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Alternativer Klimagipfel in Cochabamba voller Erfolg

Attac lässt Ergebnisse in alternatives Klimaforum in Bonn einfließen

 

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den alternativen Klimagipfel in Cochabamba als vollen Erfolg gewertet. "Die große Teilnehmerzahl von 45.000 zeigt das große Interesse an der Suche nach gerechten Lösungen für die globale Klimakrise. Die Ergebnisse bilden wichtige Impulse für unsere weitere Arbeit", sagte Kerstin Sack vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

Die 45.000 Teilnehmer aus 136 Ländern hatten seit Anfang der Woche in 17 Arbeitsgruppen an verschiedenen Resolutionen zur Rettung der Umwelt und der Stabilisierung des Weltklimas gearbeitet. Die Ergebnisse sollen bei der nächsten UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Mexiko zur Diskussion gestellt werden.

Zu den Kernforderungen von Cochabamba gehören die Reduzierung der Emission der größten Verschmutzerstaaten um 50 Prozent bis zum Jahr 2020, die Einrichtung eines internationalen Klimagerechtigkeitstribunals sowie die Verwirklichung eines globalen Referendums über eine Änderung der Wirtschaftsordnung.

Besonders deutlich wurde in Cochabamba das Interesse der Menschen im globalen Süden an einer gerechten Lastenverteilung. Dazu Nino David Jordan von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Energie, Klima, Umwelt: "Die Verursacher des Klimawandels müssen für die Schäden aufkommen. Während der größte Teil der CO2-Emissionen im globalen Norden emittiert wird, sind die Menschen im globalen Süden viel schlimmer betroffen. Die reichen Industrienationen mögen mit den Ergebnissen aus Kopenhagen leben können. Für Länder, die schon heute mit immer häufigeren Dürren und Überschwemmungen zu kämpfen haben, bedeutet das Versagen von Kopenhagen allerdings eine Katastrophe."

Attac kündigte an, die Impulse von Cochabamba während der nächsten Klima-Zwischenkonferenz Anfang Juni in Bonn in ein alternatives Klimaforum einfließen zu lassen. Das alternative Klimaforum unter dem Motto "Wie weiter im Klimaschutz? Klimagerechtigkeit konkret!" am 3. und 4. Juni im Rheinischen Landesmuseum Bonn wird gemeinsam von Attac und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) organisiert.

Quelle:  Attac Deutschland   - Pressemitteilung vom 22.04.2010.


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Veröffentlicht am

23. April 2010

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