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Flüchtlingsrat Baden-Württemberg setzt sich für Willkommenskultur für Flüchtlinge in Baden-Württemberg ein

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg begrüßt, dass die Landesregierung die Flüchtlingspolitik in unserem Bundesland zu einer prioritären Aufgabe machen möchte, die von einem "menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen" (§ 1 des Flüchtlingsaufnahmegesetzes vom 1.1.2014) geprägt sein soll. "Als Landesflüchtlingsrat werden wir uns dafür einsetzen und daran beteiligen, dass eine gute Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in unserem Land gelingt und dass die dafür nötige Akzeptanz in der Bevölkerung gewonnen und erhalten werden kann", sagte Angelika von Loeper, 1. Vorsitzende des Flüchtlingsrats. "Wir werden uns insbesondere in der Beratung, Fortbildung und Vernetzung der vielen Menschen betätigen, die sich ehrenamtlich für die soziale Integration und das Bleiberecht von Flüchtlingen in Baden-Württemberg einsetzen. "

Der Flüchtlingsrat schlägt vor, dass das Land Baden-Württemberg gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Kirchen, den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege, den Organisationen der Flüchtlingshilfe und anderen Akteuren eine Kampagne mit dem Titel "Willkommen in Baden-Württemberg" ins Leben ruft. Gemeinsam soll das Ziel verfolgt werden, durch vielfältige Maßnahmen der Integration von Anfang an eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in Baden-Württemberg aufzubauen.

Der Flüchtlingsrat appelliert an die kommunalen Spitzenverbände, die Spielräume, die das Flüchtlingsaufnahmegesetz bietet, im Sinne einer menschenwürdigen Aufnahme konstruktiv und tatkräftig zu nutzen, und dies nicht von einer Verschärfung der Asylgesetze abhängig zu machen. "Für eine gute Aufnahme, Unterbringung und soziale Integration von Asylsuchenden sind schnellere Asylverfahren und Abschiebungen, wie vom Landkreistag gefordert, nicht erforderlich, sondern gefährden das politische Klima im Land" sagte die Flüchtlingsrats-Vorsitzende Angelika von Loeper.

Zum Flüchtlingsgipfel hat der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg ein umfangreiches flüchtlingspolitisches Positionspapier mit Vorschlägen und Forderungen an die Landesregierung erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen Vorschläge zu den Themenbereichen Erstaufnahme, Unterbringung in den Kreisen, Integration durch Sprachförderung und Arbeitsmarktzugang und Förderung der in der Flüchtlingsarbeit tätigen Menschen.

Quelle: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V. - Pressemitteilung vom 13.10.2014.

Veröffentlicht am

15. Oktober 2014

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