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Anti-Atomkraft-Bewegung erinnert an Fukushima

Demonstrationen, Mahnwachen, Plakataktionen, Online-Veranstaltungen / Ausstieg in Deutschland noch nicht vollzogen

Zehn Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima erinnern Atomkraftgegner*innen mit vielfältigen Aktivitäten an die Gefahren der Atomenergie-Nutzung. Angepasst an die Pandemie-Situation finden Demonstrationen und Mahnwachen nur unter besonderen Hygiene-Bedingungen statt. In Berlin veranstalten lokale Initiativen eine Demonstration am 6. März, am AKW Neckarwestheim bei Stuttgart am 7. März. In etwa 20 Städten werden Aktive zu Mahnwachen zusammenkommen.

Zahlreiche örtliche Bürgerinitiativen verzichten aufgrund der Pandemie ganz auf Versammlungen und beteiligen sich stattdessen an einer Großplakat-Aktion, organisiert von der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt und dem Umweltinstitut München. In 53 Städten hängen riesige Plakatwände mit der Botschaft "Nie wieder! 10 Jahre Fukushima: Alle Atomkraftwerke abschalten!"

Unter normalen Bedingungen finden zudem rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März in vielen Orten Informationsveranstaltungen statt. Da dies in diesem Jahr nicht möglich ist, hat .ausgestrahlt eine großangelegte Veranstaltungsreihe in Online-Formaten organisiert. In elf Veranstaltungen innerhalb von drei Wochen geht es einerseits um die Folgen von Fukushima für die betroffene Bevölkerung in Japan, andererseits um die atompolitische Situation in Deutschland, Europa und der Welt.

Expert*innen aus Deutschland, Frankreich und Österreich klären auf zu Themen wie "Status und Trends der Atomkraft in der Welt", "Risiken europäischer Atomkraftwerke", "Warum das Militär die zivile Atomkraft braucht", "Uran - tödlicher Bodenschatz", "Psychosoziale Auswirkungen von Fukushima", "Atompolitik in der EU" oder "Atomkraft - Irrweg in der Klimakrise".

"Zwar wurden 2011 als direkte Folge der Fukushima-Katastrophe und der Massenproteste in Deutschland acht Reaktoren abgeschaltet. Doch sechs AKW sind auch zehn Jahre danach noch am Netz", erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. "Die Risiken in den alten Anlagen werden mit jedem Tag größer. Zudem wird weiter Atommüll produziert, von dem niemand weiß, wie er über Jahrtausende sicher gelagert werden kann. Deshalb müssen die Atomkraftwerke jetzt abgeschaltet werden und nicht erst Ende 2022. Jeder Tag kann der eine zu viel sein.

Japan ist vor zehn Jahren nur durch viel Glück im Unglück einer noch weitaus schlimmeren Katastrophe entgangen. Hätte der Wind die strahlende Wolke in den Tagen nach dem 11. März nicht auf den Pazifik geweht, sondern Richtung Tokio, wäre die Situation laut der damaligen japanischen Regierung nicht mehr zu kontrollieren gewesen. Dass nun manche versuchen, die Klima-Debatte zu nutzen, um Atomenergie wieder salonfähig zu machen, ist vor diesem Hintergrund verantwortungslos. Atomkraft ist kein Ausweg aus der Klimakrise, sondern ersetzt ein Übel durch ein anderes."

Quelle: .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilung vom 01.03.2021.

Veröffentlicht am

01. März 2021

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