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Kolumbien: “Ich weise die Verleumdungen des Ex-Präsidenten Uribe ausdrücklich zurück!”

Stiftung Nydia Erika Bautista weist Verleumdungen gegen Yanette Bautista durch Ex-Präsident Uribe zurück

1. Während der am 18.9.2014 im kolumbianischen Parlament durchgeführten Debatte über Paramilitarismus hat der vorgeladene Ex-Präsident Alvaro Uribe schwere Verleumdungen gegen Vertreter_innen von Opfern von Staatsverbrechen geäußert, die zu den aktuell statt findenden kolumbianischen Friedensverhandlungen, nach Kuba eingeladen wurden. So wurde Yanette Bautista, Angehörige eines Opfers von gewaltsamem Verschwindenlassen durch kolumbianische Militärs, von Uribe als "Aufständische, nicht demobilisiertes Mitglied der ELN Guerrilla" bezeichnet.

2. Diese verleumderischen Anschuldigungen summieren sich zu drei von Frau Bautista erhaltenen Droh-Emails vom 8. und 9. September 2014 unterschrieben durch die paramilitärische Gruppe der Águilas Negras (Schwarze Adler), in der sie auf eine "Todesliste" gesetzt wurde, zusammen mit insgesamt 91 Menschenrechts-Verteidiger_innen in Kolumbien.

"Dies ist ein Akt der Grausamkeit gegen die Frauen und die Opfer, der zum Ziel hat, unsere Stimme und unsere Anklagen - im Rahmen des Runden Tisches der Friedensverhandlungen und außerhalb - gegen die Verantwortlichen des Gewaltsamen Verschwindenlassens von Nydia Erika Bautista zum Schweigen zu bringen. Verantwortlich für das Verbrechen sind hohe Offiziere und Unteroffiziere der III. und XX. Brigade von Bogota, die Nydia Erika entführt, gefoltert und ermordet haben. Und deshalb haben wir vor zwei Wochen einen Antrag auf Revision beim Obersten Gerichtshof eingereicht, damit die Strafverfolgung nach drei Jahrzehnten der Straflosigkeit gegen die Verantwortlichen wiederaufgenommen wird", sagte Yanette Bautista, Vorsitzende der Stiftung für Menschenrechte Nydia Erika Bautista.

3. Für die Angehörigen der gewaltsam Verschwundenen will "der Expräsident Uribe zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen". Einerseits will er "die Friedensverhandlungen sabotieren, indem er den Ruf und die Glaubwürdigkeit der Opfer, die daran teilnehmen in den Schmutz zieht. Und andererseits will er uns zum Schweigen bringen, damit die Verantwortlichen für die Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens nicht vor Gericht gestellt werden", so Yanette.

4. Wir ersuchen die Generalstaatsanwaltschaft den Fall gründlich zu untersuchen, um die Welle von Bedrohungen und Stigmatisierungen gegen Yanette Bautista und andere Mitglieder der Stiftung Nydia Erika Bautista - vor und nach ihrer Reise nach Kuba - aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Den aktuellen Stigmatisierungen und Verleumdungen gehen zahllose Beispiele von Verfolgung voraus, die nie richtig untersucht wurden.

Quelle:  Stiftung Nydia-Erika Bautista - Pressemitteilung vom 18.09.2014.

Veröffentlicht am

25. September 2014

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