Aufruf: Engagiert euch im Herbst – mehrere bundesweite Aktionen sind geplantFür "brandgefährlich!" hält die Kooperation für den Frieden die augenblickliche Situation"Brandgefährlich!" So schätzt die Kooperation für den Frieden die augenblickliche internationale sicherheitspolitische Situation ein. Über den Krieg in der Ukraine hinaus eskaliere die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen. Direkte Zusammenstöße werden immer häufiger – vermutete und bewiesene. Das zeigen der Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig, der Überflug und Abschuss von Drohnen, das Beschießen von Flugzeugen mit Leuchtraketen und andere. Darauf folgt wieder eine neue Drohung der einen und ein neuer Eskalationsschritt der anderen Seite. Auf der Sitzung des Kooperationsrates der Kooperation für den Frieden diskutierten VertreterInnen von Friedensorganisationen ausführlich die aktuelle Lage und zeigten sich sehr besorgt. Susanne Grabenhorst, eine der SprecherInnen der Kooperation: "Der Teufelskreis Aktionen und Reaktionen zwischen Russland und dem Westen, auch Deutschland, muss durchbrochen werden. Diplomatie und Verhandlungen müssen wieder Einzug in die Auseinandersetzung haben. Andernfalls steuern wir auf eine direkte militärische Konfrontation zu, die niemand wollen kann!" Seit über 20 Jahren haben sich über 50 friedenspolitische Organisationen zusammengeschlossen, darunter die IPPNW (Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges), die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner), Pax Christi, AGDF (Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden), das Netzwerk Friedenskooperative und viele lokale und regionale Friedensinitiativen. In ihrem Aufruf, der auf der Webseite der Kooperation veröffentlicht wurde, kritisieren die Mitwirkenden der Kooperation die Ausgaben für Hochrüstung und Militär. Die seien in Deutschland in den letzten fünf Jahren verdoppelt worden und sollen bis 2030 nochmals verdoppelt werden, um das 5%-Ziel der NATO bis 2035 zu erreichen. Torsten Schleip, Co-Sprecher der Kooperation für den Frieden: "Fast alle von uns müssen das mit höheren Steuern, Sozialabbau und schlechteren öffentlichen Leistungen bezahlen. Schon jetzt fehlen Milliarden bei Krankenhäusern, Pflege, Schulen, Hochschulen und Kitas, Jugend und Kultur, Umweltschutz und Verkehr. Wir sollen länger arbeiten und die Renten noch niedriger werden." "Nein zu Hochrüstung und Krieg – Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!" lautet deshalb der Titel des Aufrufs, sich im Herbst 2026 in Berlin, Stuttgart und anderswo zu engagieren. In Berlin wird am Freitag, den 2.10.2026 vor dem Brandenburger Tor eine Großkundgebung mit vielen attraktiven Bands - z.B. K.I.Z. – stattfinden. Das Motto: "Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Militär!" Einen Tag später findet ausgehend vom Brandenburger Tor eine bundesweite Friedensdemonstration gegen Aufrüstung und für Frieden statt, gleichzeitig mit einer Friedensdemonstration in Stuttgart. Weitere Termine, sich für Frieden zu engagieren, finden sich auf der Internetseite des Netzwerkes Friedenskooperative – so auch die Kundgebungen des DGB gegen den Sozialabbau in mehreren Städten der Bundesrepublik am 26. September. "Wir brauchen Abkommen zur internationalen Rüstungskontrolle und für Abrüstung, eine Stärkung der UNO und eine gemeinsame Friedensordnung in Europa unter Einschluss Russlands. Wir wollen Frieden und diplomatische Lösungen entsprechend dem Völkerrecht!", schließt der Aufruf der Kooperation für den Frieden. Quelle: Kooperation für den Frieden - Pressemitteilung vom 17.09.2026. 25. Sept. Veröffentlicht amArtikel ausdruckenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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