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Kostenfalle Heizöl: Schwarz-Gelb lenkt mit Stromdebatte ab

Von Hans-Josef Fell

Heizöl ist mittlerweile zur Preisfalle für 12 Millionen deutsche Haushalte geworden. Das ist das Ergebnis einer von der grünen Bundestagsfraktion in Auftrag gegebenen Studie.

Während Altmaier und Rösler bei den Energiepreisen nur die Strompreise im Blick haben und die Erneuerbaren Energien als Schuldigen ausgemachen, zeigt eine neue Studie auf, dass das Problem eben nicht bei den Erneuerbaren liegt, sondern bei den fossilen Rohstoffen. Die werden nämlich immer knapper und teurer.

Im letzten Jahr wurde in vielen Regionen Deutschlands ein Rekordhoch bei den Heizölpreisen erreicht, Preise zwischen 85 und 95 Euro für eine Standardlieferung (100 Liter ) wurden zur Norm. Damit ist 2012 das teuerste Heizöljahr der Geschichte. Vor zehn Jahren lag der Preis im Schnitt noch bei 35 Euro. Und die Preise werden in Zukunft weiter steigen. Ein typischer Haushalt wird dann Ende 2020 mit 160 Euro doppelt soviel zahlen müssen.

Doch wo bleibt der Aufschrei Röslers und Altmaiers über die gestiegenen Kosten im Wärmebereich? Vielleicht sind die Minister hier so still, weil die Mineralölkonzerne bei einem Anteil von nur 10 Prozent Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt noch keine große Konkurrenz wie die Stromkonzerne fürchten müssen.

Während unsere dänischen Nachbarn das Problem der fossilen Preisspirale bereits erkannt haben und ab Januar diesen Jahres den Einbau von neuen Öl- und Erdgas-Heizkessel verboten haben, ignoriert unsere Bundesregierung das Thema weiterhin. Damit lassen sie viele Menschen mit den steigenden Kosten alleine und verpassen die Chance einer Energiewende auch im Wärmesektor.

  • Hier geht es zur Studie vom Hamburger Forschungs- und Beratungsbüro EnergyComment:

Verheizt? Heizöl im deutschen Wärmemarkt

Quelle: Hans-Josef Fell - 15.02.2013.

Veröffentlicht am

15. Februar 2013

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