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Atommüll: Atomkraftgegner enttäuscht

"Heute hätte ein historischer Tag sein können, aber das ist leider nicht gelungen."

Zu den Gesprächen von Bund und Ländern über die Atommüll-Lagerung erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

"Wir sind enttäuscht, dass die Politik sich nicht dazu durchringen konnte, mit dem Gesetz zu warten, bis es einen Konsens in der Enquete-Kommission gibt. Heute hätte ein historischer Tag sein können, aber das ist leider nicht gelungen. Denn das Ergebnis der heutigen Verhandlungen wird unweigerlich zu neuem Streit und Verzögerungen führen.

Jetzt bekommen wir ein schnell gestricktes, mangelhaftes Gesetz. Es steht in den Sternen, ob Bundestag und Bundesrat dazu bereit sind, dieses Gesetz zu revidieren, wenn die Kommission zu abweichenden Vorschlägen kommt.

Entgegen aller Beteuerungen behält der Standort Gorleben eine Sonderrolle im neuen Gesetz. Einen wirklichen Neustart kann es so nicht geben.

Völlig unterschlagen wird in der Debatte, dass noch immer neun Atomkraftwerke in Deutschland Tag für Tag hochradioaktiven Atommüll produzieren - die meisten bis 2022. Wer salbungsvoll über die großen Probleme bei der Lösung des Menschheitsproblems Atommüll spricht, aber nichts daran ändert, dass immer mehr davon entsteht, macht sich unglaubwürdig. Die AKW müssen jetzt stillgelegt werden und nicht erst in neun Jahren."

Quelle:  .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilung vom 09.04.2013.

Veröffentlicht am

09. April 2013

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