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Aachener Friedenspreis 2019 für Anti-Atomwaffen-Kampagne

Der Aachener Friedenspreis ehrt in diesem Jahr Anti-Atomwaffen-Initiativen

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an die Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt, namentlich an Marion Küpker, und an den Initiativkreis gegen Atomwaffen, namentlich an Dr. Elke Koller. Beide Initiativen und Personen werden für ihr jahrzehntelanges Engagement gegen die US-Atombomben in Büchel und weltweit geehrt. Die Verleihung findet statt am 1.September 2019 um 19 Uhr in der Aula Carolina in Aachen.

Die Kampagne wurde vom Kampagnenrat, des heute aus 68 Organisationen bestehenden Trägerkreises "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!", im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Zum vierten Mal führte die Kampagne dieses Jahr eine 20-wöchige Aktionspräsenz "20 Wochen gegen 20 Bomben" am Atomwaffenstandort bei Büchel durch, an der tausende Aktive aus Deutschland, den EU-Staaten und den USA etc. teilnahmen, auch mit Aktionen des "Zivilen Ungehorsams". Zum Beispiel drangen zwei US-Nonnen, Carol Gilbert und Ardeth Platte im Juli 2017 mit dem neuen Atomwaffen-Verbotsvertrag in den Fliegerhorst Büchel ein, um ihn Oberstleutnant Schlemmer zu übergeben.

Prominente Gäste waren bis heute der Musiker Konstantin Wecker, der Friedensbeauftragte des Rates der EKD Renke Brahms, der Trierer Bischoff Stefan Ackermann und die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Der regionale Initiativkreis gegen Atomwaffen organisiert seit vielen Jahren kleinere Proteste vor Ort und den Ostermarsch. Auch betreut er eine Friedenswiese in der Nähe des Atomwaffenstandorts. Der Kontakt zu Einheimischen, Polizei und Militär ist ihm wichtig, um Vertrauen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen, damit ein breiterer Protest entstehen kann.

Die vielen Organisationen haben es in der Vergangenheit gemeistert, die verschiedenen Protestformen zu verbinden und sich gegenseitig zu ergänzen. Dazu stellen Elke Koller, die im Jahr 2010 die Bundesregierung auf den Abzug der US-Atombomben verklagte, und Marion Küpker, die im Jahr 2018 selbst in den Fliegerhorst eindrang, gemeinsam fest: "Die US-Atombomben in Deutschland sind offenkundig gesetzes- und völkerrechtswidrig. Der Widerstand gegen Massenvernichtungswaffen ist legitim und sogar verpflichtend."

Protest und Widerstand ist umso wichtiger, da nach der Aufkündigung des ABM-Vertrages und des INF-Vertrages ein enormes Aufrüsten der Atomwaffen weltweit begonnen hat. Auch die Bomben in Büchel sollen aufgerüstet werden, indem man sie mit einer Satellitensteuerung und geringerer Sprengkraft ausstattet, um ihren Einsatz möglich zu machen. Die geringere Sprengkraft wird immer noch das 4-fache der Hiroshima-Bombe betragen, die bei ihrem Einsatz rund 170.000 Menschenleben direkt und in der Folgezeit forderte. Auch sind der Kauf neuer Jagdbomber und die Erstellung eines millionenschweren Hochsicherheitszauns geplant.

Die Bundesregierung schweigt öffentlich zu den Atomwaffen in Büchel, sie unterstützt dagegen die US-Aufrüstungspläne und weigert sich bis heute, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

Die Dankesreden von Marion Küpker und Elke Koller zur Verleihung des Aachener Friedenspreises finden Sie hier (bitte Sperrfrist bis 1.September, 10:00 Uhr beachten):

Grußworte anlässlich der Verleihung des Aachener Friedenspreises 2019:

Weitere Informationen zur Kampagne unter

Quelle:  Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" - Pressemitteilung vom 30.08.2019.

Veröffentlicht am

31. August 2019

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