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Zum Tag der Menschenrechte: Mit Essen spielt man nicht!

Attac fordert Stopp von Spekulation mit Agrarrohstoffen / Bürger sollen beteiligten Banken den Rücken kehren

Zum Tag der Menschenrechte am heutigen 10. Dezember fordert Attac ein Ende der preistreibenden Spekulation mit Agrarrohstoffen. Es ist ein Skandal, dass Banken ihren Kunden den Hunger anderer Menschen als Gewinnoption verkaufen! Die massenhaften Wetten auf die Preisentwicklungen von Agrarrohstoffen treiben die Preise für Grundnahrungsmittel nach oben. Für die Ärmsten, die einen Großteil ihres verfügbaren Einkommens für die Ernährung ausgeben müssen, bedeutet das bittere Armut und Hunger. Die Politik muss hier endlich handeln. Und jeder Bankkunde sollte sich fragen, ob er bei einem Institut bleiben möchte, das so skrupellos agiert.

Keine andere Bank in Deutschland ist so intensiv an Spekulation mit Nahrungsmitteln beteiligt wie die Deutsche Bank und damit auch deren Tochter Postbank. Wetten auf Nahrungsmittelpreise bieten aber auch zahlreiche andere Banken an wie die Commerzbank und einige Landesbanken.

In Brüssel wird derzeit über eine Finanzmarktrichtlinie verhandelt, die eine wirksame Begrenzung der gefährlichen Spekulation ermöglichen würde. Allerdings zeigt sich die Bundesregierung bisher unentschlossen. Finanzminister Wolfgang Schäuble muss endlich klar Stellung beziehen. In Sachen Nahrungsmittelspekulation kann sich die deutsche Regierung ein Vorbild an der französischen nehmen, die das Thema auf europäischer Ebene und innerhalb der G20 immer wieder auf die Tagesordnung bringt.

In vielen Städten werden Attac-Aktive am heutigen Tag der Menschenrechte den gemeinsam von Attac, Oxfam, Misereor und Weed herausgegebenen Flyer "Mit Essen spielt man nicht!" an Passanten verteilen und sie auffordern, Banken den Rücken zu kehren, die in Geschäfte mit dem Hunger verwickelt sind. Dazu verteilen die Aktivist_innen selbst gebackene Plätzchen in Krötenform, um auf die Bankwechselkampagne "Krötenwanderung jetzt!" von Attac hinzuweisen.

Quelle:  Attac Deutschland - Pressemitteilung vom 09.12.2011. 

Veröffentlicht am

10. Dezember 2011

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