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“Atomkraft macht nur Ärger” - Veranstalter der Aktions- und Menschenkette erhöhen Druck auf Bundesregierung

Kurz vor der für Samstag geplanten 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette zwischen den norddeutschen AKW Brunsbüttel und Krümmel machen die Veranstalter die politischen Ziele dieser "Langstreckendemonstration" deutlich.

Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises der ‘KettenreAktion’: "Statt über Laufzeitverlängerungen nachzudenken, sollte die Bundesregierung daran gehen, die Atomkraftwerke endlich stillzulegen. Brunsbüttel und Krümmel produzieren aufgrund von Störfällen seit bald drei Jahren keinen Strom. Auch andere Reaktoren müssen wegen Störungen immer wieder vom Netz. Atomenergie ist unzuverlässig und unsicher, wird aber längst nicht mehr benötigt, da Jahr für Jahr durch den Zubau bei den Erneuerbaren Energien mehr Stromüberschüsse produziert werden. Nur die Stromkonzerne würden vom Weiterbetrieb profitieren - auf unser aller Kosten."

Jochen Stay, ebenfalls Sprecher des Trägerkreises: "Ich organisiere seit bald 30 Jahren Proteste, aber eine so große Zustimmung und Aufgeschlossenheit für unser Anliegen habe ich selten erlebt - und zwar quer durch alle politischen Lager. Die schwarz-gelbe Koalition riskiert einiges, wenn sie in dieser Situation den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke absichern will. Doch noch hat Berlin sich nicht entschieden. Mit der Aktions- und Menschenkette senden wir ein eindeutiges Signal in die Hauptstadt: Atomkraft macht nur Ärger und sollte lieber heute als morgen beendet werden."

"Eines der größten Bündnisse in der Geschichte der Anti-AKW-Bewegung"

Die Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel wird von einem Bündnis ganz unterschiedlicher Organisationen getragen. Das wird bei einem Blick auf die Rednerinnen und Redner deutlich, die bei den insgesamt sieben Abschlussveranstaltungen entlang der Ketten-Strecke auftreten werden.

Vom wendländischen Bauern bis zum Manager aus der Branche der erneuerbaren Energien, von der Gewerkschaftsvorsitzenden bis zur Präses der EKD-Synode, von Bürgermeisterinnen bis zu Attac-Aktivisten, von Vertretern großen Umweltverbände bis zu Sprechern kleiner Bürgerinitiativen, von Parteiprominenz bis zu bekannten Künstlern: Alle sind sich einig in ihrer Forderung, dass endlich Schluss sein muss mit der Nutzung der Atomenergie.

"Das ist eines der größten Bündnisse in der Geschichte der Anti-AKW-Bewegung", freut sich Jochen Stay, Sprecher des Trägerkreises der ‘KettenreAktion’. "Damit wird deutlich, dass sich eine klare gesellschaftliche Mehrheit für die Stilllegung der Atomkraftwerke einsetzt. Die Bundesregierung sollte einsehen, dass sich der Weiterbetrieb der AKW nicht durchsetzen lässt."

Abschlussveranstaltungen finden in Brunsbüttel, Brokdorf, www.ausgestrahlt.de/mitmachen/menschenkette.htmlGlückstadt, Elmshorn, Hamburg-St. Pauli und Hamburg-Billstedt statt. Am AKW Krümmel werden Kundgebung und Konzert von einem Bündnis von Anti-Atom-Initiativen eigenständig organisiert.

Quelle:  KETTENreAKTION - Pressemitteilungen vom 19. und 22.04.2010.

 

Weitere Informationen zur Aktions- und Menschenkette Brunsbüttel-Krümmel am 24. April 2010:

Weitere Protestveranstaltungen gegen Atomenergie am 24. April 2010:

Veröffentlicht am

22. April 2010

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