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Atomenergieforschung in Deutschland unterstützt trotz Atomausstieg die Entwicklung neuartiger Reaktoren

Von Hans-Josef Fell

Trotz des beschlossenen Atomausstieges unterstützen Forschungsmittel der Bundesregierung weiter den weltweiten Ausbau der Atomenergie. Versteckt in den Forschungsprogrammen für Nukleare Sicherheits- und Grundlagenforschung treibt offensichtlich eine undurchsichtige und intransparente Abteilung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Entwicklungen neuer Atomreaktortechnologien voran. Das KIT, ein Forschungszentrum der Helmholtz Gemeinschaft (HGF), hatte schon in der Vergangenheit mit skandalösen Atomforschungen Aufsehen erregt, so mit den Proliferationsvorwürfen aus den 1980er Jahren.

In einer umfangreichen Recherche ( http://bit.ly/1QqyeHj ) hat eine AutorInnengruppe viele Fakten, Details, Ungereimtheiten und offene Fragen zu den aktuellen Atomforschungsaktivitäten am KIT beleuchtet und in den Zusammenhang der Entwicklungen der weltweiten Aktivitäten für neue Atomprojekte gestellt. Die Gruppe möchte aus verständlichen Gründen anonym bleiben.

Die Führung des KIT ist genauso wie die Führung der HGF und das Bundesforschungsministerium aufgefordert, diesen gravierenden anonymen Vorwürfen nachzugehen und Missbräuche der Verwendung von Forschungsmitteln aufzudecken und zu unterbinden.

Besonders gefährlich wird diese offensichtlich am KIT unterstützte weltweite Entwicklung neuer gefährlicher Atomreaktorentwicklungen auch über die Entwicklung kleiner Atomreaktoren, die sogar Waffenplutonium bereitstellen können, wie der CANDU Reaktortyp. Gerade Terroristen sind bestrebt, einen leichten Zugang zur Atomwaffenoption zu erreichen.

Hier ist die neueste Initiative einer Gruppe der reichsten Menschen, angeführt von Bill Gates, Marc Zuckerberg u.a. genau zu beobachten. Milliarden US Dollar wollen sie in die Erforschung von Klimaschutztechnologien geben. Damit meinen sie aber nicht nur Erneuerbare Energien, sondern eben auch Atomkraft. Nicht kontrollierbar von öffentlichen Einrichtungen können so neue gefährliche Atomtechnologien mit großen Finanzmitteln entwickelt werden. Die Weltgemeinschaft sollte sich nicht nur das iranische Atomprogramm genau anschauen, sondern auch die Initiativen von Bill Gates und Co ( http://bit.ly/1R4zC43 ).

Der Deckmantel unter dem so etwas geschieht, ist die Überschrift "Low Carbon", wo auch die Atomenergie untergeschoben wird. Leider gehen selbst gut meinende Klimaschutzaktivisten den mit Low Carbon untergejubelten Atominteressen auf den Leim, weil sie oftmals nicht merken, dass mit Low Carbon nicht nur Erneuerbare Energien und Effizienz, sondern auch Atomenergie, Kohle CCS, Erdgas und andere Fehlentwicklungen unterstützt werden.

Hans-Josef Fell ist Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG 2000

Quelle: Hans-Josef Fell - 07.11.2015.

Veröffentlicht am

07. Dezember 2015

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