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Umweltverbände fordern zur Kündigung beim Atom-Kartell auf

Alle Stromverbraucher können ihren Atomausstieg selber machen

Nach der Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, rufen die Umweltverbände alle Stromkunden des Atom-Kartells zur Kündigung auf.

"Wer noch Strom von E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW bekommt, finanziert damit das dreckige Atomgeschäft dieser Konzerne", sagte Florian Noto, Sprecher der Kampagne "Atomausstieg selber machen". "Die Verhandlungen über längere Atom-Laufzeiten wurden einzig und allein mit dem Atom-Kartell geführt. Umweltverbände, Stadtwerke und Ökostromanbieter standen bei Merkel, Röttgen und Brüderle vor verschlossenen Türen." Die Bundesregierung habe das Angebot der kommunalen und mittelständischen Energieversorger ausgeschlagen, massiv in erneuerbare Energien, Stromspeicher und intelligente Energiesysteme zu investieren.

"Stromkundinnen und -kunden können durch den Wechsel des Stromanbieters den Atomausstieg selber machen. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass der Ökostromanbieter den Konzernen wirklich Konkurrenz macht", erläuterte Noto. Besonders empfehlenswert seien die Elektrizitätswerke Schönau , Greenpeace Energy , Lichtblick und Naturstrom . Viele andere Stromversorger würden den Strom direkt oder über die Strombörse bei den vier Atomkonzernen kaufen, so Noto.

Außerdem vertreiben die AKW-Betreiber ihren Strom unter zahlreichen weiteren Marken. Dazu gehören unter anderem

  • bei RWE: Eprimo, enviaM, Enervie, KEVAG, Lechwerke LEW und Süwag, energis, lekker Energie
  • bei E.ON: E-wie-einfach
  • bei Vattenfall: ENSO, Nuon
  • bei EnBW: Yello, NaturEnergie, Stadtwerke Düsseldorf, EWE, ZEAG

Quelle: Atomausstieg selber machen - Pressemitteilung vom 28.09.2010

 

Stromwechsel:

Veröffentlicht am

29. September 2010

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