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38. Todestag Oscar Romeros und bevorstehende Heiligsprechung

Anlässlich des 24. März 2018, dem 38. Todestag der Ermordung des Erzbischofs Oscar Romero, gedenkt die Christliche Initiative Romero (CIR) eines Mannes, der ermordet wurde, weil er mutig seine Stimme für Gerechtigkeit erhoben hatte.

"Als entwicklungspolitische Organisation tragen wir in unserem Namen die Erinnerung an Romero, weil wir es als ermutigend und inspirierend empfind en, dass Oscar Romero, nicht müde wurde, die Ausbeutung der Armen und die Ideologie der Macht und des Reichtums an den Pranger zu stellen", erklärt Anne Nibbenhagen aus der Geschäftsführung der CIR. "Und das, obwohl er persönlich als ängstlich und scheu galt."

Anfang März gab der Vatikan bekannt, Romero heilig sprechen zu wollen. Die CIR begrüßt, dass es mit Oscar Romero einen Heiligen geben wird, der Vorbild für Nächstenliebe und Solidarität ist und der kompromisslos gegen bestehendes Unrecht protestiert hat.

Von den Partnerorganisationen der CIR in Mittelamerika wurde die Verlautbarung zur bevorstehenden Heiligsprechung Romeros mit großer Freude aufgenommen. Sie folgen schon lange Romeros Beispiel und stehen auf der Seite der Armen, wenn sie immer wieder den Finger in die Wunde der Gesellschaft legen, die auch heute noch von Ungerechtigkeit geprägt ist.

Maik Pflaum, El Salvador-Referent der Christlichen Initiative Romero, teilt die dennoch beobachtete Sorge vieler Menschen in El Salvador: "Die Heiligsprechung darf nicht dazu führen, dass Romeros kämpferischen und radikalen Sichtweisen aus dem Blick geraten und sein Einsatz für Gerechtigkeit zu etwas Übermenschlichem stilisiert wird! Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Romero zeigt uns, dass jeder Mensch, bei aller Angst und allen Zweifeln, Ungerechtigkeit beim Namen nennen und sich mit Betroffenen solidarisieren kann."

Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) setzt sich seit 1981 im Sinne ihres Namensgebers gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse und die Auswüchse der Globalisierung ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland.

Quelle:  Christliche Initiative Romero (CIR) - Pressemitteilung vom 22.03.2018.

Veröffentlicht am

23. März 2018

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