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Olivenernte-Initiative bekräftigt Engagement für Gerechtigkeit und Frieden im Heiligen Land

Olivenbäume kennen weder religiöse noch territoriale Grenzen und tragen auch unter Besatzung Frucht. Zu Beginn der jährlichen Olivenernte lanciert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) diese Woche eine globale Initiative, die die spirituelle, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Olivenernte für palästinensische Gemeinschaften hervorhebt und auf die Auswirkungen der Besatzung hinweist.

Das Ziel der Initiative ist, Solidarität auszudrücken und das öffentliche Bewusstsein für die Einschränkungen und Ungerechtigkeiten zu fördern, die die Palästinenserinnen und Palästinenser unter ständigen Drohungen, Belästigungen und Vandalismus gegen ihr Land und ihren Besitz aushalten müssen.

"Die Olivenernte hat für die palästinensischen Gemeinschaften in der Westbank eine große Bedeutung. Als eine der wichtigsten traditionellen Einkommensquellen bringt die Ernte die Menschen in freudiger und festlicher Stimmung zusammen. Unter sicheren und friedvollen Bedingungen ernten zu können, ist für das Leben und die Existenz von palästinensischen Landwirtschaftsbetrieben und ihren Familien sehr wichtig", sagt Interims-Generalsekretär Priester Prof. Dr. Ioan Sauca.

Der ÖRK lädt alle Mitgliedskirchen, Partner und Menschen guten Willens ein, sich der Initiative und dem Gebet für Frieden und Gerechtigkeit und eine reiche Olivenernte anzuschließen.

Die Jahreszeit, wenn die Landwirtinnen und Landwirte ihre Ernte einbringen, ist traditionell auch eine Zeit des Feierns und Dankens für die Früchte des Lebens, die die Olivenbäume hervorbringen. Was dieses Jahr anders ist, ist, dass die Einschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und das Wegfallen der Begleitpersonen vor Ort seit März die Verletzlichkeit der palästinensischen Gemeinschaften in den besetzten Gebieten weiter verschärft. Doch das ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel des ÖRK (ÖRK-EAPPI) und seine Partner engagieren sich weiterhin entschieden für die Förderung von Frieden und Gerechtigkeit für die Palästinenserinnen und Palästinenser, die unter der Besatzung leben. Die Situation vor Ort für schutzbedürftige Gemeinschaften wird auch weiterhin überwacht und aufgezeichnet, und sobald die Einschränkungen aufgehoben werden, wird auch die lokale Begleitung wieder aufgenommen werden.

"Die Zeit der Olivenernte bietet die Gelegenheit, die Welt einmal mehr an die Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten zu erinnern, mit denen die palästinensische Bevölkerung unter der Besatzung leben muss. In einer von Sorgen im Zusammenhang mit dem Coronavirus geprägten Zeit sendet diese Initiative das klare Signal aus, dass die palästinensische Bevölkerung nicht vergessen wurde, und dass die christliche Gemeinschaft ihre Stimme auch weiterhin gegen Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen erhebt. Dies ist ein wesentlicher Teil unseres Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens", erklärt Sauca.

Die Olivenernte-Initiative wird in enger Zusammenarbeit mit ökumenischen Partnern auf der ganzen Welt sowie mit lokalen Kirchen und Glaubensgemeinschaften lanciert. Sie beginnt am 14. Oktober auf verschiedenen digitalen Kanälen.

Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK) - Deutsche Fassung veröffentlicht am: 16.10.2020.

Veröffentlicht am

24. Oktober 2020

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