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“Stillhalten ist tödlich!” Internationaler Friedens-Aktionstag 20. März 04 an der US-Air-Base und dem Atomwaffenlager in Ramstein und anderswo

Am 20. März jährt sich zum ersten Mal der Beginn des Angriffskrieges auf den Irak. Das “Europäische Sozialforum” (in Paris) und das Weltsozialforum (in Mumbay/Bombay) haben diesen 1. Jahrestag zu einem weltweiten Aktionstag erklärt. Auch in Deutschland sind viele Veranstaltungen dazu geplant.

Inzwischen sind die Kriegsherren in großen Schwierigkeiten, ihre Lügen zur Begründung des Krieges sind offensichtlich, der “Krieg gegen den Terrorismus” ist offenbar militärisch nicht zu gewinnen, die Lage im Irak ist - vor allem für die dortige Bevölkerung - ein Desaster. In den USA und in Europa werden in Erinnerung an den Kriegsbeginn zahlreiche Aktionen gegen die “Präventivkriegs”-Doktrin und für eine zivile Politik stattfinden. Zudem geht es auch darum, uns gegen die falsche Antwort Europas auf die Dominanz der einen Supermacht USA zur Wehr zu setzen. Aufrüstung und eigene europäische Einsatztruppen für Kriege in aller Welt sind nicht der Weg für eine wünschenswerte “Friedensmacht Europa”, die auf zivile Konfliktbearbeitung und faire Kooperation vor allem mit den Ländern des Südens und der arabisch-islamischen Welt setzen müsste.

Am 20. März finden viele lokale Veranstaltungen und regionale Demonstrationen statt. Wir ermuntern zu Engagement und Teilnahme. Im Internet finden viele Informationen zum weltweiten Aktionstag unter www.friedenskooperative.de/ter20-03.htm .

Einen besonderen Akzent setzt der

Marsch zur US-Airbase/Atomwaffenlager Ramstein in der Pfalz.

Diese Demonstration, mit der ein deutliches Zeichen gegen eine unverantwortliche Kriegs- und Atomwaffenpolitik gesetzt werden soll, wird u.a. durch viele prominente Personen (z.B. Sir Peter Ustinov) unterstützt. Wir bitten darum, an dieser Aktion teilzunehmen, dafür zu werben und gemeinsame Anfahrten zu organisieren, entweder mit Bussen oder mit einem verabredeten Zeitpunkt für die Abfahrt per Bahn mit Wochenendticket.

Es wurde eine Mitfahrbörse eingerichtet.

Weitere Informationen finden sich beim Netzwerk Friedenskooperative (Aufruf unterschreiben, Bestellmöglichkeit) sowie bei IPPNW .


Auftaktkundgebung: 12.30 Uhr in Landstuhl
mit Markus Pflüger, AG Frieden Trier und Ulrich Mohr, BUND Rheinland-Pfalz
Franz Alt, Journalist
Sabine Leidig, Geschäftsführerin attac-Deutschland
Sascha Vogt, Vorstandsmitglied “freier zusammenschluss von studentInnenschaften”

Protestmarsch: 13.30 bis 15 Uhr

Abschlusskundgebung: 15-16.30 Uhr vor der US-Airbase
Mike Mc Cally, Präsident der Physicians for Social Responsibility, Boston/USA
Horst-Eberhard Richter, Gründungs- und Vorstandsmitglied IPPNW-Deutschland
Oskar Lafontaine, Ministerpräsident a.D.
Helga Trösken, Pröpstin für Rhein Main der Ev. Kirche in Hessen und Nassau
Barbara Thalheim und Jean Pacalet
Anne Haigis und Band



