“Freiwilliger Wehrdienst” wird immer unfreiwilliger – Die Jugend bleibt UNZWINGBARDas vorbereitende Bündnis der Unzwingbar-Demo (2.10.) kritisiert verpflichtende Musterungen und fordert junge Menschen auf, dagegen auf die Straße zu gehen und zu widersprechenDas "unzwingbar"-Bündnis kritisiert die zunehmenden Zwangselemente beim sogenannten "Neuen Wehrdienst". Wie aktuell berichtet wird, lädt die Bundeswehr junge Männer bereits jetzt verpflichtend zur Musterung vor – unabhängig davon, ob sie überhaupt Interesse an einem Dienst bei der Bundeswehr haben. "Von einem freiwilligen Wehrdienst kann immer weniger die Rede sein", erklärt Yannick Kiesel von "unzwingbar". "Erst werden junge Männer verpflichtet, der Bundeswehr Auskunft über sich zu geben, nun folgen verpflichtende Musterungen selbst für diejenigen, die kein Interesse an der Bundeswehr haben. Damit wird schrittweise eine Infrastruktur geschaffen, mit der eine Einberufung zur Bundeswehr künftig erheblich leichter umgesetzt werden kann." Das seit Anfang 2026 geltende Wehrdienst-Modernisierungsgesetz sieht die verpflichtende Musterung ab Juli 2027 vor, die allerdings in Einzelfällen nun bereits praktiziert wird. "Die Rückkehr zu verpflichtenden militärischen Strukturen hat längst begonnen. Die Musterung ist keine harmlose medizinische Untersuchung", so Kiesel. "Sie dient dazu festzustellen, welche jungen Menschen die Bundeswehr im Falle einer Einberufung militärisch einsetzen könnte. Wer keinen Kriegsdienst leisten will, sollte deshalb frühzeitig wissen, welche Rechte er oder sie hat. Wir rufen junge Menschen dazu auf, der Vorladung zur Musterung zu widersprechen. In mehreren bekannten Fällen wurde anschließend von der Vorladung abgesehen." "Statt eine Generation wieder für militärische Dienste zu erfassen und zu mustern, sollte die Politik jungen Menschen mehr Möglichkeiten eröffnen, selbst über ihr Leben zu entscheiden", fordert Kiesel. "Sicherheitspolitik darf nicht auf immer mehr Aufrüstung und immer mehr verfügbare Soldatinnen und Soldaten reduziert werden. Notwendig sind Investitionen in zivile Konfliktbearbeitung, Diplomatie und gesellschaftliche Sicherheit." Demonstration am 2. OktoberAm 2. Oktober ruft das Unzwingbar-Bündnis junge Menschen dazu auf, gemeinsam gegen Zwangsmusterung und verpflichtende Wehrdienste auf die Straße zu gehen. Eine große Kundgebung in Berlin bietet jungen Menschen die Möglichkeit, öffentlich gegen die Zwangsmusterung zu protestieren und deutlich zu machen: Über unsere Zukunft und unser Leben wollen wir selbst entscheiden. Neben politischen Beiträgen von Martin Sonneborn und Jürgen Grässlin werden bei der Kundgebung auch zahlreiche Künstler*innen wie K.I.Z, Disarstar, Apsilon und Dritte Wahl auftreten. Veranstalter*innen der Kundgebung sind die Friedensorganisationen DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative und Ohne Rüstung Leben sowie Attac Deutschland, Medico International, die Naturfreunde Deutschlands, die DIDF-Jugend, der Internationale Jugendverband (IJV) und Aktive der Schulstreiks gegen Wehrpflicht. Unterstützt wird das Event von zahlreichen weiteren Verbänden, darunter Greenpeace, Connection e.V., Sea-Watch, der Naturschutzjugend und Pax Christi. Weitere Informationen zur Kundgebung und zum Programm gibt es unter unzwingbar.de . Bereits an diesem Freitag (25.9) finden die bundesweiten Schulstreiks statt. Quelle: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) - Pressemitteilung vom 22.09.2026. Veröffentlicht amArtikel ausdruckenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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