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Start der neuen Kampagne “MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien” am 1. September 2016

Aktionspostkarte. Foto: B. Khabieh/Reuters, Gestaltung: www.kippconcept.de

Am 1. September 2016, dem Antikriegstag, startet die neue Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien". Sie fordert ein Ende der militärischen Intervention und eine echte Chance für die Zivile Konfliktbearbeitung in Syrien. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass deutsche Außen- und Sicherheitspolitik nicht mehr aufs Militär setzt, sondern ausschließlich zivil wird - und unser Land damit endlich einen nachhaltigen Beitrag zum Frieden in der Welt leistet. Wenn Ihr diese Vision teilt, dann werdet Teil der Kampagne! Werdet aktiv und bringt gemeinsam mit uns und Friedensaktivist*innen aus ganz Deutschland unsere Forderungen auf die politische Tagesordnung!

Zivile Lösungen statt Kriegsmandat

Seit 2012 hat sich die Situation für die Menschen in Syrien kontinuierlich verschlechtert. Mit dem Anfang Dezember 2015 beschlossenen Bundeswehrmandat beteiligt sich nun auch Deutschland militärisch an dem Konflikt. Doch die Militärinterventionen in Afghanistan, Irak und anderswo in der Welt haben zweifelsfrei gezeigt: Frieden kann nicht herbeigebombt werden. Militär ist Teil des Problems und nicht der Lösung von Konflikten. Das militärische Eingreifen wird die Lage der Menschen in Syrien nicht nachhaltig verbessern oder den Terrorismus des Islamischen Staats beenden. Krieg ist Terror und erzeugt nur mehr Gewalt und Leid.

Die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" fordert deshalb von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages:

  • Keine Verlängerung des Bundeswehrmandats für Syrien
  • Friedensprozess unter UN-Verantwortung stärken - Zivilgesellschaft einbeziehen
  • Humanitäre Hilfe aufstocken - Zivile Konfliktbearbeitung ausbauen

Ziele der Kampagne

Unsere Vision ist ein Paradigmenwechsel in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, weg von der kurzsichtigen, destruktiven Politik der militärischen Auslandseinsätze hin zu einer konstruktiven, auf zivile Konfliktbearbeitung setzenden, friedenslogischen Ausrichtung. Kurz- und mittelfristig wollen wir mit der Kampagne eine Veränderung des Abstimmungsverhaltens der einzelnen Bundestagsabgeordneten bei den Entscheidungen zur Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes in Syrien im Dezember 2016 und 2017 erreichen. Wir wollen Einfluss auf die Wahlprogramme und den Koalitionsvertrag 2017 nehmen. Außerdem wollen wir Bundestagsabgeordnete, Bürger*innen und nicht zuletzt die Friedensbewegung selbst über Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative zu militärischem Eingreifen informieren.

Unsere Strategien und Methoden

Durch dezentrales Graswurzel-Lobbying und Protestaktionen von Gruppen vor Ort wollen wir Einfluss nehmen auf die Bundestagsabgeordneten in ihren Wahlkreisen. Dafür wollen wir regionale und lokale Friedensgruppen gewinnen und sie bei ihren Aktionen mit umfangreichen Materialien und Hilfestellungen unterstützen. Dazu werden wir u.a. einen "Lobby-Leitfaden" zur Arbeit mit Abgeordneten sowie eine Argumentationshilfe zur zivilen Konfliktbearbeitung im Syrienkonflikt anbieten. Vor Ort sollen fachliche Informationsveranstaltungen, Lobby-Gespräche mit Abgeordneten und Aktionen vor Wahlkreisbüros stattfinden - kreativer Protest und konstruktive Diskussionen in allen möglichen Formen.

Bereits zum Kampagnenstart am 1. September beginnt eine Postkartenaktion, die unsere Forderungen direkt an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages richtet. Im Vorfeld der Abstimmung über die Mandats-verlängerung im Dezember wird es eine bundesweite Aktionswoche geben. Und als Kampagnen-höhepunkt für 2016 wollen wir am Tag der Mandats(nicht)verlängerung gemeinsam mit euch medien-wirksam in Berlin protestieren - für ein NEIN zum Bundeswehreinsatz und ein JA zu zivilen Alternativen!

Save-the-Dates

  • 1. September 2016 (Antikriegstag): offizieller Start der Kampagne und Beginn der Postkartenaktion
  • 5.-11. Dezember 2016: bundesweite dezentrale Aktionswoche
  • Mitte Dezember 2016: zentrale Aktion in Berlin zum Tag der Mandats(nicht)verlängerung

Die Kampagne wird getragen von unterschiedlichsten Organisationen und Gruppen aus der Friedensbewegung, darunter die IPPNW, die IALANA, der Versöhnungsbund, die Kooperation für den Frieden, das Netzwerk Friedenskooperative, das Lebenshaus Schwäbische Alb, das Netzwerk Friedenssteuer und das Forum Friedensethik in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der Träger*innenkreis wächst stetig und heißt neue Mitglieder herzlich willkommen - werdet auch Ihr mit Eurer Friedensgruppe oder -organisation Mitglied und unterstützt damit die Forderungen der Kampagne!

Nähere Informationen zur Kampagne, zu den Mitmachmöglichkeiten als Einzelperson oder Gruppe, zu den Zielen, Forderungen, zeitlichen Abläufen, Kampagnenphasen, Aktionsformen und Trägerorganisationen findet Ihr auch auf der Kampagnen-Website (im Aufbau):

Veröffentlicht am

24. August 2016

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