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IFOR: Wir sind solidarisch mit denen, die sich weigern, sich am Krieg in der Ukraine und an allen anderen Kriegen zu beteiligen

Von Pressenza New York

Auf dem Jahrestreffen der europäischen Zweige des Internationalen Versöhnungsbundes (IFOR) in Paris brachten Vertreter aus Österreich, England, Schottland, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und Wales ihre tiefe Besorgnis über die zunehmenden Rüstungs- und Militärausgaben als Reaktion auf die anhaltende Kriegssituation zum Ausdruck.

Die Geschichte lehrt, dass eine militaristische Reaktion zu einer Ausweitung der bewaffneten Konflikte führt und dass Krieg eine Katastrophe für die Menschheit und den gesamten Planeten ist. Diese Haltung ist gefährlich und führt zu der illusorischen Annahme, den Frieden mit Hilfe von Waffengewalt aufrechterhalten zu können.

Der Krieg in der Ukraine zeigt einmal mehr, dass Gewalt mehr Gewalt erzeugt, und wir brauchen eine wirksame Alternative, um Konflikte zu lösen und dauerhaften Frieden zu sichern. Aktive Gewaltfreiheit ist die Alternative, die eine Zukunft für unsere Gemeinschaft sichern kann. Wir würdigen die zahlreichen gewaltfreien Bemühungen der Menschen in der Ukraine sowie derjenigen, die friedlich gegen den Krieg in Russland protestieren und dafür inhaftiert werden.

IFOR begann 1914 mit der ausdrücklichen Verpflichtung, sich nicht am Ersten Weltkrieg zu beteiligen. Als Mitglieder von IFOR laden wir dazu ein, aus der Vergangenheit zu lernen und gewaltfreien Widerstand, Dialog, Friedensverhandlungen, zivile Interventionen und Versöhnungsprozesse zu unterstützen, um den gewaltsamen Konflikt zu deeskalieren.

Wir sind solidarisch mit denen, die sich weigern, sich am Krieg in der Ukraine und an allen anderen Kriegen zu beteiligen, und mit denen, die sich weigern und in anderen Ländern Schutz suchen.

Wir rufen alle europäischen Länder dazu auf, sich für den Frieden einzusetzen, und zwar durch Gewaltfreiheit und nicht durch die Suche nach Frieden durch Waffen. Wir fordern die Europäische Union auf, den Frieden in der Praxis und in Taten zu verwirklichen. Wir brauchen ein Friedensbündnis und kein Militärbündnis.

Wir laden auch die Kirchenführer und religiösen Gruppen herzlich ein, sich ausdrücklich für den Frieden und gegen den Krieg einzusetzen.

Wir rufen unsere Regierungen auf, sich dringend für den Frieden einzusetzen und das Militärsystem und den Krieg nicht durch Militärausgaben, Waffenproduktion und -handel zu unterstützen.

Insbesondere eine Woche vor der historischen Konferenz in Wien zum UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV) fordern wir alle verbleibenden europäischen Länder auf, den UN-Vertrag zu unterzeichnen, an der Wiener Konferenz zumindest als Beobachter teilzunehmen und sich zu verpflichten, die Welt von dieser drohenden Gefahr für das Leben auf der Erde zu befreien.

Quelle: Pressenza - 20.06.2022. Die Übersetzung aus dem Französischen wurde von Thao Nguyen vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Originalartikel:  Eine Vervielfältigung oder Verwendung des Textes in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist unter Berücksichtigung der Regeln von Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) möglich.

Veröffentlicht am

23. Juni 2022

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