“Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden”Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen haben eine "Ökumenische Friedensschrift - 2026" vorgelegtVon Redaktion ‚edition pace’ Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Schäfer / Theodor Ziegler: Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. - Eine ökumenische Friedensschrift, 2026. (edition pace | Sonderband der Reihe). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9825-5; Paperback; 128 Seiten; 7,99 Euro). https://buchshop.bod.de/wer-frieden-will-muss-mit-dem-feind-reden-ralf-becker-9783696398255
Orientierung an der BergpredigtKann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie und der zivilen Konfliktlösung gelöst und Kriege verhindert werden könnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der "Balken im eigenen Auge" auf politischer Ebene zu oft die Sicht verstellt. Diese ökumenische Friedensschrift gibt Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufrüstung unmissverständlich für militärische Abrüstung und für den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen können eine starke, klare Stimme für Frieden sein und am Aufbau einer Kultur des Friedens mitwirken. Erste Rückmeldungen zur Ökumenischen Friedensschrift:"Die Kirche sollte in Verkündigung und Seelsorge, auch im politischen Diakonat, weiterdenken, als die Mächte der Welt es vermögen. Deshalb erfreut schon der richtungsweisende Titel der Ökumenischen Friedensschrift: ‚Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden’." (Horst Scheffler, Ltd. Militärdekan a.D.). "Diese Friedensschrift gibt im besten Sinne eine Orientierung: klar in der Position, verständlich in der Sprache, gut strukturiert und ohne politische und theologische Verrenkungen." (Elisabeth Freise, Mitglied im Koordinierungskreis von "Sicherheit neu denken"). "Da ist etwas sehr Gutes entstanden! Besonders gelungen finde ich den klaren Aufbau und, noch wichtiger, die klare Sprache. Dadurch ist die Friedensschrift langfristig in vielerlei Kontexten interessant und nutzbar, etwa im Religionsunterricht oder auch in nichtkirchlichen Friedensinitiativen. Und die langfristige Nutzung und Wirkung ist wichtiger als kurzfristige Aufmerksamkeit. Aber das schließt sich ja nicht aus!" (Markus Weingardt, Friedens- und Konfliktforscher). Leseprobe | Zusammenfassung (Seite 7-9)Wer wir sind und wozu wir uns verpflichten | Als Mitglieder unterschiedlicher Kirchen in Deutschland stehen wir in Solidarität und Liebe an der Seite der Opfer der Kriege und der Geflüchteten. Um der betroffenen Menschen willen fordern wir alle kriegsführenden Parteien auf, die Gewalt zu beenden. Wir verpflichten uns, den Opfern und Geflüchteten weiterhin nach unseren Möglichkeiten durch praktische Hilfe und unsere Fürbitte beizustehen. Wir sehen uns durch unsere privilegierte westeuropäische Situation verpflichtet, jede Kriegstreiberei zu entlarven und die politisch Verantwortlichen zu einer friedensförderlichen Diplomatie aufzufordern. An wen wir uns richten | Unsere Schrift richtet sich zuerst an unsere eigenen Kirchen und Organisationen in Deutschland. Wir bringen uns mit neuen Impulsen in den friedenspolitischen und friedensethischen Diskurs ein. Dabei orientieren wir uns vor allem an der Friedensbotschaft Jesu. Zugleich richten wir uns an die Menschen in Politik und Gesellschaft, die als souveräne Bürger:innen und als Repräsentant:innen des Volkes Verantwortung tragen. Was im Mittelpunkt steht | Wir sind überzeugt, dass die Friedensbotschaft Jesu allen Menschen gilt und gerade in der aktuellen Weltlage wichtige Orientierung für Verantwortliche in Politik und Gesellschaft geben kann. Wir verstehen besonders die Bergpredigt als sehr kompatibel mit den Einsichten der sozialwissenschaftlichen Friedens- und Konfliktforschung. Die Bergpredigt in der Politik ernst nehmen | Die Bergpredigt empfiehlt durchweg friedensförderliches Handeln: Dazu gehören Selbstkritik, intelligente Feindesliebe und die praktische Umsetzung der Goldenen Regel. Jesus rät, zuerst den Balken im eigenen Auge zu beachten, statt den Splitter im Auge des anderen. Das betont die Bedeutung von Selbstkritik für unser Wahrnehmen, Urteilen und Handeln. Das in der Friedensforschung entwickelte Konzept der Friedenslogik erscheint uns als bester Ansatz, um die biblischen Orientierungen in der Gegenwart in friedensförderliches Handeln umzusetzen. Für Frieden in der Ukraine und für universales Völkerrecht | Am Beispiel des Krieges Russlands gegen die Ukraine zeigen wir in dieser Schrift auf, wie friedenslogische Praxis dazu dienen kann, Gewalt und Krieg