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Wer ist für den Tod von Shireen Abu Akleh verantwortlich?

Während immer mehr Beweise aufgedeckt werden, weigern sich die israelischen Behörden weiterhin, bei den Ermittlungen mitzuarbeiten

Weitere Beweise erhärten die Behauptung, dass israelische Soldaten die palästinensische Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh erschossen haben. Sogar die UNO hat die Beschuldigung gegen das israelische Militär erhoben. Die israelischen Behörden haben nur den Angriff auf ihre Beerdigung untersucht und weigern sich selbst dort, jemanden zur Verantwortung zu ziehen. Die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen der Ermordung von Shireen Abu Akleh und Jamal Khashoggi machen die Heuchelei in den Beziehungen der USA zu Israel deutlich.

In der letzten Ausgabe von BIP-Aktuell #218 vom 21. Mai berichteten wir über die Ermordung der palästinensischen Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh, die in der Stadt Jenin im besetzten Westjordanland von einem Scharfschützen in den Kopf erschossen wurde. Da niemand die Verantwortung für die Ermordung übernommen hat, waren wir in unserer Analyse vorsichtig und haben nicht geschrieben, dass sie definitiv von israelischen Streitkräften getötet wurde, obwohl die Indizien dies am wahrscheinlichsten erscheinen ließen.

In den letzten Wochen sind weitere Beweise aufgetaucht. Nach einer umfassenden Studie von CNN hat die UNO eine zusätzliche Untersuchung durchgeführt und ihre Ergebnisse am 24. Juni veröffentlicht. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHCHR) fand heraus, dass mehr als eine einzige Kugel auf Abu Akleh und ihr Team abgefeuert wurde. Scharfschützen feuerten Sperrfeuer mit einzelnen Schüssen (kein automatisches Feuer) in dem Gebiet ab. Eine Kugel verletzte den Al-Jazeera-Korrespondenten Ali Sammoudi, eine andere tötete Shireen Abu Akleh. Als Menschen in der Nähe versuchten, ihre Leiche zu bergen, wurden weitere Schüsse abgefeuert. Die Schüsse kamen eindeutig aus der Richtung des israelischen Militärkonvois, der sich in diesem Zeitpunkt in Jenin befand.

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Quelle:  BIP e.V. - BIP-Aktuell #219.

Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen starten eine Kampagne zur Sammlung von einer Million Unterschriften von EU-Bürger*innen, um den europäischen Handel mit illegalen Siedlungen in besetzten Gebieten zu beenden.

Die Europäische Bürgerinitiative ist ein offizielles Instrument, um die Stimmen der EU-Bürger zu verstärken und ihre demokratische Beteiligung zu verbessern. Wenn die Initiative innerhalb eines Jahres nach ihrem Start eine Million Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern in allen EU-Mitgliedstaaten sammelt, ist die Europäische Kommission gesetzlich verpflichtet, den Vorschlag zu prüfen, mit den Unterzeichnern zu diskutieren und gesetzgeberische Maßnahmen einzuleiten.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) unterliegt EU-Regularien: https://www.cidse.org/de/2022/04/07/take-action-to-end-european-trade-with-illegal-settlements/

Hier kann teilgenommen werden

Veröffentlicht am

03. Juli 2022

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