Schweigemarsch und stilles Gedenken zum 85. Jahrestag des Überfalls der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941Friedensregion Bodensee e. V. erinnert an Opfer des Krieges gegen die Sowjetunion
Bei strahlendem Sonnenschein am See versammelten sich am 20. Juni Aktive und Freunde der Friedensregion Bodensee e. V. zum gemeinsamen Gedenken an die 27 Millionen Opfer des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion. Schweigend und dunkel gekleidet zog die Gruppe durch die Überlinger Altstadt. Drei Plakate erklärten das Anliegen des Trauerzugs: "22. Juni 1941- Überfall auf die Sowjetunion. Wir trauern um die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs", "Nie wieder Krieg gegen Russland" und zum Schluss das Plakat von Käthe Kollwitz "Nie wieder Krieg!". Wieder am Landungsplatz angekommen legten die Teilnehmenden bei den Klängen des Lacrimosa aus Mozarts Requiem weiße und rote Rosen an einer Kerze nieder. Die Teilnehmenden fassten sich zum Schluss an den Händen und verneigten sich vor allen Opfern dieses schrecklichen Menschheitsverbrechens. Bei Überlingern und Feriengästen fand die stille Aktion viel Aufmerksamkeit und Zustimmung. Die Reaktionen der Passanten reichten von stiller Betroffenheit bis zu Applaus von Gästen eines Cafés. Ein älteres Paar überreichte spontan 20€ als Spende für die Rosen. Trotz der hochsommerlichen Hitze standen noch lange nach Abschluss nachdenkliche Gesprächsgruppen beieinander. Auch mit wenigen Menschen, so die Verantwortlichen der Friedensregion, sei es gelungen, für das Thema zu sensibilisieren. Im Oktober werden sich die Überlinger Friedenstage mit dem Thema "Wir weigern uns, Feinde zu sein" erneut dem Verhältnis zu Russland und der Zukunft Europas widmen. Quelle: Friedensregion Bodensee e.V. - Pressemitteilung vom 20.06.2026. Veröffentlicht amArtikel ausdruckenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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