einzudämmen. Wir analysieren die Eskalation seit dem Aufnahmebeschluss der NATO für die Ukraine im Jahr 2008 und die verpassten und noch möglichen Chancen zum Aufbau einer nachhaltigen friedlichen Sicherheitsordnung in Europa. - Wir plädieren auch im Blick auf andere Kriege für die Berücksichtigung der Interessen aller Konfliktparteien und die Stärkung des Völkerrechts als universales Recht. Aufgaben der Kirchen | Kirchen werden ihrem Auftrag nur als Friedenskirchen gerecht. Die Friedensbotschaft Jesu stellt die Kirche in Kontrast zu einer von Gewalt und Unrecht geprägten Gesellschaft und in Verbindung zur modernen Friedensforschung. Kirchen sollten in Zeiten massiver Aufrüstung unmissverständlich für militärische Abrüstung und für den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag eintreten und eine starke, klare Stimme für den Abbau von Feindbildern sein. Auf diese Weise wirken sie der Militarisierung der Gesellschaft entgegen. Für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit | Es gibt weltweit zahlreiche positive Beispiele christlichen Friedenswirkens. Glaubhaftes und wirksames Handeln der Kirchen erfordert die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerung sowie konkretes Engagement für Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung. Als Christinnen und Christen sollten wir praktische Instrumente konstruktiver Konfliktbearbeitung erlernen und umsetzen. Der Glaube an den gewaltfreien Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes befreit uns vom Mythos, Friede sei durch militärische Gewalt und Drohung zu erreichen. Dagegen ermutigt uns der Glaube zum gewaltfreien Widerstand gegen Unrecht und zum Aufbau einer Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit. Wie diese ökumenische Friedensschrift entstanden ist | Das Redaktionsteam wurde in einer Plenumssitzung einer großen Zahl von Vertreter:innen von Friedensorganisationen gebildet. Im Zusammenspiel von Entwürfen und Rückmeldungen aus dem Plenum entstand dieser Text. Die RedaktionsgruppeRalf Becker, Social Entrepreneur, seit 2019 Koordinator der Initiative Sicherheit neu denken, 2012-2019 Koordinator des gewaltfrei handeln - ökumenisch Frieden lernen e.V., Mitwirkung u. a. im SprecherInnen-Rat der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, in der Kirchentwicklung der Bistümer Paderborn und Münster, der Kampagne Erlassjahr 2000 sowie der Koordination internationaler Nachhaltigkeitsdialoge und der Umsetzung der Studie Zukunftsfähiges Deutschland beim Hilfswerk Misereor. Karen Hinrichs, Pfarrerin i. R., Theologin und Pädagogin, 1989-2004 Gemeindepfarrerin und 2004-2019 Oberkirchenrätin der Evangelischen Landeskirche in Baden, 2020-2025 Dozentin und Geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg. Publikationen zu Friedenspädagogik und Theologie. Mitglied u. a. bei: Ökumenisches Institut für Friedenstheologie, Gewaltfrei Handeln - ökumenisch Frieden lernen e.V., Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig, Church and Peace. Heinrich Schäfer, Prof. Dr. Dr. (i. R.), Soziologe und evangelischer Theologe, Universität Bielefeld; früher Universidad Bíblica Latinoamericana, Costa Rica; arbeitet seit Ende der 1970er Jahre durch Feldforschung in zwei Kriegen und weitere wissenschaftliche Tätigkeit in Lateinamerika und Deutschland u.a. am Themenkomplex "Konflikt / Friede" aus soziologischer und theologischer Perspektive. Sein theologischer Ansatz ist eine soziologisch informierte Befreiungstheologie. Theodor Ziegler, Dr. phil., Baiersbronn, Religionspädagoge, wirkte am Friedensethischen Diskussionsprozess der Badischen Landeskirche sowie an der Erarbeitung des Szenarios "Sicherheit neu denken. Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik" mit und gehört dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie sowie der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsgegner an. Dissertation: "Motive und Alternativentwürfe christlicher Pazifisten". Unterstützer:innenUnterstützende Organisationen: Aktion "Steuern zu Pflugscharen" im Netzwerk Friedenssteuer e.V. | Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung | Christ*innen in der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) | Church and Peace | Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerer Württemberg (EAK) | Forum Friedensethik in der Evangelischen Landeskirche Baden (FFE) | Frauengruppe "Unterwegs für das Leben" | Friedensinitiative Main-Taunus | Friedenspfarramt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg | gewaltfrei handeln - ökumenisch Frieden lernen e.V. | Grüne Alternative e.V. | Initiative Christlicher