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Studie zu Grafenrheinfeld-Aus: Auch alle anderen AKW sind verzichtbar

Versorgungssicherheit auch ohne Atomkraftwerke - Alle AKW könnten sofort abgeschaltet werden

Nicht nur das AKW Grafenrheinfeld, sondern alle neun noch laufenden AKW sind für die Stromversorgung überflüssig und könnten schon 2015 abgeschaltet werden. In einer am 25.06.2015 veröffentlichten aktuellen Studie im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat das Energiewende-Beratungsunternehmen Arepo Consult die vorhandenen Stromerzeugungskapazitäten untersucht. Demnach stehen selbst unter extrem pessimistischen Annahmen (Dunkelheit, deutschlandweite Flaute, maximal hoher Strombedarf) rechnerisch genügend nicht-atomare Kraftwerke zur Verfügung, um den gesamten Strombedarf Deutschlands jederzeit zu decken. Dies gilt auch für Süddeutschland, wo derzeit noch zwei Drittel der AKW stehen. Die Ergebnisse fußen auf den Angaben der Übertragungsnetzbetreiber und der Bundesnetzagentur. Für den Stromtransport von Nord- nach Süddeutschland geht die Studie nur von den bereits vorhandenen Leitungskapazitäten aus.

Jochen Stay, Sprecher der .ausgestrahlt erklärt zu der Studie:

"Ein sofortiges Abschalten aller neun AKW würde nicht nur das Atom-Risiko drastisch reduzieren, sondern wäre auch für die Energiewende von Vorteil. Denn der Wegfall der AKW würde etwa Gaskraftwerke, die beim Umstieg auf erneuerbare Energien zum Ausgleich der wetterbedingt schwankenden Erzeugung nötig sind, wieder rentabler machen. Zusammen mit den entsprechenden politischen Vorgaben könnte dies deren Stilllegung verhindern.

In den vergangenen vier Jahren ging kein einziges AKW vom Netz. In den vier Jahren nach der Abschaltung von Grafenrheinfeld soll nur ein Meiler stillgelegt werden. Das hat mit ‚Atomausstieg’ nichts zu tun und bremst die Energiewende aus. Es ist daher höchste Zeit, die politischen und ökonomischen Weichen für ein schnelleres Abschalten der AKW zu stellen - am besten noch 2015."

Die Studie " Atomausstieg 2015 - Gehen ohne Atomkraftwerke die Lichter aus?" von Arepo Consult im Auftrag von .ausgestrahlt:

Quelle:  .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilung vom 25.06.2015.

Veröffentlicht am

27. Juni 2015

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