des Konferenzbüros: http://www.dfg-vk.de/info/8mai.php

Anmeldung bitte bis 1. Mai einsenden - entweder per Post oder per Fax (mit Aufschrift: “für DFG-VK”) oder online.

__ Ich melde mich verbindlich für die Konferenz “Alternativen zur Gewalt” am 8. Mai in Stuttgart an und überweise den TeilnehmerInnenbeitrag in Höhe von … Euro auf das Konto von pax an, Konto-Nr. 361349705, BLZ 60010070, Postbank Stuttgart

__ Ich/Wir unterstütze/n die Konferenz “Alternativen zur Gewalt” und überweise/n den Unterstützungsbeitrag von … Euro auf das Konto von pax an, Konto-Nr. 361349705, BLZ 60010070, Postbank Stuttgart

__ Ich will/wir wollen einen Büchertisch aufbauen.

Mobilisierung
Bitte schickt mir noch … weitere Einladungsfaltblätter zu. Bitte schickt uns weitere Informationen

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Strasse

Wohnort

Telefon

e-mail-Adresse

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In Zusammenarbeit mit der Konferenz “Alternativen zur Gewalt”:

59. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

8. Mai 2004, 13.00 - 13.45 Uhr, Mahnmal am Karlsplatz Stuttgart

Antikriegs-Kundgebung: “Für ein solidarisches Europa, das den Krieg verweigert”

U.a. mit: Andreas Zumach (angefragt), Gertrud Müller (VVN), Jürgen Hahnel (war bis vor zwei Wochen im Irak), Henning Zierock (Kultur des Friedens), Beitrag Attac Stuttgart, Musik: Cida (Belo Horizonte)

Die letzten Kriege in Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Israel/Palästina haben unendlich viel Leid für die Bevölkerung gebracht und die Welt noch unsicherer gemacht. Terrorismus wurde befördert nicht überwunden. Denn Krieg ist Terror. Durch Krieg läßt sich kein Frieden schaffen, wie die dramatische Situation im Irak zeigt. Trotzdem soll jetzt auch die Europäische Union nach US-amerikanischem Vorbild für Präventivkriege und militärische Interventionen aufgerüstet werden.

Deshalb wollen wir am 8. Mai für ein friedliches und solidarisches Europa demonstrieren und gegen die aktuellen Kriege im Irak und Afghanistan. Es sprechen Referent/innen der Konferenz, Vertreter/innen von Friedensgruppen und Betroffene aus Kriegsgebieten.

Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, Am Lustnauer Tor 4, 72074 Tübingen, Tel. 07071-52200, www.kulturdesfriedens.de

Veröffentlicht am

08. Mai 2004

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