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Rüstungsgüter und Waffen “Made am Bodensee” in neuesten israelisch-palästinensischen Kriegshandlungen im Einsatz?

Die Initiative gegen Waffen vom Bodensee (WvB) verfolgt mit großer Sorge die erneuten kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel-Palästina. Wenn in den nächsten Tagen israelische Merkava-4 Kampfpanzer in den Gazastreifen einrücken, Menschen töten, ihre Wohnhäuser und Lebensgrundlagen zerstören, geschieht das mit wesentlicher Unterstützung von Rüstungsfirmen am Bodensee. So sind die israelischen Kampfpanzer, laut dem schwedischen Friedensforschungsinstitut SIPRI, mit Motoren der Friedrichshafener Firma Tognum-MTU angetrieben. MTU baut und liefert allerdings indirekt über den US-Lizenzpartner "L-3 Communication Combat Propulsion Systems" (früher General Dynamics) in Michigan/USA.

Von MTU kommen auch die Motoren der israelischen Kriegsschiffe "Made in Germany", für Korvetten, Patrouillen- und Untersee-Boote. Die U-Boote werden nach internationalen Medienberichten in Israel mit Atomwaffen nachgerüstet.

Direkte Kriegswaffen an Israel liefert die Firma Diehl-Defence in Überlingen im Rahmen einer deutsch-israelischen Gemeinschaftsproduktion. So die panzer- und bunkerbrechenden Raketen des Typs "Spike" und die neue selbstzielsuchende Fliegerbombe "PILUM". "PILUM" ist eine Weiterentwicklung der Hochleistungs-Spreng-Bombe "HOSBO", von Diehl-Defence.
Weitere kleinere Firmen am Bodensee arbeiten mit der israelischen Rüstungsindustrie zusammen, unter anderem die Firma Raumfahrtsystemtechnik (RST), Salem.

Ob Waffen vom Bodensee auf palästinensischer Seite zu Einsatz kommen, ist wegen des internationalen Embargos nicht belegbar. Auszuschließen ist das nicht, wie die jüngsten nordafrikanischen-arabischen Befreiungskriege zeigten.

Die Initiative gegen Waffen vom Bodensee ist entsetzt und traurig über diesen hautnahen Beitrag unserer Region zu den Kriegen in dieser Welt. Lothar Höfler, ihr Sprecher wörtlich: "Wie können die Mitarbeitenden der Rüstungsbetriebe am schönen Bodensee, die friedlich und glücklich ihre Tage mit ihren Familien verbringen, angesichts der allabendlichen, furchtbaren Bilder und Nachrichten aus den Kriegsgebieten, nachts noch ruhig schlafen. Niemand sage, er habe keine Alternativen".

Die Initiative gegen Waffen vom Bodensee ist eine private Internetplattform mit dem Anliegen, die Betriebe der Rüstungsindustrie rund um den Bodensee mit ihren mörderischen Produkten aufzuzeigen und ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Ihr Motto: Den Opfern eine Stimme, den Tätern Name und Gesicht. Sie ist ein Glied der Friedensbewegung.

Quelle:  Initiative gegen Waffen vom Bodensee - Pressemitteilung vom 19.11.2012.

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Veröffentlicht am

21. November 2012

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