P.S. Als ErstunterzeichnerInnen konnten u.a. bereits gewonnen werden: Franz Alt, Baden-Baden, Dr. Thea Bauriedel, München, Senta Berger, München, Peter Betz, Minden, Prof. Ulrike Beisiegel, Hamburg, Michael Bouteiller, Lübeck, Dr. Diether Dehm, Lörrach, Prof. Dr. Iring Fetscher, Frankfurt, Sonja u. Andreas Flitner, Tübingen, Christoph Fuhrbach, Kaiserlautern, Prof. Franz Fujara, Mühltal, Johan Galtung, Oslo, Jan Gildemeister, Bonn, Günter Grass, Lübeck, Regina Hagen, Darmstadt, Stefan Herbst, Bonn, Prof. Dr. Walter Jens, Tübingen , Heiko Kauffmann, Meerbusch, Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff, Berlin, Manfred Krug, Berlin, Oscar Lafontaine, Saarbrücken, Dr. Wolfgang Liebert, Darmstadt, Gisela May, Berlin, Prof. Dr. Mohssen Massarrat, Osnabrück, Kristin Mühlenhardt-Jentz, Nürnberg, Dr. Reinhard Mutz, Hamburg, Prof. Dr. Norman Paech, Hamburg, Prof. Dr. Horst Petri, Berlin, Bergrun und Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter, Gießen, Rene Röspel, MdB, Berlin, Michael Schindhelm, Basel, Prof. Dr. Jürgen Schneider, Göttingen, Friedrich Schorlemmer, Lutherstadt Wittenberg, Hans-C. Graf Sponeck, Genf, Klaus Steack, Heidelberg, Barbara Thalheim, Berlin, Konstantin Wecker, München, Josef Weizenbaum, Berlin und Tadatoshi Akiba, Bürgermeister von Hiroshima, British Pugwash Group, International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility (INES), International Peace Bureau, Dr. David Krieger, Präsident der Nuclear Age Peace Foundation, anta Barbara/USA.


Nachfolgend der komplette Aufruf. Und hier zum Ausdrucken und Weiterverteilen als PDF-Datei .

“Stillhalten ist tödlich!” Internationaler Friedens-Aktionstag 20. März 04 an der US-Air-Base und dem Atomwaffenlager in Ramstein, Rheinland-Pfalz

Protestmarsch zur US-Air-Base und zum Atomwaffenlager Ramstein in Rheinland-Pfalz

Als Teil der am 20.3. - dem Jahrestag des Irakkriegsbeginns - gleichzeitig in vielen Ländern demonstrierenden Friedensbewegung rufen wir zum Protest gegen eine unverantwortliche Kriegs- und Atomwaffenpolitik auf.

1. Wir wehren uns gegen einen kulturellen Rückfall auf die Stufe imperialistischer, zudem völkerrechtswidriger Angriffskriege in der Art des Irakkrieges.

2. Wir fordern die vollständige Herstellung der Autorität der UN zum Schutz des Friedens auf der Basis der Gleichheit und der Ebenbürtigkeit der Völker.

3. Wir verlangen, endlich die Erfahrung zu beherzigen, dass Krieg Terrorismus nicht besiegt, sondern nur verschärft. Stattdessen sind alle Anstrengungen geboten, in Krisenregionen die friedenswilligen Mehrheiten in ihrer Widerstandskraft gegen terrorismusbereite Minderheiten zu stärken.

4. Wir protestieren schärfstens gegen die Weigerung der Atomwaffenländer, ihren Abrüstungsverpflichtungen bis hin zur Abschaffung aller Atomwaffen aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) von 1970 nachzukommen - und erst recht gegen die Modernisierung bestehender atomarer Potentiale in allen Atomwaffenländern. Neue, kleine Atomwaffen senken die Hemmschwelle ihres Einsatzes.

Vertrauen in Waffen, in denen die Energie zu millionenfacher Auslöschung von Leben konzentriert ist, raubt zwangsläufig das Vertrauen in die eigenen menschlichen Kräfte zum gewaltfreien Aufbau einer allein verlässlichen gemeinsamen Sicherheit.

Deshalb rufen wir erneut mit allem Nachdruck zu totaler atomarer Abrüstung auf und unterstreichen diesen Willen durch unseren Protestmarsch zum Atomwaffenlager und zur US-Air-Base Ramstein im Rahmen des Welt-Friedensaktionstages am 20. 3. 2004

30.000 nukleare Sprengköpfe sind noch weltweit gehortet. 65 Atombomben mit der insgesamt 150fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe, die 200 000 Menschen getötet hat, lagern in unserem Land, so auch in Ramstein.

87 Prozent der Deutschen verlangen (laut Forsa-Umfrage) die Beseitigung dieser Atombomben, die selbst nur die Gefahr bilden, gegen die sie angeblich schützen sollen.

Gemeinsam mit der großen Mehrheit der Völker aller Kontinente rufen wir:
Schluss mit der Komplizenschaft von Krieg und Terror!
Schluss mit atomarer Erpressung!

Wir fordern:
Die Abschaffung aller Atomwaffen als einen großen Schritt hin zu einer Welt ohne Krieg!

Kein Ausbau des Kriegsflughafens Ramstein!

Wir mahnen:

Stillhalten ist tödlich!

Veröffentlicht am

20. März 2004

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