Staatsfeinde Nummer 1 bis 5. Gegen die “Ulm 5” zieht der Staat alle RegisterVon Michèle Winkler Seit Ende April läuft im Hochsicherheitssaal in Stuttgart-Stammheim der Strafprozess gegen die sogenannten Ulm 5 – Daniel Tatlow-Devally, Crow Tricks, Leandra Rollo Valenzuela, Zo Hailu und Vi Kovarbašić. Die fünf waren vor nun bald einem Jahr, in den ersten Stunden des 8. September 2025, in eine Filiale des Waffenherstellers Elbit Systems in Ulm eingestiegen und hatten sich dort Zugang zu mehreren Räumen verschafft. Sie versahen die Räume mit Schriftzügen wie "Shut Elbit Down" oder "Baby Killer" und zerstörten insbesondere in einem Raum die Einrichtung, sowie darin gelagertes Material. Dabei filmten sie sich selbst. Videos von der Aktion gingen noch am 8. September online. Sie warteten vor Ort auf die Polizei, ließen sich festnehmen und sind seither in Untersuchungshaft in fünf verschiedenen Knästen in Baden-Württemberg und Bayern. In den Wochen nach der Festnahme gingen zuvor erstellte Videoansprachen der fünf mit ihren Begründungen für die Aktion online: Nach rund zwei Jahren Teilnahme an Protesten gegen Israels Genozid in Gaza hätten sie sich in der Pflicht gesehen, mit einer direkten Aktion in die Waffenherstellung und -lieferungen von Elbit Systems Deutschland nach Israel einzugreifen. Sie wollten auf die Rolle von Elbit als größtem israelischen Waffenhersteller und Drohnenproduzenten aufmerksam machen, ebenso wie auf Deutschlands materielle und diplomatische Komplizenschaft an Israels Genozid und Besatzung. In einer gemeinsamen Erklärung richteten sich die fünf direkt an den deutschen Staat: "Deutschland, du hast deinen Standpunkt sehr deutlich gemacht: Völkerrecht, Menschenrechte und grundlegende Anständigkeit gehen dich nichts an, solange du deine geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen sichern kannst." Quelle: Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. -PNews vom 25.08.2026. Weblinks:
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