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Tagung “Friedenskultur 2012” ruft zur Teilnahme an internationaler Fahrradaktion auf

In knapp einer Woche sitzen die NATO-Mitgliedsstaaten wieder in Chicago zusammen und entscheiden über die Verteidigung Europas - mit oder ohne taktische Atomwaffen. Laut Quellen aus regierungsnahen Kreise haben die NATO-Minister bereits bei ihrem letzten Treffen in Brüssel entschieden: Die Atomwaffen bleiben auf absehbare Zeit in Europa. Auf der Tagung der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" in Essen am Wochenende bewerteten Atomwaffenexperten die Ergebnisse dieser Debatte zur Überprüfung der Verteidigungs- und Abschreckungsdoktrin der NATO. Die Veranstalter riefen aus Protest zur Teilnahme an der internationalen Fahrradaktion "Global Zero Now" auf, um für einen sofortigen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den Stopp ihrer Modernisierung einzutreten.

Die Fahrradaktion beginnt mit einer Sternradfahrt aus München, Ulm und Schwäbisch Gmünd zur US-amerikanischen Kommandozentrale EUCOM in Stuttgart, mit einem Zwischenstopp am 19. Mai um 5 vor 12 vor dem Rathaus in Stuttgart, wo eine Klingelaktion und einem Empfang durch Bürgermeister Wölfle stattfindet. Um 14 Uhr treffen sich alle FahrradfahrerInnen und weitere Demonstranten zur Kundgebung "5 vor 12. atomwaffenfrei.jetzt" vor dem EUCOM. Die Kundgebung ist der Auftakt für die internationale Radaktion zur NATO nach Brüssel, um mit Gesprächen und kreativen Aktionen über den NATO-Gipfel zu informieren und auf dem Weg an Atomwaffenstandorten in allen drei Ländern - Büchel (D), Klein Brogel (B) und Volkel (NL) zu demonstrieren.

Die Tagung "Friedenskultur.2012 - Unsere Zukunft atomwaffenfrei" am 12. Mai in Essen hat u.a. Informationen über die Wiener Staatskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag zusammen getragen, die am Vortag zu Ende gegangen war. Regina Hagen, Sprecherin der Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" berichtete über ein Planspiel mit einer Studierendengruppe in Wien. Giorgio Franceschini vom Friedensforschungsinstitut HSFK in Frankfurt erläuterte die geplante Modernisierung der US-Atomwaffen, die in Europa stationiert sind. Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW, stellte die Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" vor und zeigte ein neues Video über den internationalen Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen am 2. Juni. Silvia Bopp von der Friedenswerkstatt in Mutlangen präsentierte ein "Bildungstool", um SchülerInnen und Jugendliche das Thema Atomwaffen und Abrüstung nahezubringen.

Quelle:  Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" - Pressemitteilung vom 14.05.2012.

Veröffentlicht am

14. Mai 2012

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