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“Atomkonzerne in die Haftpflicht nehmen”

Atomkraftgegner starten Unterschriftenkampagne: Keines der deutschen Atomkraftwerke ist auch nur annähernd ausreichend versichert: EON, RWE und Co wälzen die Risiken auf die Bevölkerung ab.

Zum Start der Aktion erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

"Bei einem schweren Kernschmelzunfall in einem deutschen AKW wären Schäden von bis zu 8.040 Milliarden Euro zu befürchten, die bestehende Haftpflichtversicherung der AKW-Betreiber deckt weniger als 0,1 Prozent dieses finanziellen Schadens ab. Würden solche Risiken im Strompreis berücksichtigt, müsste gemäß einer Studie der PROGNOS AG Atomstrom etwa 2 Euro pro Kilowattstunde kosten und wäre damit völlig unwirtschaftlich. Die Autos auf dem Parkplatz vor einem AKW sind zusammen besser versichert als das Kraftwerk selbst.

Atomkraftwerke sind also ökonomischer Unfug. Würden Bundestag und Bundesregierung eine umfassende Haftpflichtversicherung für AKW gesetzlich vorschreiben, wäre kein Reaktor mehr rentabel, alle 17 würden sofort stillgelegt. Dass die AKW-Betreiber hingegen das Risiko eines Super-GAUs weiterhin nicht selbst tragen müssen, sondern auf die Allgemeinheit abwälzen, ist völlig inakzeptabel.

Dass sich bisher keine Versicherung bereitgefunden hat, selbst eines der neueren AKW umfassend abzusichern, zeigt im Übrigen, dass auch deren Risiken nach unverdächtiger versicherungsökonomischer Beurteilung viel zu hoch sind, um einen Weiterbetrieb zu rechtfertigen."

Die Forderungen von .ausgestrahlt:

  • Wer AKWs betreiben will, muss auch das Risiko eines Super-GAU selber tragen.
  • Bundesregierung und Bundestag müssen für alle Atomkraftwerke eine Betriebshaftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorschreiben.
  • Findet sich keine Versicherung, die bereit ist, diese Schäden abzudecken, müssen die AKW sofort stillgelegt werden.
Eine Beteiligung an der Unterschriftensammlung ist online möglich unter:

 

Quelle:  .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilung vom 14.04.2011.

Veröffentlicht am

14. April 2011

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