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Anti-Atom-Menschenkette überschattet von drohender Kernschmelze in Japan

Atomkraftgegner hoffen, dass sich Lage in japanischen AKW stabilisiert / Forderung nach Konsequenzen an Bundesregierung und Stromkonzerne

Überschattet von der drohenden Kernschmelze in gleich mehreren japanischen Atomkraftwerken werden heute Zehntausende Atomkraftgegner eine 45 Kilometer lange Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Staatskanzlei in Stuttgart bilden. Die Aktion steht unter dem Motto "Atomausstieg in die Hand nehmen" und wird von einem Bündnis aus Umweltverbänden und Anti-Atom-Organisationen veranstaltet.

Aus 159 Städten sind Busse zur Ketten-Strecke unterwegs. Drei Sonderzüge aus Hamburg, Bremen und Berlin fahren nach Stuttgart.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Menschenkette mit veranstaltet, erklärt zur aktuellen Situation:

"Selten hat eine Anti-Atom-Demonstration unter solch schwierigen Voraussetzungen stattgefunden. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Japan und wir alle hoffen, dass die Betriebsmannschaften in den Atomkraftwerken von Fukushima die Lage in den Griff bekommen, bevor noch Schlimmeres passiert.

Selten hat aber auch eine Anti-Atom-Demonstration zu einem richtigeren Zeitpunkt stattgefunden. Die Ereignisse in Japan sind der deutliche Beweis, dass selbst in einem Hochtechnologie-Land mit besonderer Sicherheitskultur nicht alle Risiken der Atomenergie beherrscht werden können. Voller Bitterkeit stellen wir fest, dass wir Recht behalten haben: Sicher ist bei der Atomkraft nur das Risiko.

Wir fordern von der Bundesregierung die Stilllegung der Atomkraftwerke in Deutschland. Noch haben wir die Wahl, ob wir vor oder nach dem Super-GAU in einem hiesigen AKW aus dieser unverantwortbaren Technologie aussteigen. Keiner der 17 deutschen Reaktoren wäre heute noch genehmigungsfähig. Überall gibt es eklatante Sicherheitsmängel.

Wir fordern von den Stromkonzernen, dass sie aufhören, aus alten Pannenreaktoren Milliardengewinne zu pressen und damit ein ganzes Land in Geiselhaft zu nehmen. Seht endlich ein, dass auch Ihr keine hundertprozentige Sicherheit garantieren könnt!

Die bereits im letzten Jahr erstarkte neue Anti-AKW-Bewegung wird über den heutigen Tag hinaus Druck machen, damit die Bundesregierung endlich die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung vertritt und nicht länger die Gewinninteressen von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall."

Quelle: . ausgestrahlt - Gemeinsam gegen Atomenergie - Pressemitteilung vom 12.03.2011.
 

Weitere Informationen zur großen Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart am 12. März gibt es hier:

 

Veröffentlicht am

12. März 2011

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