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Katakombenpakt von Bischöfen erneuert Amazonassynode in Rom geht mit einem Bekenntnis zur Ökologie und sozialer Gerechtigkeit zu Ende

Am 27. Oktober 2019 ist die Amazonassynode der katholischen Bischöfe in Rom zu Ende gegangen. Dort ging es um ökologische und soziale Fragen in Amazonien und die Reformen, die die Kirche dort angehen muss, um ihrer Aufgaben, sich an der Seite der Menschen dort in ihrem Kampf für die Rechte der Indigenen und der Umwelt einzusetzen, besser gerecht zu werden. "Wir müssen uns dringend mit der grenzenlosen Ausbeutung des "gemeinsamen Hauses" und seiner Bewohner auseinandersetzen", heißt es dazu im Abschlussdokument der Synode. "Dessen Plünderung geht einher mit einem Blutvergießen Unschuldiger und einer Kriminalisierung jener, die das Gebiet verteidigen", stellt die Amazonassynode fest und wendet sich somit gegen die Kriminalisierung Sozialer Bewegungen, insbesondere der Klimaschutzbewegung, zu der es in Lateinamerika wie in Europa immer wieder kommt.

Für das Institut für Theologie und Politik (ITP) in Münster, das sich seit über 25 Jahren in Solidarität mit den lateinamerikanischen Bewegungen um die Weiterentwicklung einer befreienden Theologie in Europa bemüht, ist die am Rande der Synode erfolgte Erneuerung des Katakombenpaktes in den Domitilla-Katakomben neben dem Abschlussdokument eine der wichtigsten Früchte der Synode. Bei einer vom ITP veranstalteten Versammlung war dort bereits 2015 von 250 Teilnehmenden, vorwiegend Laien, in Anwesenheit des Unterzeichners des ersten Katakombenpaktes Bischof Luigi Betazzi und von Bischof Erwin Kräutler aus Brasilien der Katakombenpakt von 1965 als "Geburtsstunde" der Befreiungstheologie und einer Kirche der Armen bereits erneuert und erinnert worden ( www.pro-konzil.de ).

"Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen, den Katakombenpakt durch viele Publikationen und Veranstaltungen dem Vergessen zu entreißen und neu als Basisdokument einer Kirche der Armen im kollektiven Gedächtnis zu verankern, so überraschend auch auf weltkirchlicher Ebene Früchte getragen haben. Wir hoffen, so einen Beitrag zu einer echten Reform der Kirche leisten zu können, die nicht bei der Demokratisierung der internen Strukturen stehen bleiben kann, sondern inhaltlich den Einsatz für das Überleben von Mensch und Natur auf diesem Planeten in den Vordergrund rücken muss, gegen ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, das die Erde verwüstet und unsägliches menschliches Leid produziert", so der Theologe Dr. Michael Ramminger vom Institut für Theologie und Politik.

Mit einer eigenen "Klimasynode von unten" im Rheinischen Braunkohlerevier am 18. bis 20. Oktober 2019 hatte das ITP die Anliegen der Amazonassynode aufgegriffen und auf die Situation des Braunkohleabbaus und des Konfliktes um den Hambacher Forst und den Einsatz von ChristInnen in diesen Konfliktfeldern bezogen.

Quelle: Institut für Theologie und Politik (ITP) - Pressemitteilung vom 28.10.2019.

Veröffentlicht am

03. November 2019

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