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“Ein Leben für den Frieden” - Uri Avnery in Tübingen

avneri01.jpgSamstag, 11. Oktober 2003, 20.00 Uhr, Schlatterhaus Tübingen: Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery spricht über die aktuelle politische Situation in Israel und Palästina, die Arbeit der Friedensgruppe GUSH SHALOM und Friedensperspektiven im Nahen Osten.

Die Situation im Nahen Osten ist von einer katastrophalen Eskalation der Gewalt bestimmt. Eine friedliche Lösung des Israel-Palästina-Konfliktes scheint weiter entfernt denn je. Trotzdem gibt es auf beiden Seiten Menschen, die sich nicht entmutigen lassen, für eine politische Lösung des Konfliktes einzutreten.

Seit über vierzig Jahren ist Uri Avnery einer dieser Menschen, er gilt als »die politische und intellektuelle Führungsfigur der israelischen Friedensbewegung« (Frankfurter Rundschau). Unermüdlich engagiert er sich im Rahmen seiner politischen und publizistischen Arbeit für einen Dialog mit den Palästinensern und für eine Zweistaatenlösung als Grundlage einer Lösung des bereits über einhundert Jahre andauernden Palästinakonflikts.

Uri Avnery wurde in seiner langen Karriere häufig als »Prophet« bezeichnet, weil er oft treffend die politische Entwicklung voraussagte. Seine besondere Bedeutung liegt zudem in der Bereitschaft, stets das Unpopuläre auszusprechen, gegen den politischen Strom zu schwimmen und den »nationalen Konsens« in Israel zu brechen. So besuchte er jüngst demonstrativ Jassir Arafat in seinem Hauptquartier, nachdem die israelische Regierung an ihrem Tötungsvorhaben des palästinensischen Präsidenten festhielt.

Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens, Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen, AK Palästina und Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
Unterstützt wird die Veranstaltung zudem vom Kulturamt der Universitätsstadt Tübingen, Ev. Stiftskirchengemeinde Tübingen
Unkostenbeitrag: 4 Euro (erm. 3 Euro)

Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, Tel. 07071/52200,
www.kulturdesfriedens.de

Uri Avnery, geboren 1923 im westfälischen Beckum, emigrierte 1933 mit seinen Eltern nach Palästina. Er ist einer der bekanntesten israelischen Journalisten und Politiker. Von 1965 bis 1973 und von 1979 bis 1981 war er Mitglied im israelischen Parlament. Bereits 1973 initiierte er geheime Kontakte zur PLO. 1982 traf Avnery - eine Weltsensation - als erster Israeli mit Yassir Arafat zusammen. 1993 war er Mitbegründer der Friedensorganisation Gush Shalom (Friedensblock).

Preise für Uri Avnery
1995: Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück
1997: Aachener Friedenspreis und Bruno-Kreisky-Menschenrechtspreis
1998: Niedersachsenpreis
2001: Alternativer Nobelpreis
2002: Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg
2003: Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte

Uri Avnery hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter die beiden Bücher “Zwei Völker - Zwei Staaten” (Vorwort von Rudolf Augstein) und “Die Jerusalemfrage” (zusammen mit Azmi Bishara). Auf der Frankfurter Buchmesse stellt er ein neues Buch vor, “Ein Leben für den Frieden”, das anläßlich seines 80. Geburtstages im September im Palmyra-Verlag erschienen ist. Das Vorwort dazu hat die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser geschrieben. Weitere Infos unter: www.palmyra-verlag.de

Von Uri Avnery finden sich zahlreiche Artikel auf der Lebenshaus-Website:
>> Uri Avnery

Veröffentlicht am

11. Oktober 2003

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