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Franz Alt: Die “Fridays For Future”-Bewegung ist zurück

Von Franz Alt

Trotz Corona: 1000 Aktionen in 50 Ländern gab es am 19. März 2021. Allein in Deutschland wurde in mehr als 200 Städten demonstriert – mit Kundgebungen, Plakat- und Kunstaktionen beteiligten sich Tausende am Klimastreik.

Die Kinder- und Jugendbewegung hat die Klimadiskussion bereichert und endlich auf eine andere Ebene gehoben. Es geht jetzt nicht mehr nur um Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, sondern auch um Ethik. Die "Fridays For Future"-Bewegung will in den vielen Wahlkämpfen dieses Jahres in Deutschland den Klimawandel zum Thema Nr. eins machen.

Wer kann am besten Klimaschutz?

Die Kardinalfrage dieser Bundestagswahl 2021 wird heißen: Wer kann am besten Klimaschutz? Wenn die jungen Menschen rufen "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", dann wird deutlich, dass es beim Klimaschutz um die Lebensrechte der künftigen Generationen geht und um die Zukunft der heute noch gar nicht Geborenen.

Positiv hinzu kommt, dass wir in den USA nach dem Klimawandel-Leugner Trump eine Regierung haben, welche dem Klimaschutz global einen neuen Schub geben wird. Schon haben die EU, aber auch Indien und China angekündigt, ihre Klimaschutzziele zu erhöhen. Das sind die bisher größten Klimazerstörer weltweit.

Jo Biden und Kamila Harris wollen schon bis 2035 allen Strom in den USA aus erneuerbaren Energien produzieren. Sie sind mit dem bisher ambitioniertesten Klimaschutzprogramm angetreten. Mit diesem Programm werden die USA auch andere Länder beim Klimaschutz und der solaren Energiewende motivieren. Es ist nun klar, dass die nächste Weltklimakonferenz in Glasgow im November 2021 die globale Wende in der Klimapolitik bringen kann und muss.

Die Vorzeichen dafür sind besser denn je: Vor allem durch die sensationelle Preisentwicklung für alle erneuerbaren Energiequellen. Sie sind heute und erst recht morgen die preiswerteste Energie überhaupt. Bill Clinton konnte im letzten Jahrhundert in den USA noch Wahlen gewinnen mit dem Slogan "It´s the economy, stupid". Künftig werden Parteien, die Wahlen gewinnen wollen, auf den Slogan "It´s the ecology, stupid" setzen. Die jüngsten Wahlergebnisse lassen nur noch diesen optimistischen Schluss zu.

Der grüne Ministerpräsident in Baden-Württemberg Winfried Kretschmann wurde in diesen Tagen gefragt, was die wichtigsten Probleme der Zukunft seien. Seine Antwort: "Es sind drei Probleme: Erstens Klimaschutz, zweitens Klimaschutz, drittens Klimaschutz"

Sind wir noch zu retten?

Vielleicht – die Chancen steigen. Auch dadurch, dass immer mehr Kapitalgeber sich aus den fossilen Energien zurückziehen und in erneuerbare Energien investieren. Heute kann in Deutschland Strom aus Sonne und Wind für vier Cent pro Kilowattstunde produziert werden. In Afrika bereits für zwei Cent.

In England soll noch ein Atomkraftwerk gebaut werden: Geschätzte Kosten pro Kilowattstunde: 11 Cent. Saudi-Arabien baut das größte Solarkraftwerk der Welt. Es soll bis 2030 Solarstrom für einen Cent je KWh produzieren. Nun dürfen Sie drei Mal raten, wem die Zukunft gehört.

Es ist völlig klar, dass die Zukunft jenen Energieträgern gehören wird, die künftig klimafreundlich, preiswert, sicher und ohne Strahlungs- oder Entsorgungsprobleme unsere Energie zur Verfügung stellen. Das Solarzeitalter beginnt – die Sonne gewinnt.

Quelle: (c) Franz Alt 2021 - www.sonnenseite.com . Dieser Text wird hier mit freundlicher Genehmigung von Franz Alt veröffentlicht.

Veröffentlicht am

21. März 2021

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