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Internationale Atomwaffen-Blockade des Bundeswehr-Fliegerhorstes Büchel zum 75. Gedenktag der 1. Atombombenexplosion “Trinity” - 16. Juli 1945

Am heutigen Morgen des 16.07.2020 um 6:15 Uhr blockierten 14 AktivistInnen aus den USA, Niederlanden und Deutschland für eineinhalb Stunden die Hauptzufahrt des Atomwaffen-Stützpunktes Büchel. Damit wurde der Dienstantritt der SoldatInnen und der Piloten des Bücheler Atombomben-Geschwaders gestört. Die internationale Blockade richtete sich gegen das regelmäßige Üben des Einsatzes dieser - bereits nach heutigem Recht - gesetzeswidrigen Massenvernichtungswaffen. Diese sind Bestandteil der nuklearen Teilhabe der NATO und damit Teil der globalen Tötungs-Maschinerie: "Denn schon bei der Produktion und dem Testen von Atomwaffen fallen Unmengen von radioaktivem Atommüll an, der unser aller Leben unsichtbar in Gefahr bringt. Die radioaktive Hintergrundstrahlung in der Atmosphäre ist heute noch um das ca. Dreifache gegenüber 1945 erhöht", sagt Marion Küpker von der Initiative Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen.

Die erste Atombombenexplosion fand am 16. Juli 1945 auf dem bewohnten Land der Dine Indians (Native Americans) in New Mexiko/USA statt. Dieser Tag wurde von den Native Americans zum "Internationalen Tag gegen die atomare Kette" erklärt. Er leitete den Beginn des nuklearen Kolonialismus an den Indigenen Völkern ein, da die ca. 2000 weltweiten Atomtests zu 100 % auf ihrem Boden/Land (z.B. in Nevada/USA, Bikini Atoll/Pazifik, Wüste von Algerien und Australien) stattfanden, zusätzlich zu ca. 80 % des Uranabbaus!

Genau hieran die internationale Aktionsgruppe, die Teil der bundesweiten Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt ist, heute mit ihrer Blockade am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel gedenken! Sie widerspricht der Argumentation, dass die nukleare Abschreckung (Drohung mit Atomwaffen) in den letzten 75 Jahren funktioniert haben soll und uns Frieden und Sicherheit geschenkt hätte.

Die internationale Aktionsgruppe fordert die Bundesregierung auf:

  1. den sofortigen Abzug der ca. 20 US Atombomben aus Büchel einzuleiten;
  2. keine neu-entwickelten US-Atombomben zu stationieren bzw. keine neuen US- Kampfflugzeuge (F18!) zu kaufen;
  3. und den Internationalen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen und ratifizieren.

Quelle:  Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt"   - Pressemitteilung vom 16.07.2020.

Veröffentlicht am

16. Juli 2020

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