Friedensruf | Initiative Sicherheit neu denken | Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig e.V. | IPPNW - Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. Deutsche Sektion | Kairos Europa e.V., Heidelberg | Ökumenische Initiative zur Reform bzw. Abschaffung der Militärseelsorge | Ökumenisches Institut für Friedenstheologie | pax christi | Deutsche Sektion | Solidarische Kirche im Rheinland | Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Individuelle Unterstützer:innen: Gerd Bauz, Organisationsberater, Frankfurt am Main | Dietrich Becker-Hinrichs, Pfarrer i.R., Lahr | Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Friedensforscherin, Hamburg | Susanne Bödecker, DFG-VK Mitarbeiterin und Beraterin für KDV, Stuttgart | Paul Bosler, Pfarrer, Nürtingen | Dr. Eberhard Bürger, Pfarrer i.R., Magdeburg | Peter Bürger, Theologe und Publizist, Düsseldorf | Susanne Büttner, Dekanin im Justizvollzug Baden-Württemberg, Schwäbisch Gmünd | Maria Buchwitz, Vorsitzende pax christi Diözesanverband Münster, Münster | Dr. Angelika Claussen, Präsidentin der IPPNW Europa, Bielefeld | Dr. Ulrich Duchrow, Prof. der Systematischen Theologie und Sozialethik, Heidelberg | Horst Fißmer, Pfarrer i.R., Minden | Erich Frehse, Pfarrer i.R., Bonn | Prof. Dr. Josef Freise, Christlich-Muslimische Friedensinitiative Deutschland, Neuwied | Hartmut Friedrich, Theologe und Pfarrer i.R., Gaggenau | Dr. Gudula Frieling, Lehrerin, Dortmund | Dr. Ulrich van Gemmeren, Geschäftsführer i.R., Merzhausen | Udo Grotz, Pfarrer und Religionslehrer i.R., Heitersheim | Rita Horstmann, Pfarrerin i.R., Köln | Stefanie Intveen, Mediatorin, Köln | Aline Jung, Hausfrau und Organisatorin der Pilgerwege "Unterwegs für das Leben", Ettenheim | Christian Keller, Theologe und Dekan i.R., Villingen/Schwarzwald | Gerhard Kern, 1. Vorsitzender der Friedensinitiative Main-Taunus, Lehrer i.R. und Konzertsänger, Hofheim am Taunus | Prof. i.R. Dr. Rainer Kessler, Alttestamentler, Frankfurt am Main | Dr. Heinz Klippert, Ökonom, Lernforscher, Friedenspädagoge, Landau | Karl Wilhelm Koch, Dipl. Ing. chem., FH, Fachbuchautor "Störfall Atomkraft", Mehren | Robert Kölblin, Dipl. Ing. Elektrotechnik, Kriegsdienstverweigerer, Lörrach | Prof. Dr. Elke Krahmann, Politikwissenschaftlerin, Kiel | Wolfgang Krauß, Theologischer Mitarbeiter der Mennonitengemeinde Augsburg | Dr. Matthias Kreplin, Oberkirchenrat und Pfarrer, Karlsruhe | Thomas-Dietrich Lehmann, Evangelischer Gefängnisseelsorger, Berlin | Johannes Maier, Leiter des Ökumenischen Gesprächskreises Frieden, Waldkirch-Kollnau | Dr. Eberhard Müller, Biologe und Theologe, Zell am Harmersbach | Reinhard Müller, Pfarrer. i.R., stellvertretender Vorsitzender der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung e.V., Nieder Seifersdorf | Monika Nitsch, Evangelische Religionslehrerin i.R., Düsseldorf | Jacqueline Olesen, Friedensbeauftragte der Evangelischen Friedensgemeinde, Baden-Baden | Prof. Dr. Gottfried Orth, Theologe, Rothenburg ob der Tauber | Klaus Schittich, Weltbürger und Menschenrechtsaktivist, Freiburg | Rainer Schmid, Theologe und Religionslehrer, Ulm/Donau | Michael Schweitzer, Pfarrer i.R., Ellenhausen | Thomas Carl Schwoerer, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) | Prof. Dr. em. Franz Segbers, Sozialethiker, Konstanz | PD Dr. Stefan Silber, Theologe, Saarbrücken | Richard Strodel, Diakon, Mitglied im IKF Bayern, Neustadt, Coburg | Klaus Waiditschka, Redakteur der Friedenssteuer-Nachrichten und Vorstand von CPTI, Mannheim | Dr. Klaus Wazlawik, Ingenieur für Tiefbohrtechnik, Berlin | Markus Weber, Dipl. Theologe, Referent für Friedensbildung & pax christi im Erzbistum, Freiburg | Dr. Markus Weingardt, Friedens- und Konfliktforscher, Tübingen | Dominik Weiß, Diakon und Theologe, Baiersbronn | Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Werner, Theologe, Berlin | Birgit Worzalla-Lapp, Friedenspädagogin, Mitarbeiterin bei pax christi und Friedenslicht-Aktion, St. Märgen | Andreas Zumach, Journalist und Autor, Berlin. DIGITALAUSGABE IM INTERNETRalf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Schäfer / Theodor Ziegler: Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. - Eine ökumenische Friedensschrift, 2026. (edition pace | herausgegeben in Kooperation mit dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie). Digitale Erstausgabe, 11.05.2026. https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8609240763/Oekumenische-Friedenschrift-2026.pdf Veröffentlicht amArtikel ausdruckenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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