Friedensnobelpreisträgerorganisation fordert Ende der diplomatischen BlockadeKrieg gegen die UkraineDie Friedensorganisation IPPNW fordert von der Bundesregierung ein Ende der diplomatischen Blockade und die Ernennung eines Sondergesandten für die Ukraine und Russland. Erst kürzlich hat die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel von Europa mehr diplomatische Anstrengungen zur Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland gefordert. Sie halte es für nicht ausreichend, wenn nur US-Präsident Trump den Kontakt zu Russland halte und bedauere es, dass Europa sein diplomatisches Potential nicht ausreichend einsetze. "Russlands Krieg gegen die Ukraine muss durch Deeskalation und Verhandlungen beendet werden. Wir dürfen eine zukünftige europäische Sicherheitsarchitektur nicht Donald Trump überlassen und uns bei den Ukraineverhandlungen mit der Rolle am Katzentisch zufrieden geben. Allein auf militärische Abschreckung zu setzen, ohne Diplomatie, Abrüstungs- oder Rüstungskontrollverträge ist hochgefährlich. Die Gegnerschaft zwischen Europa und Russland wird immer unversöhnlicher, je länger der Krieg dauert", warnt Dr. Lars Pohlmeier, IPPNW-Vorsitzender. Mit ukrainischen Drohnen über NATO-Gebiet in den baltischen Staaten, den zunehmenden beiderseitigen Angriffen auf zivile Infrastruktur mit sogenannten "Deep Strikes" und der Involvierung der Bundesregierung durch die "strategische Partnerschaft" mit der Ukraine, die gemeinsame Rüstungsprojekte beinhaltet, steigt die Eskalationsgefahr im Ukrainekrieg enorm. Ein Missverständnis, verirrte Flugkörper oder gezielte Störmanöver könnten den Bündnisfall auslösen. Der Russland-Ukraine-Krieg hat laut Zählungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) bis zum 31. März 2026 mindestens 15.578 zivile ukrainische Todesopfer gefordert, darunter mindestens 784 Kinder. Mehr als 43.000 Zivilist*innen wurden verletzt. Auch auf russischer Seite gibt es zivile Opfer. Das OHCHR geht davon aus, dass die tatsächliche Anzahl an Verletzten und Toten in der ukrainischen Zivilbevölkerung wesentlich höher liegt. Nach neusten Angaben des ukrainischen Generalstabs sind bereits mehr als 1,35 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Sowohl die Ukraine als auch Russland spielen die eigenen Verluste herunter. Ein Bericht der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS – Center for Strategic and International Studies – ging Ende Januar 2026 allein für die Ukraine von Verlusten von 500.000 bis 600.000 Soldaten seit Kriegsbeginn im Februar 2022 aus, darunter 100.000 bis 140.000 Tote. Quelle: IPPNW - Pressemitteilung vom 27.05.2026. Veröffentlicht amArtikel ausdruckenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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